Das unsichtbare Band

„Snow&Eyes“ – Skischule für Menschen mit Sehschädigung

„Inklusion kann funktionieren“, resümiert Frederik Hof. Der Kieler Sportstudent hat als Ski-Guide an dem Projekt „Snow&Eyes“ – einer Skisport-Exkursion für Menschen mit Sehschädigung – teilgenommen. Mehr über die Kooperation von CAU-Sportwissenschaftlern und der Kieler Skischule lesen sie in Hofs Erfahrungsbericht.

Vertrauen und Verbundenheit

„Skifahren für Blinde? Wie soll das denn gehen?“ So oder so ähnlich lauteten die Fragen, die sich auf den verdutzten Gesichtern derjenigen abzeichneten, die im Nachhinein von Snow&Eyes hörten. Aber auch wir, die Ski-Guides, haben in gewisser Weise Neuland betreten, als uns im Seminarraum der Colour-Line-Fähre Ausbilderin Dr. Ann-Kristin „Anna“ Ehling bergrüßte. Die promovierte Sportwissenschaftlerin ist zuständig für die Ausbildung und die Einführung in den Skibetrieb mit blinden Sportlern. Während sich Arne bereits um die Funktionsfähigkeit der Headsets kümmert, gibt Anna Tipps für den Umgang mit Sehgeschädigten. Neben Sicherheitshinweisen, Fahrtechniken auf Ziehwegen, geeigneten Lehrmethoden und vielen weiteren Dingen, liegt Anna vor allem eines am Herzen: „das unsichtbare Band“.

Gemeint ist eines der wenigen Dinge, die zurückkommen, wenn man es weitergibt: Vertrauen. Das unsichtbare Band ist Symbol für die Verbundenheit zweier Skifahrer, die zumindest nicht materiell miteinander verbunden sind. Es gehe also auch darum, eine gewisse Sensibilität und Akzeptanz für die Teilnehmer zu entwickeln, erklärt Anna.

Die Ski-Guides während ihrer Ausbildung mit Dr. Ann-Kristin Ehling.

Die Ski-Guides während ihrer Ausbildung mit Dr. Ann-Kristin Ehling.

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