„Democrazy“ Block II – Volle Kraft voraus!

„Democrazy“-Seminar in Leck – mit Audios, Umfragen & Bildergalerien

Raus aus dem Hörsaal, rein in die Polit-Debatte: Das Seminar „Democrazy“ widmet sich den Verrücktheiten der modernen Demokratie mit intensiven Diskussionen und methodischer Vielfalt – Klassenfahrtstimmung inklusive. Beiträge der Studierenden Anika Künnemann, Jördis Logan und Jan Voß dokumentieren die Seminarsitzungen in Leck.

Das Semester hat zwar gerade erst begonnen, aber wir sind durch unseren Vorsprung schon voll eingearbeitet und heiß auf eine weitere Runde hitziger Diskussionen rund um die Demokratie. Die Referate sind ausgearbeitet, die Kennenlernphase überwunden und so bleibt nur noch die Vorfreude übrig, als wir die Reise ins Land der Lernlustigen antreten.

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Was es mit diesem Foto auf sich hat, erfahren Sie im Blog-Beitrag Wissenschaft mit Blitzlicht und Kreppband.

Übrigens: Via Bildergalerie (ganz unten auf dieser Seite) können Sie die Leck-Exkursion auch visuell miterleben!

Die Ruhe vorm Sturm

Ein Kribbeln im Bauch leitete am 06.11.2013 die zweite Blockeinheit unseres „Democrazy“-Seminars in Leck ein. Rendsburg hat uns schon gelehrt, wie praktisch man, abgeschnitten von den Grenzen des Universitätsalltags, mit vielfältigen Methoden und Diskussionsräumen Politik vermitteln und in sie eindringen kann. Viel Arbeit, aber auch intensive Erkenntnisse und außerdem der unerwartete Gruppenzusammenhalt sind uns präsent geblieben und bestimmen unsere Erwartungen an die Lehrphase in der „Nordsee Akademie“.

Mit der Ankunft im Tagungshaus kommt die vertraute Atmosphäre unter den KomilitonInnen wieder auf: Alltagssorgen, Haushalt oder die Einschränkung unseres Medienkonsums, das sind Gedanken, die rausgerissen aus dem allwöchentlichen Rhythmus auch aus den Köpfen zu verschwinden scheinen.

Der tobende Einstieg in tiefe Themen

Die in Rendsburg geschaffene Grundlage macht den Einstieg in die „Kritik an der Demokratie“ leicht. Die Referate gestalteten sich allerdings nicht nur thematisch, sondern auch strukturell anders als im vorherigen Block. Es wird spürbar, dass Demokratiekritik die Studenten und Studentinnen polarisiert und wie Jördis Logan in Ihrem Beitrag zu den Methoden es so treffend formuliert: Wenn PolitikwissenschaftlerInnen Hunger haben sind sie heiß! Und schnell! Der Konsens über unsere Demokratie hört spätestens auf, wenn es um den Spagat zwischen Freiheit und Sicherheit, die Durchlässigkeit von Führungseliten oder auch nur das „Gendern“ geht. Da werden die unterschiedlichen Positionen aufopfernd verteidigt und es wird alles daran gesetzt, dass der Gegenüber seine weiße Fahne zückt. Fakten, Fakten, Fakten, also eine Rückbesinnung auf den Input in den Referaten ist dann das einzige was hilft, denn nur so lässt sich nach einem Thema ein handfestes Fazit ziehen, das hängen bleibt.

Was bleibt von der Informationsflut übrig?

Was hängen bleibt und was die Studierenden aus dem Seminar mitnehmen, das fragt sich auch Dr. Wilhelm Knelangen, der dieses Projekt nun schon im zweiten Jahr leitet. Über die Perspektiven und Erfolge, die er für die TeilnehmerInnen dieses Seminars sieht, aber auch seine eigene Kritik daran und Tipps für Lehrende verrät der Dozent Jan Voß im Interview.

Diese Blog-Beiträge sollen nicht nur Einblicke in alternative Lehrmethoden geben. Wir hoffen, dass sie Lehrende methodisch inspirieren, damit StudentInnen und DozentInnen auch im Universitätsalltag mehr Begeisterung für ihr Fach aufbringen können. Damit in einer 90-minütigen Seminarssitzung nicht nach 15 Minuten abgeschaltet wird und damit interessante Diskussionen auch in einer normalen Lehrwoche mal den Mittags- oder Mensatisch beleben. Das Projekt „Democrazy“ zeigt, das ein solcher Erfolg oft weniger an den Lehrenden oder den Inhalten der Seminare als an den Methoden und den Rahmenbedingungen liegt.

Haben Sie wieder Lust auf’s Lehren bekommen?! Bei uns gibt’s noch einige Ideen dazu zu lernen!

Ein Beitrag von Anika Künnemann

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