Digital vernetzt zum „Wortschatz im Deutschbuch“

Lehr-Lern-Experiment bringt Studierende zweier Seminare zusammen

Zwei parallel konzipierte Lehrveranstaltungen in der germanistischen Sprachdidaktik treten miteinander in Dialog: Das war die Kernidee eines Lehr-Lern-Experiments, das zwei Lehrende der CAU im digitalen Sommersemester 2020 gemeinsam realisierten. Zusammen mit ihren Studierenden loteten sie dabei den Forschungsstand zum Thema „Wortschatz im Deutschbuch“ aus.

Projektteam: Dr. Alexander Horn, Germanistisches Seminar
Dr. Tobias Heinz, Qualitätsoffensive Lehrerbildung – Projekt LeaP@CAU

Im digital durchgeführten Studientag „Wortschatz im Deutschbuch“ wurden zum Semesterende zwei sprachdidaktische M.Ed.-Kurse zusammengeführt, die sich zuvor dem Thema des kritisch-reflektierten Umgangs mit Bildungsmedien aus unterschiedlichen Perspektiven und mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen angenähert hatten. Die Themen Wortschatzvermittlung und Schulbuchforschung sind dabei für Lehramtsstudierende von besonderer Relevanz. Voraussetzung war, dass die beiden kooperierenden, aber dennoch unabhängig voneinander durchgeführten Lehrveranstaltungen so konzipiert und aufeinander abgestimmt waren, dass die Forschungsperspektiven und -ergebnisse aufeinander bezogen werden konnten.

Durch die Verzahnung der Seminarinhalte wurde es den Studierenden ermöglicht, miteinander in einen intensiven wissenschaftlichen Austausch über fachwissenschaftliche sowie fachdidaktische Fragestellungen zu treten. Individuelle Herangehensweisen konnten durch den Dialog und den hierdurch ermöglichten Einblick in andere Forschungsergebnisse hinterfragt und reflektiert werden. Unterstützt und vertieft wurde dieser Austausch durch den Einbezug zweier Impulsbeiträge, in denen externe Expert*innen der Universitäten Bonn und Duisburg-Essen ebenfalls aus unterschiedlichen Perspektiven Einblicke in aktuelle Forschungsvorhaben und Projekte gaben. Diese Form der Lehre bedeutet nicht nur für die Studierenden ein Mehr an Transparenz, sondern auch für die Dozenten eine kommunikative Öffnung des Seminars. Zusätzliche Denkanstöße kamen von weiteren Mitarbeiter*innen des Germanistischen Seminars, die ebenfalls teilnahmen.

Die Themenauswahl und -gestaltung für die studentischen Präsentationen der eigenen Themen im Verlauf des Studientags oblag den Teilnehmenden selbst, indem diese die Vortragsthemen auf Basis der Seminare selbst entwickelten und erarbeiteten. Ebenso wurden die Präsentationen unter Berücksichtigung der Studierenden des kooperierenden Seminars adressaten- und problemorientiert aufbereitet. Durch diesen Einbezug der Studierenden sowohl in die Planung als auch die Durchführung des Studientags wurde die Auseinandersetzung mit und die Reflexionen des eigenen Forschungsansatzes intensiviert. Somit trug die Vernetzung zweier Seminare unter einem gemeinsamen Oberthema zu einer reflektierten und kritischeren Auseinandersetzung mit diesem Forschungsthema bei.

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