Spielerischer Austausch für Tutor_innen

BEAT – BE A TUTOR: Vernetzungstreffen & Zertifikatsverleihung 2019

Im Zusammenhang mit „serious gaming“ oder „game-based Learning“ geht es häufig um digitale Spiele, die auf ein Lernerlebnis mit Unterhaltungswert setzen. Doch „serious gaming“ beschränkt sich nicht auf Computerspiele: Ein durch und durch analoger Ansatz ist die LEGO® SERIOUS PLAY® (LPS) Methode. Wie das Modellieren mit Legosteinen Teilnehmende aktiviert und ernsthafte Diskussionen ins Rollen bringt, hat sich just auf dem Vernetzungstreffen für Tutor_innen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gezeigt.

Text & Bilder: Britta Petersen (PerLe)

Ein wichtiger Baustein des Qualifizierungsprogramms BEAT – BE A TUTOR von PerLe (Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen) sind Vernetzungsformate, die den in der Lehre engagierten Studierenden der CAU Raum, Zeit und einen angemessenen Rahmen bieten, um sich auszutauschen. Dabei kann es ebenso um Erfahrungen und Erfolge in der Tutorienarbeit gehen wie auch um Sorgen der Teilnehmenden oder um neue Ideen zur tutoriellen Lehre.  Zweimal im Jahr veranstaltet Das BEAT-Team von PerLe (Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen) ein Treffen für Tutor_innen, bei dem die Vernetzung der Teilnehmenden im Fokus steht.  Außerdem erhalten die Absolvent_innen des BEAT-Qualifizierungsprogramms dort ihre Zertifikate.

 

 

Beim ersten Vernetzungstreffen 2019 wurde also ernsthaft gespielt und dabei fast wie nebenbei  ausgiebig über relevante Fragen diskutiert: „Wie sieht ein diversitätssensibles Tutorium aus?“, „Wie stellen Sie sich gute digitale Lehre (im Tutorium) vor?“  und „Wie sieht ein richtig misslungenes Tutorium aus?“.

„Wir haben zwischen den diversen Gruppen von Studierenden Brücken gebaut“, erklärt ein Teilnehmer das vor ihm aufgebaute Konstrukt aus bunten Plastikbauteilen, das er gemeinsam mit zwei weiteren Teilnehmenden zum Thema diversitätssensible Tutorien entworfen hat. „Der/die Tutor_in steht hier in der Mitte und fungiert als ein Mittler zwischen den verschiedenen Gruppen von Studierenden“, erläutert er. „Dann haben wir noch diese Wand hier hinzugefügt“, ergänzt eine Kommilitonin, „denn ein diversitätssensibles Tutorium sollte auch eine Art geschützter Raum sein. Optimalerweise gibt es sogar Bereiche, in denen beispielsweise eine Kinder- oder vielleicht sogar eine Haustierbetreuung stattfinden kann“.

 

 

Dass ein sensibler Umgang mit Diversität an der CAU als ein wichtiges Element der Lehre sichtbar gemacht wird, empfinden die Teilnehmenden als gut und richtig. Potentiale für Verbesserungen sind natürlich vorhanden, dies gelte auch für die gute digitale Lehre. „Eigentlich sollte es kein Problem sein, wenn ich bestimmte Veranstaltungen zuhause auf meinem Sofa online verfolge“, erklärt ein anderer Teilnehmer des Vernetzungstreffens, während er sein LEGO-Modell zum Thema digitale Lehr-/Lernformaten präsentiert, „leider ist das zumindest in meinem Fachbereich fast nie möglich, weil digitale Angebote noch gar nicht existieren“.

Die Zeit vergeht wie im Fluge und die angeregte Diskussion muss aus Zeitgründen abgebrochen werden, schließlich sollen die Zertifikate noch überreicht werden.  Zum Abschluss des Treffens sammelt Britta Petersen (PerLe) Ideen und Anregungen der Teilnehmenden zu Themen ein, die zukünftig im Rahmen des BEAT-Programms behandelt werden könnten.  Darunter beispielsweise der Vorschlag, eine Veranstaltung zu organisieren, in der digitale Lehrmethoden nicht nur vorgestellt, sondern im Sinne einer Werkstatt selbst entwickelt und ausprobiert werden können. Auch der Wunsch nach Methoden, der Prokrastination zu begegnen, wurde laut. Insgesamt ziehen die Beteiligten am Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz – sowohl zum Vernetzungstreffen als auch zum BEAT-Qualifizierungsprogramm allgemein.

 

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