„Das Programm wird mir auf lange Sicht wahnsinnig viel bringen“

BEAT– BE A TUTOR: Doppelinterview zweier Teilnehmerinnen

Foto: Lisei Ziesmer

Alina Dylka (Musikwissenschaft, Polnisch) interviewt eine BEAT-Kommilitonin, die Latein und Wirtschaft/Politik studiert (an dieser Stelle aber nicht namentlich genannt werden möchte) zum BEAT-Zertifikatsprogramm für Tutorinnen und Tutoren der CAU.

 

Wie viel Zeit hast Du Dir genommen, um das BEAT-Zertifikatsprogramm zu machen?

Ich habe alle Workshops in einem Semester besucht. Es ging mit dem Basisworkshop in den Semesterferien los. Im Laufe des Semesters habe ich dann die Aufbauworkshops „Methodenpool“, „Studierende begleiten“ und „Gruppenarbeit“ sowie die Kollegiale Beratung besucht.

 

Und wie ließ sich der zeitliche Mehraufwand mit deinem Studium vereinbaren?

Das war machbar. Der Basisworkshop nahm mit 7 Zeitstunden zwar etwas mehr Zeit in Anspruch, aber die anderen Workshops dauern nur halb so lang. Außerdem lagen sie für mich immer günstig am späten Nachmittag.

 

Welche Erfahrungen aus den Veranstaltungen kannst du – vielleicht sogar über die Tutorienarbeit hinaus – für Dich nutzen?

Sehr viele. Für mich war in jeder Veranstaltung etwas dabei, was ich mitnehmen konnte. Am meisten beeindruckt und für das Leben bereichert hat mich die Kollegiale Beratung. Das Format kannte ich nicht, es war für mich eine neue und total interessante Erfahrung. Ich studiere auf Lehramt und kann mir sehr gut vorstellen, später an der Schule davon Gebrauch zu machen, wenn es dort solche Angebote gibt. Ansonsten möchte ich dieses Format dort initiieren.


Rollenwechsel: Jetzt befragt die Latein- und Wirtschaft/Politik-Studentin ihre BEAT-Kommilitonin Alina Dylka (Musikwissenschaft, Polnisch) zum selben Thema:

 

Was war für Dich die nachhaltigste Erfahrung, die du aus den BEAT-Veranstaltungen mitnimmst?

Alina: Am wichtigsten in solchen Workshops ist mir, dass man in einen Austausch mit anderen Leuten kommt. Zum einen inhaltlich: Was sind die Probleme der anderen Tutoren und Tutorinnen? Wie gestalten sie ihre Tutorien? Zum anderen aber auch, um überhaupt mitzukriegen, was hier an der Uni so passiert und was andere Leute machen. In anderen Veranstaltungen kommt das oft zu kurz. Man kommt in den Kurs, geht wieder nach Hause und weiß gar nicht, was die anderen für spannende Dinge tun. Das ist für mich auch ein Grund, warum ich am BEAT-Programm teilnehme.

 

Und wie bist du auf BEAT aufmerksam geworden?

Ich habe die Flyer gesehen und fand das Programm spannend. Allerdings habe ich selbst kein Tutorium geleitet und war mir nicht sicher, ob ich teilnehmen soll oder es überhaupt darf. Jetzt weiß ich, dass alle Interessierten an Tutorienarbeit willkommen sind.

Letztes Wintersemester habe ich durch meine Teilnahme als Tutorin an „Ask a student“ angefangen. Das ist auch ein Angebot vom Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe), bei dem Schülerinnen und Schüler für einen Tag in die Uni kommen und ausprobieren können, wie sich das Studium in einem bestimmten Fach – in meinem Fall Musikwissenschaft – gestaltet. Wir Tutoren begleiten die Studieninteressierten einen Tag lang, zeigen ihnen beispielsweise den Campus und eine Lehrveranstaltung. Dafür haben wir am Anfang an einer Beat-Schulung teilgenommen, die wir uns als Basisworkshop für das Zertifikat anrechnen lassen konnten. Ich dachte: Dann kann ich den Rest doch direkt hinterher machen! Im nächsten Semester werde ich wahrscheinlich fertig.

 

Hattest du schon Gelegenheit die Kenntnisse aus den Beat-Veranstaltungen anzuwenden?

In meinem Tutorium bei „Ask a Student“ selbst ist das etwas schwierig, weil wir es ja immer nur an einem Tag im Semester durchführen. Ich denke aber, dass mir das Programm auf lange Sicht wahnsinnig viel bringen wird. Die Kollegiale Beratung war z.B. auch als Methode sehr spannend – und die Tatsache, dass man immer wieder mit Leuten ins Gespräch kommt und sich austauschen kann. Ich glaube schon, dass es in meinem Leben noch Aha-Erlebnisse geben wird, bei denen ich auf die Workshops zurückgreifen kann. Ich denke, dass sich alles gut zusammenfügen wird.

 

Vielen Dank für die Gespräche!

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