Drei Sprachwissenschaftler – eine Minute

Wie Kieler Germanisten_innen „Linguistik in 60 Sekunden“ vermitteln

Praktische Hilfe für Linguistik-Neulinge: Anja Bowitzky, Patrick Beuge und Alexander Lasch vom Germanistischen Seminar haben knackige Antworten auf die häufigsten Erstsemester-Fragen parat – und präsentieren sie via Screencast. Ein Kurzinterview mit den drei Projektinitiator_innen von „Linguistik in 60 Sekunden“.

Was bezwecken Sie mit den viedeogestützten FAQ „Linguistik in 60 Sekunden“?
Wir versuchen, immer wieder gestellte Fragen, die das gesamte Bachelor-Studium der Sprachwissenschaft durchziehen, schnell und auf den Punkt gebracht zu beantworten. Die gestellten Fragen sind zum Teil sehr spezifisch und haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen.

Wir sind bestrebt, diese Fragen kurz und knapp zu beantworten, ohne dabei alle Dimensionen einer Frage mit einem Verweis auf die aktuelle Forschungsliteratur ausleuchten zu können oder zu wollen. Die Antworten sollen praktische Hilfestellung bieten, die einzelnen Folgen des Screencasts der eigenständigen Wiederholung und Festigung von Wissen dienen.

Im Moment sammeln wir erst einmal verschiedene Beiträge und Antworten auf verschiedene Fragen, die zu einem späteren Zeitpunkt systematisiert werden.

Das Format der 60 Sekunden resultiert auch aus Beobachtungen und Auswertungen des Nutzungsverhaltens anderer Screencasts. Aus der Auswertung der Nutzungsstatistiken wissen wir, dass man mit einer mittleren Verweildauer von bis zu zehn Minuten rechnen kann — alles, was bis dahin noch nicht gesagt wurde, geht möglicherweise verloren. Wir versuchen mit dem Angebot, auch diesen Aspekt zu berücksichtigen.

Wem nützt dieses Angebot?
Adressaten sind Studierende des Bachelor-Studiums im Bereich der Sprachwissenschaft. Wir binden den Screencast gezielt in die Lehrveranstaltungen an der CAU zu Kiel ein, aber es sind viele andere Anwendungsbereiche denkbar und wünschenswert.

Wo geht die Reise hin?
Angedacht ist, längerfristig ein eigenes Blog aufzurichten, das auch systematisch organisierte Einheiten von Antworten vorstellt. Denkbar sind dann Einheiten wie „Was ist Bedeutung“ oder „Praktische Einführung in die Diskursanalyse“, die begleitend für bestimmte Lehrveranstaltungen hinzugezogen werden können. Im Moment produzieren und sammeln wir erst einmal Einzelbeiträge.

Warum OER (Open Educational Resource)? 
Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung und Lehre sollen frei verfügbar und transparent sein.

Warum Youtube?
Im Gegensatz zu geschlossenen Systemen (wie OLAT an der CAU, mit dem wir sonst arbeiten) bieten Plattformen wie Youtube die Möglichkeit, prinzipiell von jedem erreichbar zu sein, der über die technischen Möglichkeiten eines Internetzugangs und eines internetfähigen Arbeitsgeräts verfügt. Auch diese Entscheidung resultiert direkt aus dem Gedanken, einen Screencast als Open Educational Resource (OER) anzubieten.

Das Projekt  „Linguistik in 60 Sekunden“ wird vom PerLe Fonds für Lehrinnovation gefördert. Hier gelangen Sie zur Kurzübersicht.

60 sekunden now


Und hier geht´s zur „Linguistik in 60 Sekunden“:

die kurzen FAQ-Videos der Kieler Germanisten sind unter anderem bei Youtube abrufbar

Alexander Lasch hat dieses Interview auch bei Google+ und auf seinem Blog „Sprachpunkt“ veröffentlicht:

https://plus.google.com/101399074323051772384/about
http://alexanderlasch.wordpress.com/2013/12/02/linguistik-in-60-sekunden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.