Das unsichtbare Band

„Snow&Eyes“ – Skischule für Menschen mit Sehschädigung

„Inklusion kann funktionieren“, resümiert Frederik Hof. Der Kieler Sportstudent hat als Ski-Guide an dem Projekt „Snow&Eyes“ – einer Skisport-Exkursion für Menschen mit Sehschädigung – teilgenommen. Mehr über die Kooperation von CAU-Sportwissenschaftlern und der Kieler Skischule lesen sie in Hofs Erfahrungsbericht.

„Hjertelig velkommen“, liebe Teilnehmer, liebe Begleiter.

Ostersonntag war es dann soweit. Nachdem wir, die Ski-Guides, bereits Gründonnerstag das Schiff gen Oslo genommen haben und drei intensive Ausbildungstage mit Anna verbringen durften, war für Sonntagabend ein Kennenlern-Dinner geplant. Kurzerhand wurde inmitten der Allee bestehend aus sechs-Personen-Hütten ein Grill gestellt. Die Spannung war groß. Denn nun wurden Pärchen, bestehend aus Ski-Guide und Teilnehmer gebildet, die die nächsten Tage eine Einheit im Schnee bilden sollten. Als auch dieses Geheimnis gelüftet war, unterhielten sich das gesamte Team und Teilnehmer ausgiebig und alle freuten sich merklich auf den ersten gemeinsamen Tag im Skigebiet. Mit Abendsonne im Rücken, Würstchen im Bauch, Kommandos im Kopf und Vorfreude im Herzen ging Ostersonntag… zu Ostermontag über. God påske! Frohe Ostern!

Die 14 Teilnehmer kamen nicht nur aus den unterschiedlichsten Gebieten Deutschlands, sie unterschieden sich auch deutlich in Bezug auf ihr Alter und ihr Fahrkönnen. Der erste Tag stand deshalb unter dem Motto: gegenseitiges Kennenlernen. Auf der Mittagshütte, nachdem die ersten zwei Stunden erfolgreich absolviert waren, einige Pärchen sogar schon die eine oder andere Abfahrt hinter sich gebracht hatten, brachen rege Gespräche an den Tischen aus.

Andreas Märzhäuser (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) gibt gezielt Anweisung für die jeweiligen Teams.

Andreas Märzhäuser (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel) gibt gezielt Anweisung für die jeweiligen Teams.

Anna Ehling, Gerd Wrobel und Günther Riesinger behielten den Überblick und standen jedem einzelnen Guide sowie Sehgeschädigtem oder Blinden mit Rat zur Seite. Auch Andreas Märzhäuser, wissenschaftlicher Betreuer des Projekts von Seiten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, half bei Fragen gerne aus. „Die Möglichkeit, vier Ansprechpartner zu haben, die ihrerseits dafür Sorge tragen, dass ein reibungsloser Ablauf vonstatten geht, hilft ungemein.“ war das übereinstimmende Credo der Ski-Guides .

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