Flucht und Migration

Zwei Kieler Seminare wagen Blicke über den Campusrand

Global denken, lokal handeln: Zurzeit befassen sich zwei außergewöhnliche Lehrveranstaltungen mit den Themen Flucht und Migration. Sowohl im opencampus-Seminar Social Sessions als auch im Fachergänzungskurs Flucht und Migration als gesellschaftliche Herausforderung in Kiel am ZfS dürfen sich Studierende selbst ein umfassendes Bild von der Lage im Land machen.

Etliche Außentermine der beiden Seminare, in deren Rahmen Studierende mit Flüchtlingen und Akteuren vor Ort ins Gespräch kommen, finden gemeinsam statt – darunter auch eine Exkursion zu einer Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster.

Konzept für die gemeinsamen Exkursionen:

social sessions

 

Trotz der engen Zusammenarbeit gibt es aber auch grundsätzliche Unterschiede zwischen den Social Sessions und dem ZfS-Seminar: Während der ZfS-Kurs beispielsweise einen ausführlichen Theorieblock vorgeschaltet hat und sich vorrangig an Studierende der Philosophischen Fakultät richtet, können am opencampus-Seminar Studierende aller drei Kieler Hochschulen teilnehmen. Der Fokus hier liegt ganz klar auf dem Praxisbezug und den individuellen Lerninteressen der Teilnehmer_innen.

Mehr zum Fachergänzungskurses Flucht und Migration (4SWS)

  •  Auf einen theoretischen Einstieg zum Kursthema Flucht und Migration als gesellschaftliche Herausforderung in Kiel: Global denken & lokal handeln folgen vier gemeinsame Exkursionstermine mit opencampus
  • Einen zusätzlichen Praxisanteil stellen in das Seminar integrierte Treffen mit Geflüchteten dar (Zielgruppe: Geflüchtete, die über eine universitäre Vorbildung verfügen und einen Anschluss an die deutsche Universitätslandschaft suchen)
  • Alle Teilnehmer_innen reflektieren ihren Wissensstand und ihre Erlebnisse aus Textarbeit und Praxiserfahrung in einem wöchentlich zu führenden Lerntagebuch.
  • Details und Kursthemen: Welche Stationen durchlaufen Flüchtlinge, die zu uns kommen? Wer entscheidet über ihr Schicksal? Wie gehen Bund, Land und Kommunen mit der Herausforderung steigender Flüchtlingszahlen um? Wer sind die Menschen, die unter der Kennzeichnung ‚Flüchtling‘ nach Schleswig Holstein kommen? Was können wir tun, um sie beim Ankommen und Einleben zu unterstützen?
    Das Seminar nähert sich diesen Fragen an, indem exemplarisch zentrale Stationen besucht sowie politische und bürgerschaftliche Akteurinnen und Akteure zum Dialog geladen werden. Zudem ist ein Austausch mit Flüchtlingen geplant, der Raum für ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe ermöglichen soll. Für die Flüchtlinge, die vielfach ihr Studium unterbrechen mussten, soll dadurch eine Tür zum hiesigen universitären und studentischen Leben geöffnet werden.
    Ziel des Seminars ist, einerseits Wissen über den Umgang mit Flüchtlingen auf politischer und verwaltungstechnischer Seite zu erlangen und außerdem nichtstaatliche und bürgerschaftliche Initiativen in diesem Feld kennenzulernen. Zusätzlich sollen durch den persönlichen Kontakt mit Flüchtlingen die humane Perspektive auf Flucht gestärkt und eigene Handlungsspielräume zur Gestaltung einer Willkommenskultur erprobt werden.

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