„Ein Studium, das der Zukunft gerecht wird“

Private CODE Universität in Berlin öffnete am 1. Oktober

Mit dem verheißungsvollen Slogan „Ein Studium, das der Zukunft gerecht wird“ wirbt die private CODE Universität in Berlin. Bereits bevor der Startschuss für den regulären Studienbetrieb dort fiel, mussten sich die zahlreichen Bewerberinnen und Bewerber im Casting beweisen. Doch womit genau will die Hochschule der Zukunft eigentlich gerecht werden? Und wie will sie das anstellen? Ein kleiner Einblick in die Neugründung einer modernen IT-Universität.

Text: Ramona Darbringer (Studentin/PerLe)

Foto: Manuel Dolderer, CODE Universität

Thomas Bachem ist 31 Jahre alt – und bereits Millionär. Momentan steht er an einem ganz besonderen Punkt in seinem Leben: Er hat die Vision einer Universität, wie er sie sich selbst als Student gewünscht hätte, in die Tat umgesetzt und ist jetzt Kanzler der CODE University of applied science in Berlin. Mit Manuel Dolderer hat Bachem sich einen begeisterten Mitstreiter ins Boot geholt, der auch noch Ahnung in Sachen Hochschulgründung mitbringt – hat er doch bereits eine Praxis-Hochschule für die Klett-Gruppe ins Leben gerufen.

Bachem war jung, als er begann sich für Videospiele zu interessieren – wie sich beispielsweise bei FAZ Online nachlesen lässt. Mit zehn habe er bereits angefangen, selbst zu programmieren, heißt es dort weiter. Später wollte Bachem im Studium genau daran anknüpfen, doch: „die deutsche Hochschullandschaft hatte Menschen wie ihm wenig zu bieten,“ so die Darstellung auf der Homepage der CODE selbst, „Informatik studieren bedeutete Mathematik und Computertheorie.“ Deshalb entschied sich Bachem erst einmal für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an einer privaten Hochschule und entwickelte nebenbei einige erfolgreiche Programme, die ihm im Nachhinein von Firmen wie XING oder Burda abgekauft wurden. So weit, so gut.

Aber Bachem wollte mehr: Er wollte Studierenden die Chance geben, praxisnah zu lernen und dabei mit Partnerunternehmen so zusammenzuarbeiten, dass beide Seiten profitieren – so schildert der Hoschulgründer selbst sein Anliegen in aktuellen Interviews. Es ging ihm um das Erlernen von Programmierfähigkeiten, um das Arbeiten in Teams, um das Leiten und Zustandebringen von Projekten – aber auch um die andere Seite der Softwareentwicklung: Der Fokus an der CODE soll gemäß universitätseigener Homepage nicht nur auf  dem Programmieren liegen, auch die eigentliche Produktentwicklung steht dort nun auf dem Studienplan. Die Studierenden sollen von Anfang an in kleinen Projekten zusammengeschlossen ihr Wissen zugleich erarbeiten und anwenden.

Es gebe immer drei Perspektiven auf den Prozess, sagt Thomas Bachem laut einem Artikel bei FAZ-online,  die Software-Entwicklung, das Zusammenspiel von Mensch und Maschine und die Vermarktung des Produkts. „Deswegen gibt es die drei Bachelor-Studiengänge Software Engineering, Interaction Design und Product Management, in denen man sich nach einem Semester der Orientierung spezialisieren kann“, erläutert der Gründer der Privatuni dort weiter.

Nachdem sich über 400 Studienwillige beworben haben, gab es einen anstrengenden Bewerbungsdurchlauf. 75 glückliche Erstsemesterstudierende durften nun just am 1. Oktober ihr Studium an der CODE beginnen. Der neue Lehransatz, den Bachem und Dolderer hier in das Universitätswesen einbringen, hat nicht nur den Vorteil des praxisnahen Lehrens und Lernens. Auch das Konzept der Universität selbst bleibt dadurch so offen, dass es sich stets weiterentwickeln kann und soll. Alle haben daran teil: Studierende, Professoren, Thomas Bachem und Manuel Dolderer.

Wie es weitergeht, wird sich zeigen – ein spannendes Experiment ist die neue CODE-Universität allemal.

Wer mehr zur Code Universität erfahren will, klickt hier:

 

Nachtrag

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