Anwendungsbezogene Forschung mit Sekundärdaten

Neues Modul: Studierende entwickeln eigenes Forschungsprojekt

Das Modul Sekundärdatenforschung bot Studierenden der BWL, VWL und des Wirtschaftsingenieurwesens Gelegenheit, eigenständig ein empirisches Forschungsprojekt zu entwickeln und auf Basis von Sekundärdaten durchzuführen. „Eine gute Vorbereitung auf die Masterarbeit“, lautet das Fazit der Teilnehmerin Katja Gertken. Hier ihr ausführlicher Seminarbericht:

Sekundärdatenbeschaffung

Sobald das Forschungsmodell entwickelt war, haben die Gruppen begonnen, die notwendigen Daten zu beschaffen, um die theoretischen Konstrukte zu messen. Welche Indikatoren sollten z.B. genutzt werden, um die Kompetenz der Gründer, die Umweltorientierung oder den Unternehmenserfolg zu erfassen? Da die Daten auf Sekundärdaten beschränkt waren, stellte sich die Verfügbarkeit der Informationen als eine erste Limitation heraus, die wir durch Rückgriff auf unterschiedliche Datenquellen meisterten. Wir nutzten vor allem die Datenbank zu deutschen Umwelttechnologie-Unternehmen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) sowie weitere Datenquellen wie z.B. Patentdatenbanken, Webseiten der Unternehmen, Geschäftsberichte oder Presseartikel.

Analyse und Interpretation der Ergebnisse

Sobald die Daten erfasst waren, konnte mit der Auswertung begonnen werden. Die Arbeit mit SPSS stellte sich aufgrund der Komplexität des Statistikprogrammes als nicht so leicht heraus. Doch durch „Learning by doing“, Fachliteraturrecherche und Zusammenarbeit in der Gruppe konnten die auftretenden Probleme gelöst werden. Die Ergebnisse wurden zudem in einer schriftlichen Ausarbeitung zusammengefasst und allen Seminarteilnehmern präsentiert.

Fazit

Das Forschungsseminar und die eigenständige Arbeit haben die Erwartungen der Studierenden erfüllt und in einigen Teilen sogar übertroffen. Eigene persönliche Neigungen und Interessen konnten durch die offene Fragestellung berücksichtigt werden und das wissenschaftliche Arbeiten wurde in höchster Form gefördert. Die Zusammenarbeit der Seminarteilnehmer hat hervorragend geklappt und die intensiven Diskussionen uns deutlich weitergebracht bzw. bereichert. Wir Studierenden haben ein eigenes kleines Forschungsvorhaben durchführen können, wozu uns bisher in diesem Umfang nicht die Möglichkeit gegeben war. Gerade im Hinblick auf die anstehende Masterarbeit hat das vielen sehr geholfen, zu verstehen wie Forschung „funktioniert“ und Herausforderungen innerhalb des Prozesses zielorientiert zu lösen.

Dieses Projekt wurde mit dem PerLe-Fonds für Lehrinnovation gefördert.

Kontakt
Prof. Dr. Petra Dickel

Telefon: 0431 880 3236
Telefax: 0431 880 3213

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