CAU fordert zur EnergyChallenge heraus!

Informatik-Studierende setzen uni-weiten Energiesparwettbewerb um

Energie sparen – und Preise im Gesamtwert von 10.000 € gewinnen: Das können Studierende und Angestellte der CAU im Rahmen der EnergyChallenge im Juni dieses Jahres. Für die Umsetzung des Energiesparwettbewerbs waren Kieler Informatik-Studierende zuständig, die in einem außergewöhnlichen Praxismodul die Software zum Wettbewerb entwickelten.

energy challange

 

Im Juni 2015 ruft die Kieler Universität zum ersten Mal zur EnergyChallenge auf. Ziel des Onlinewettbewerbs ist es, energiesparendes Verhalten zu honorieren und neue Energiesparmöglichkeiten zu identifizieren. Alle Studierenden und Beschäftigten der CAU sind vom 1. bis zum 30. Juni zur Challenge herausgefordert – die Teilnahme erfolgt unkompliziert vom PC oder vom Handy aus auf www.energy-challenge.uni-kiel.de. CAU-Angehörige können sich dort ab sofort einen Nutzeraccount erstellen, sich mit anderen Teilnehmer_innen zu Energiespar-Teams zusammenschließen, eigene Aktivitäten starten und Ideen einbringen.

Das Softwareprojekt – ein Vollzeitmodul

Ohne den Einsatz engagierter Studierender wäre all das nicht möglich geworden, denn die Umsetzung der EnergyChallenge haben die Teilnehmer_innen eines außergewöhnlichen Praxismoduls in der Informatik übernommen. Als „Vollzeitmodul“ konzipiert bereitet die einmonatige Block-Veranstaltung auf Jobs in realen IT-Projekten vor – zu diesem Zweck arbeiten die Teilnehmer_innen unter der Leitung von Herrn Professor Hasselbring acht Stunden täglich in Kleingruppen an einem vorgegebenen Softwareentwicklungsauftrag.

Im März 2015 trat erstmals die Energiesparkampagne der Kieler Universität als Kunde an die Praxismodul-Teilnehmer_innen heran. Zusätzlicher Anreiz für die Studierenden: Die Gruppe mit der besten Softwarelösung für die EnergyChallange sollte mit Hiwi-Verträgen ausgestattet werden, um ihre Software im echten Einsatz weiterzuentwickeln.

Crashkurs Projektmanagement

Während des Vollzeitmoduls im März  gab es für die Studierenden auch Gelegenheit zur Rücksprache mit Miterbeitern der CAU-Energiesparkampagne. Projektbegleiter Florian Fittkau fand diesen Part besonders lehrreich: „In der freien Wirtschaft ist eine gelungene Kommunikation mit dem Kunden sehr wichtig“, sagt er, „dabei übernimmt der Softwareentwickler die Rolle eines Übersetzers, denn sein Auftraggeber versteht wahrscheinlich keine Informatikerausdrücke und benutzt Fachbegriffe durchaus auch einmal in irreführender Weise.“

Drei Studierenden-Gruppen hatten sich im März dem Entwickler-Wettbewerb gestellt. Die Aufgaben-Verteilung innerhalb der Gruppen oblag den Studierenden selbst. „Jeder bringt seine persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten ein“, erläutert Projektbegleiter Florian Fittkau, „einige fühlen sich eher zum Designer berufen, andere zur Datenbank-Beauftragten“. Bei aller Freiheit gab Fittkau den Teilnehmer_innen aber auch Hilfestellungen an die Hand, zum Beispiel zur Projektarbeit und -Organisation.

Regelmäßige Absprachen und echte Zusammenarbeit

„Sich selbst organisieren zu müssen – das stößt bei den Studierenden erst einmal oft auf Unmut“, schildert der Projektbegleiter seine Erfahrungen, „aber das hier ist eben keine Schulveranstaltung, und darauf poche ich auch. Schließlich ist die Fähigkeit, Projekte selbst organisieren zu können, doch ein entscheidender Grund dafür, weshalb sich jemand später auf dem Arbeitsmarkt durchsetzt.“

Gute Erfahrungen hat Florian Fittkau mit dem sogenannten SCRUM-Framework gemacht, das speziell auf Softwareprojekte zugeschnitten ist. Essentiell dabei sind auch regelmäßige Absprachen: „Die Softwareentwickler-Gruppen haben sich jeden Morgen 15 Minuten lang zusammengesetzt, um den aktuellen Stand der Dinge zu besprechen. So konnten sie ihre Arbeitsstände abgleichen und einander – wenn nötig – rechtzeitig unterstützen.“

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