Erste Hilfe Statistik

Interdisziplinäres Datencafé bietet Studierenden Unterstützung

Alphafehler? Signifikanzniveau? Wer Probleme mit der Statistik-Auswertung hat, findet im Datencafé der CAU Unterstützung.

Text: Antonia Nuding (Studentin/PerLe)

 

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Zu vielen Studiengängen gehört bereits im Bachelor ein verpflichtender Statistikkurs – doch leider sind dessen Inhalte oft vergessen, bis Studierende im Rahmen einer Abschlussarbeit einmal selbständig Daten analysieren müssen. In solchen Fällen bringt sie ein Besuch im interdisziplinären Datencafé voran, das seit dem Wintersemester 2015/2016 wöchentlich seine Türen öffnet. Studierende aller Fachrichtungen bekommen dort konkrete Hilfestellungen bei Fragen rund um Statistik und Datenauswertung an die Hand.

Einer für alle, alle für einen

Der Mit-Initiator des Datencafés, Dr. ing. agr. Georg Hörmann, erklärt: „In der Regel kommen die Studierenden zu uns, stellen ihr Projekt und ihren Datensatz kurz vor, wir diskutieren gemeinsam darüber, helfen bei technischen Problemen und bieten Hilfestellungen bei der Auswertung. Die eigentlichen Auswertungen müssen die Studierenden natürlich nach wie vor selbst durchführen. “

Im Kurs wird ausschließlich mit Open Source Software gearbeitet (R, LibreOffice). Wer möchte, kann den eigenen Computer mitbringen und die benötigte Software vor Ort installieren. Es steht den Studierenden stets ein Experte zur Seite, neben Georg Hörmann sind die Professoren Alena Witzlack-Makarevich und Professor Ingmar Jörn Unkel mit im Team. Ziel ist jedoch, dass die Studierenden sich nach Möglichkeit gegenseitig helfen und so auch voneinander lernen.

Aller Anfang ist schwer

Julius Iseringhausen, Agrarwissenschaftsstudent im Master, hat der Besuch der neuen Einrichtung deutlich vorangebracht: „Das Softwareprogramm R habe ich schon während meiner BA-Arbeit genutzt, wollte aber nun für meine MA-Arbeit noch mehr in die Tiefe gehen. Da kam das Datencafé für mich gerade recht.“ Wenn er Zeit findet, hilft er dort inzwischen auch ratsuchenden Kommiliton_innen. (Details erfahren Sie im Interview mit Julius Isingerhausen).

Doch auch Kandidaten ohne Vorkenntnisse sind beim Datencafé an der richtigen Adresse. So zum Beispiel Holger Schulz (Agrarwissenschafts-Doktorand): „Ich habe vor der Benutzung des Programmes R meine Statistikauswertungen mit Excel bearbeitet. Dann habe ich gemerkt, dass gerade das Auswerten von Karten viel unkomplizierter mit R funktioniert. Bei dem Programm musste ich zwar bei Null anfangen, am Ende hatte ich dafür aber trotzdem weniger Arbeit.“

Positiver Nebeneffekt

Gut zu wissen: Wer aktiv teilnehmen und im Datencafé Kommiliton_innen unterstützen möchte, kann sich dafür sogar Credits anrechnen lassen. Das Datencafé ist als Modul bei der Fakultät „Agrar- und Ernährungswissenschaften“ (Practical data management – AEF-agr848) zugelassen. Prüfungsleistung ist ein Protokoll zu einem im Kurs behandelten Problem nebst regelmäßiger Teilnahme.

Wie es weitergeht

Die Förderung des Datencafés durch den PerLe Fonds für Lehrinnovation endete im April 2016, trotzdem soll die Einrichtung fortbestehen. Erst einmal ist die Betreuung der Studierenden weiterhin durchs Dozenten-Team und durch Mitstudierende geplant. Bei größerem Interesse und Bedarf mit wachsenden Teilnehmerzahlen könnten die Studierenden einander verstärkt gegenseitig unterstützen.

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