20 x gute Lehre = totale Konfusion?

Eine Thesensammlung

Darf man Studierenden ruhig mal etwas zumuten? Lassen sich Lernergebnisse überhaupt bewerten? Und sollten Hochschullehrende sich mehr als Dienstleister verstehen? Was denken Sie?

Im Folgenden haben wir 20 aktuelle Thesen zum Thema Lehre zusammengestellt. Der größte gemeinsame Nenner: Sie polarisieren. Ganz so einfach ist es mit der „guten Lehre“ eben nicht… Was macht gute Lehre für Sie aus? Lesen und diskutieren Sie mit!

Gute Lehre…

…ist ohne Methodenvielfalt gar nicht denkbar.

…setzt voraus, dass Dozent_innen den Lernstoff auch im laufenden Semester regelmäßig abprüfen.

…ist nur möglich, wenn Lehrende und Lernende einander auf Augenhöhe begegnen.

…ersetzt den klassischen Frontalunterricht durch selbstorganisierte Lernformen.

…rückt immer auch den Nachhaltigkeitsgedanken in den Fokus.

…nutzt sämtliche Wahrnehmungskanäle zur Wissensvermittlung.

…weiß, dass es keine pädagogischen Patentrezepte gibt.

…wird umso besser, je mehr Lehrmaterialien die Dozent_innen den Studierenden zur Verfügung stellen.

…lässt sich nur umsetzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

…klappt nur, wenn die Studierenden konzeptionell mitreden dürfen.

…ist heutzutage ohne E-Learning nicht mehr denkbar.

…darf den Studierenden durchaus auch etwas zumuten.

…versetzt den Lehrenden in die Rolle eines Lerncoachs.

… funktioniert nur mit Lehrmaterialien, die den individuellen Bedürfnissen der Studierenden angepasst sind.

…fordert die Lernenden im richtigen Maße heraus.

… setzt voraus, dass die Dozent_innen die Lehr-/Lernziele im Voraus klar kommunizieren.

…rückt die Interessen der Studierenden in den Vordergrund.

…veranschaulicht Abstrakte Ideen durch konkrete Situationen oder Präsentationen.

…setzt auf problembasiertes, fallbezogenes, projektorientiertes und forschendes Lernen.

…vollzieht einen „Shift from Teaching to learning“.*
*die UNESCO hat diese Forderung bereits vor mehr als 10 Jahren formuliert. Gemeint ist eine Abkehr von der Input-Steuerung des Hochschulsystems, stattdessen sollen Lern-Ergebnisse in den Fokus rücken.

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