Ein Format zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustausch

Die CampusAKTIV-Bar an der CAU

In Kiel gibt es viele studentische Projekte, Initiativen und Hochschulgruppen, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen auseinandersetzen. Um den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung untereinander zu stärken, hat die Kieler Studentin Dominique Just zusammen mit dem Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) im Sommersemester 2016 das Format CampusAKTIV-Bar konzipiert und getestet.

 Ein Erfahrungsbericht von Dominique Just

Neu an der Uni und Lust auf Engagement für eine gute Sache? Erste Anknüpfungspunkte zu finden, ist oft gar nicht so leicht. Die CampusAKTIV-Plattform bietet dafür eine Lösung: Online können sich Studierende und andere Interessierte über die verschiedenen Initiativen, Projekte und Maßnahmen rund um gesellschaftliches Engagement und Nachhaltigkeit informieren. Als Übersicht finde ich CampusAKTIV schon einmal sehr hilfreich. Was mir aber bisher auf dem Campus fehlte, war eine einfache Möglichkeit der persönlichen Vernetzung mit anderen studentischen Initiativen oder Projektgruppen. Denn der Schritt vom Wissen über eine interessante Initiative hin zur direkten Kontaktaufnahme mit den Leuten dahinter ist erfahrungsgemäß groß. Daher habe ich im Sommersemester 2016 mit Unterstützung von PerLe die CampusAKTIV-Bar ins Leben gerufen – ein monatliches Vernetzungstreffen für Engagierte und Interessierte als Ergänzung zum Online-Portal.

campusaktiv

Los ging es Mitte April mit der ersten CampusAKTIV-Bar. Im Sommersemester fand in der Folge jeden Monat ein Treffen statt. Im Laufe des Semesters wurden die CampusAKTIV-Bar gut und immer besser angenommen, insgesamt waren 13 verschiedene studentische Gruppen an den Treffen beteiligt. Insbesondere zu den methodisch angeleiteten Austauschphasen gab es sehr positive Rückmeldungen. Als Ort der Vernetzung konnten wir für die Treffen passenderweise den Impuls Coworking Space* nutzen, in dem sich viele studentische Gruppen regelmäßig trafen. Die lockere, vertraute Atmosphäre vor Ort erleichterte den Austausch sehr.

Zunächst musste die CampusAKTIV-Bar unter den Studierenden bekannter werden, im Schnitt waren dann ab dem zweiten Treffen aber zwischen drei und sechs verschiedene Initiativen vertreten. Diese kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Von studentischen Medienprojekten, internationalen Austausch-Formaten über Umweltprojekte bis hin zu Initiativen, die mit Geflüchteten arbeiten.

Neben einem lockeren Kennenlernen bei Snacks und Getränken stand die gegenseitige Beratung zu verschiedenen meist sehr konkreten Fragestellungen im Vordergrund, dabei ging es beispielsweise ums Fundraising, um Mitgliederwerbung oder um Öffentlichkeitsarbeit. Methodische Ansätze wie das Format Pro Action Café ermöglichten ergebnisorientierte Gespräche zu den Fragen. Erfahrungen und Tipps wurden ausgetauscht sowie neue Ideen, Anregungen und auch neue Kontakte mitgenommen. Von den Beteiligten gab es dazu sehr positives Feedback. Ein Teilnehmer sagte beispielsweise: „Ich war überrascht, dass ich so viele neue Erkenntnisse gewonnen habe und uns die verschiedenen Vorschläge aus ganz unterschiedlichen Perspektiven so viel gebracht haben.“ Eine andere Teilnehmende gab zu Protokoll: „Toll, dass ich mal sehen konnte, was andere Gruppen auf dem Campus machen und vor allem, wer dahinter steckt.“

Die CampusAKTIV-Bar hat meine eigenen Erwartungen durchaus erfüllt. Sie hat zur Erweiterung persönlicher Netzwerke und zur Anregung neuer Ideen beigetragen. Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, mit einem Angebot wie der CampusAKTIV-Bar eine kontinuierliche Vernetzung- und Unterstützungsmöglichkeit studentischen Engagements auf dem Campus zu auf die Beine zu stellen. Sinnvoll fände ich, wenn ein regelmäßiges Vernetzungstreffen für alle Aktiven und Interessierten ein- bis zweimal im Semester stattfinden könnte.

* Der bisherige Raum in dem der Impuls Coworking Space etabliert wurde, geht in diesem Jahr leider wieder in eine andere Verwendung über. Aber die gute Nutzung von Impuls Coworking, legt nahe, dass es für die Zukunft hilfreich für den Austausch und sicherlich wertvoll für die CAU wäre, einen ähnlichen Ort für studentische Vernetzung dauerhaft auf dem Campus zu schaffen.

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