Auftakttreffen „Reallabor in Kiel“

Vernetzung von Forschung und Praxis im Rahmen eines PerLe-Seminars

„Wie können wir demokratische Prozesse in Kiel gestalten, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen?“ – Die Leitfrage, um die das vom Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) initiierte Reallabor in diesem Semester kreist, ist keineswegs trivial. Umso spannender gestalteten sich die Diskussionen beim Auftakttreffen im Gaardener Mehrgenerationenhaus. CAU-Studentin Dominique Just berichtet.

Text: Dominique Just (PerLe/Studentin der CAU)

Am Freitag, den 28. April nahm ich als Studierende der CAU am Auftakttreffen zum „Reallabor in Kiel“ teil, das im Mehrgenerationenhaus auf dem Vinetaplatz in Gaarden stattfand. Angehörige der  Kieler Hochschulen, Studierende, Vertreter_innen der Stadt und Engagierte aus Organisationen, Verbänden und Unternehmen kamen zusammen, um gemeinsam an einer Frage zu arbeiten:

„Wie können wir demokratische Prozesse in Kiel gestalten, um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen?“

Im Rahmen des von PerLe begleiteten Seminars „Das Reallabor“ haben sich Studierende und Lehrende  zum Ziel gesetzt, Engagierte aus Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft miteinander zu vernetzen – und das vor allem auch außerhalb der Universität. Mit Erfolg: Die Gäste des Auftakttreffens kamen aus ganz unterschiedlichen Kontexten – neben Studierenden und Uni-Angehörigen nahmen Personen aus Institutionen, aber auch Neugierige aus der Zivilgesellschaft teil. Das Mehrgenerationenhaus in Gaarden erwies sich als idealer Ort für das Vernetzungstreffen, schließlich hat es die Funktion, verschiedensten Menschen und Generationen einen offenen Gestaltungsraum bereitzustellen.

 

 

Die Seminarleiterinnen Frauke Godat und Jana Nau von PerLe stellten zu Beginn den Ablauf des Treffens sowie das Konzept des Reallabors vor. Danach waren die Teilnehmenden aufgefordert, sich in einem World Café in immer wieder neuen Konstellationen über drei Fragen auszutauschen,  sodass spannende Diskussionen und Erkenntnisse dabei entstanden sind.

Die Leitfragen:

1) Was bedeutet für Sie „gutes Leben“ in Kiel? Wo und wie wird dieses sichtbar?

2) Was macht für Sie soziale und gesellschaftliche Mitgestaltung aus?

3) Wo und wie gestalten Sie „gutes Leben“ in Kiel mit? Welche Bedarfe und Herausforderungen sehen Sie?

Die zentralen Diskussionsergebnisse hielten wir stichpunktartig fest:

  • Kiel hat eine gute Größe für Vernetzung und Begegnung.
  • In Kiel ist es möglich, Neues auszuprobieren.
  • Es braucht städtische Räume, die einen niedrigschwelligen Zugang für alle bieten und Menschen unterschiedlicher Hintergründe ansprechen.
  • Für aktive Teilhabe bedarf es Methoden, welche die Vernetzung ähnlicher Interessen und Mitgestaltungsideen ermöglichen.
  • Die Bedarfe unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen sollten analysiert werden.
  • Eine Herausforderung ist die Verstetigung und Kontinuität von guten Ideen und freiwilligem Engagement in Kiel.
  • Gemeinsame Devise: „Go for it!“: Das gute Leben in der Stadt setzt voraus, dass Dinge auch einfach einmal umgesetzt/ ausprobiert werden.

 

 

Zum Abschluss des Treffens gaben Die Gastgeberinnen die nächsten Reallabor-Termine bekannt und wiesen auf den Blog https://reallaborkiel.wordpress.com hin, der die Veranstaltung digital und kollaborativ begleitet. Neuigkeiten, Veranstaltungen und Mitgestaltungsmöglichkeiten werden dort veröffentlicht. Nach dem Ausblick konnten die Teilnehmenden ihr Feedback zu der Veranstaltung abgeben, welches durchweg positiv ausfiel. Viele konnten an dem Tag Neues lernen, spannende Impulse für ihre Arbeit mitnehmen, und sich mit interessanten Personen vernetzen.

Beim nächsten Seminartermin am 20. und 21. Mai lernen die Seminarteilnehmenden mehr über das Konzept der Intervention und entwerfen erste Ideen, die sie am 17. Juni auf dem MUDDI Markt auf der Kieler Woche erproben wollen. Gemeinsames Ziel: Die Öffentlichkeit in die aktive Mitgestaltung des öffentlichen Raums mit einzubeziehen.

Neugierig geworden? Interessierte sind auch im laufenden Semester noch herzlich im Reallabor-Seminar willkommen! Wer zu der Kieler-Woche-Veranstaltung beitragen möchte, kann sich gern einbringen.

Das Besondere am Reallabor ist: mitdenken, mitforschen, mitgestalten erwünscht!

Deswegen hier ungefiltert die Dokumentation der Tischdecken von unserer Auftaktveranstatlung am 28. April 2017: 

Tischdecke 1 (pdf) 
Tischdecke 2 (pdf)
Tischdecke 3 (pdf)
Tischdecke 4 (pdf)
Tischdecke 5 (pdf)

Zur Verarbeitung der auf den fünf Papiertischdecken zusammengetragenen Information(s.o.) empfehlen wir diese Methode.

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