OpenOLAT-Kurse werden vorerst zurückgesetzt

CAU tritt neuem Rahmenvertrag mit VG Wort „bis auf Weiteres“ nicht bei

Ab dem 01. Januar 2017 dürfen urheberrechtlich geschützte Texte in der Lernplattform OpenOLAT und ähnlichen Plattformen nicht mehr wie bisher aufgrund der Ausnahmeregelung in § 52a des Urheberrechtsgesetzes verwendet werden. Im OpenOLAT der CAU werden am 19. 12. 2016 deshalb erst einmal sämtliche Kurse so zurückgesetzt, dass sie nur noch für die Kurs-Autor_innen selbst sichtbar sind. Diese müssen die elektronisch eingestellten Materialien in ihren Kursen und Gruppen gründlich überprüfen.

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Text: eLK.Medien-Team

NEU: Übergangslösung für 2017 gefunden

Der Hintergrund: Für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke auf Lernplattformen besteht eine Vergütungspflicht, die bisher durch Pauschalzahlungen der Länder an die Verwertungsgesellschft Wort erfüllt wurde. Die VG Wort besteht ab dem 01. Januar 2017 aber auf eine Einzelfallvergütung, die in der Abrechnung sehr aufwendig und nicht praktikabel ist, sodass die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) dem neuen Rahmenvertrag bis auf Weiteres nicht beitreten wird.

Deshalb müssen alle Besitzer_innen von OpenOLAT-Kursen elektronisch eingestellte Materialien im Sinne des Urheberrechts in ihren Kursen und Gruppen überprüfen.  Um die Kurs-Autor_innen vor Urheberrechtsverletzungen, die strafbewehrt sind und zu Schadensersatzansprüchen führen können, zu schützen, hat sich die Universitätsleitung dazu entschlossen, alle Kurse in OpenOLAT zum 19.12.2016 so zurückzusetzen, dass sie nur noch für die Kurs-Autor_innen selbst sichtbar sind.

Die Autor_innen haben so Zeit, ihre Kurse und Gruppen zu überprüfen, um urheberrechtlich geschützte Materialien (Sprachwerke) zu entfernen und den Kurs danach neu und damit für die Studierenden wieder sichtbar zu publizieren. Außerdem müssen aufgrund der Änderung des Urheberrechts die Nutzungsbedingungen der Lernplattform OpenOLAT (Abschnitt 6, Urheberrecht) neu akzeptiert werden. Bitte beachten Sie, dass nicht alle Lernressourcen, z.B. eigene Vorlesungsfolien (mit Abbildungen und Zitaten) oder auch Seminarskripte (mit Abbildungen und Zitaten) von der neuen Regelung betroffen sind!

Eine Übersicht der zulässigen und unzulässigen Dokumente sowie weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier:

 

VG Wort zurück am Verhandlungstisch

Wie die CAU haben sich in Deutschland indes „fast alle Hochschulen entschlossen, den Rahmenvertrag zwischen Kultusministerkonferenz und VG Wort zu boykottieren“, heißt es in einem Bericht vom Sonntag (11. Dezember 2016) auf Spiegel Online. Deshalb sei die Verwertungsgesellschaft inzwischen zurück an den Verhandlungstisch gekehrt, alle Beteiligten suchten jetzt nach einer „Lösung in letzter Minute“.

 

Weiterführende Informationen

 

Digitale Seminarunterlagen adé?

 

 

 

Für individuelle Fragen steht Ihnen der zentrale E-Learning-Service der CAU zur Verfügung: info@elearning.uni-kiel.de

Für juristische Fachfragen wenden Sie sich bitte an die Syndika der CAU, Frau Geißler: dgeissler@praesidium.uni-kiel.de

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