Log dich ein!

Neue App für die Lehre in der Medizin

Körperliche Untersuchungen und die Einordnung der erhobenen Befunde sind für Mediziner_innen essentiell, um eine Diagnose stellen und korrekte Therapieentscheidungen treffen zu können. Um diese Kompetenzen nachhaltig zu vermitteln, entwickelt Frau Dr. med. Anke Bergmann vom Institut für Humangenetik gemeinsam mit Studierenden und in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Pädiatrie eine Anwendersoftware (App). Ein Bericht der Projektinitiatorin.

Text: Dr.med. Anke Bergmann
Institut für Humangenetik

Log dich ein – bis dahin sind noch einige Hürden zu meistern. Doch in den letzten Monaten und Wochen ist die Idee gewachsen. Die Idee – in unserem Fall die Konzeptentwicklung einer App für die Lehre in der Medizin. Genauer: zunächst für die Fächer Humangenetik und Kinderheilkunde. Mit dieser „Medical App X“ (MAX) sollen Krankheitsbilder lebendig gemacht werden und Studierende dürfen aktiv mitgestalten.

Tja, und was brauchte es dazu? Den Mediziner und den Informatiker, die erst einmal lernen mussten, in der gleichen Sprache zu sprechen. Denn was weiß ein Mediziner schon über Datenbanken, Templates, LDAP-Server und Co? Und der Informatiker über Symptome, Differenzialdiagnosen und die körperliche Untersuchung?

Symptome erkennen, einordnen und verknüpfen

Und dann tauchten noch viele andere Fragen auf … Wo speichern wir die Daten? Wie ist das mit dem Datenschutz? Wie müssen wir die Datenbank vernetzen? Welche Technologie gibt uns die Möglichkeit, eine Webseite mit den Funktionen von nativen Apps zu schreiben?

Die App soll Medizinstudierenden helfen, Symptome zu erkennen, einzuordnen und mit möglichen weiteren Symptomen und Diagnosen zu verknüpfen. Hierfür möchten wir Fotos von Symptomen realer Patienten nutzen. Doch cave – hierbei ist so einiges zu beachten! So verfassten wir zunächst einen Aufklärungsbogen für die Patient_innen, in dem das Projekt erklärt wird und die Zustimmung zur Datennutzung erteilt werden kann. Juristen und Datenschutzbeauftragte haben uns diesbezüglich unterstützt.

Von Technologie- und Server-Fragen

Parallel arbeiteten wir an der Datenbank. Denn die ist das Kerngerüst und sollte gut durchdacht sein. Wir überlegten welche Items wir benötigen und wie diese verknüpft sein sollen. Einige Technologien werden getestet. Die für uns am besten erscheinende ist das von Google entwickelte JavaScript-Webframework AngularJs 2. Dieses verfügt über Funktionen, wie die Offlinenutzung, den Zugriff auf die Handykamera, das Design einer nativen Android App und vieles mehr.

Im Blockpraktikum in der Kinderheilkunde wurden dann erste Fotos generiert und die Studierenden involviert. Doch apropos Datenbank… wo können wir denn eigentlich alles speichern? Und wie wird der Zugriff geregelt?

Bald geht es los

In einigen Tagen wird der ersehnte Server für uns zur Verfügung stehen und auch eine Domain (www.max.uni-kiel.de), somit sind dann die Voraussetzungen geschaffen, dass die App zu leben beginnt und wir können zeigen, dass wir erfolgreich ein Konzept entwickelt haben.

Wir blicken gespannt in die Zukunft und freuen uns auf den Moment, wenn sich die ersten Medizinstudierenden einloggen und sich ihre Gehirnzellen vernetzen! Dürfen wir  einen Einblick in MAX geben?

 

 

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