Förderbekanntmachung

PerLe-Fonds für Lehrinnovation 2015

Neu: Einreichungsfrist endet am 31. Januar 2015

englisch English Version

Mit dem PerLe-Fonds für Lehrinnovation werden Vorhaben an der Christian-Albrechts-Universität (CAU) gefördert, die als Best Practice-Beispiele Impulse für innovative zukunftsweisende Lehre geben. Der Fokus liegt auf problemlösungsorientiertem Lernen in Forschung und Gesellschaft.

Die CAU will „(…) in der Verschränkung von Forschung und Lehre gesamtgesellschaftliche Wirksamkeit erzielen. Problembewusste Erkenntnis und verantwortungsbewusstes Handeln gehen dabei Hand in Hand, insbesondere um die Studierenden dazu zu befähigen, ihr Tun und Denken selbständig zu reflektieren und in der späteren Berufstätigkeit zur Lösung bzw. Bewältigung realer Probleme beizutragen. (…) Zu den Aufgaben der Universität zählt es, ihren Studierenden ebenso wissenschaftsbasierte wie transferfähige Ausbildungsinhalte zu vermitteln, mit denen sie auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig sein und Aufgaben in und für die Gesellschaft wahrnehmen können“ (vgl. Strukturentwicklungsplan der CAU für den Zeitraum 2012-2016 , S. 1). Im Rahmen des vom Bund im Rahmen des Qualitätspakts Lehre geförderten Projektes PerLe – Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen möchte die CAU die Qualitätsentwicklung in der Lehre in diesem Sinne fördern und Impulse zur universitätsübergreifenden Diskussion über Lehrqualität und Lehrinnovation ermöglichen. Hierfür steht von 2012 bis 2016 u.a. ein Fonds zur Förderung von innovativen dezentralen Projekten in der Lehre zur Verfügung, der ein Gesamtvolumen von 100.000 Euro pro Jahr umfasst.

 

Gegenstand und Umfang der Förderung

Der Fonds fördert innovative Lernformen, die das problemlösende Arbeiten im oben aufgeführten Sinne in Forschung und Gesellschaft fokussieren und als Inspiration oder Best Practice für andere Lehrende oder Bereiche der CAU dienen können.

 

Modulebene

Vorhaben auf disziplinärer Modulebene können mit bis zu 5.000 Euro gefördert werden.

Für Vorhaben auf interdisziplinärer Modulebene stehen bis zu 7.500 Euro bereit.

Beispielsweise können einzelne Module hierbei didaktisch neu- bzw. weiterentwickelt werden oder mehrere Module didaktisch gemeinsam weitergedacht werden.

 

Studiengangsebene und darüber hinaus

Vorhaben, die die Lehrqualität eines ganzen Studiengangs weiterentwickeln oder über einzelne Studiengänge hinaus vernetzend wirken, können verschieden gestaltet sein und mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Beispielsweise kann das Vorhaben aus einer Konzeptionsphase bestehen, in der Studiengänge oder fach-/fakultätsübergreifende Initiativen ihre Ideen und Konzepte zur didaktischen Weiterentwicklung voranbringen. Gefördert werden können hier z.B. externe Moderation, Inspiration durch Referent_innen oder auch Entlastungen der konzeptionierenden Lehrenden durch Hilfskräfte. Ebenso oder auch ergänzend kann das Vorhaben die konkrete Test- und Implementationsphase umfassen, in der beispielsweise problemlösungsorientierte Didaktik im Studiengang, die didaktische Umstellung bestimmter Studienabschnitte oder die Weiterentwicklung der Studieneingangsphase im Mittelpunkt steht. Gefördert werden können hierbei z.B. Honorare für Beratungen oder für die Erarbeitung von angepassten Lehrmaterialien sowie Hilfskräfte zur Unterstützung des Vorhabens.

Die Förderung umfasst auf allen Förderebenen zudem bedarfsgerechte Beratungselemente bzgl. Konzeption und Umsetzung des Vorhabens sowie einen Vernetzungsworkshop.

 

Förderberechtigte

Vorhaben auf disziplinärer oder interdisziplinärer Modulebene:

Modulverantwortliche der CAU oder Fachschaften der CAU

Vorhaben auf Studiengangsebene und darüber hinaus:

Studiengangsverantwortliche der CAU

 

Nicht förderfähig:

Kostenpflichtige Studiengänge können durch den Fonds nicht unterstützt werden.

Pro Antragsteller_in kann nur ein Vorhaben pro Ausschreibungsrunde gefördert werden.

 

Auswahlkriterien

Die Auswahl richtet sich allein nach den folgenden Kriterien (Jedes Projekt wird einzeln bewertet und anschließend eine Rangfolge erstellt. Dieser liegt keinerlei Quote zugrunde.):

  1. Vollständiger und schlüssiger Antrag
  1. Schlüssiges didaktisches Konzept, das
    1. lernendenzentriert ist und Studierende angemessen in die Planung und Umsetzung einbezieht.
    2. den Fokus auf problemlösungsorientiertes Lernen in Forschung und Gesellschaft legt (z.B. durch forschungsbasierte Lehre, Service Learning und Bildung für Nachhaltige Entwicklung).
  2. Langfristiger Mehrwert gegenüber vorhandenem Lehr-/Lernangebot, der sich darin zeigt, dass
    1. Neues erprobt oder implementiert wird, was für die Lehre an der CAU wertvolle Impulse gibt;
    2. Bestehendes innovativ weiterentwickelt wird;
    3. Konzepte, Strukturen oder didaktische Materialien bzw. Erfahrungen entstehen, die langfristig verwertbar sind;
    4. das Vorhaben dem Lehrangebot bzw. Lehrprofil der CAU entspricht oder dies sinnvoll und langfristig weiterentwickelt;
  3. Effizienz durch ein angemessenes Kosten-/Nutzenverhältnis.
    1. das zugrundeliegende Konzept auch auf andere Lehr­veranstaltungen übertragen werden kann.

 

Mittelverwendung

PerLe ist ein vom Bund im Rahmen des Qualitätspakts Lehre gefördertes Projekt[1]. Die Mittelverwendung ist deshalb durch das BMBF reglementiert und umfasst ausschließlich projektbezogene Förderung und keine Finanzierung der Grundausstattung.

 

Beantragt werden können ausschließlich Mittel für folgende Unterstützung:

  • studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte
  • Honorare für die Erstellung und Bereitstellung von Lehrmaterialien und neuen Medienformaten für den Einsatz in der Lehre
  • Honorare inkl. (Inlands-)Reisekosten für externe Moderation, Prozessunterstützung und Referent_innen
  • Sachmittel sind nur zuwendungsfähig, soweit deutlich ersichtlich ist, dass diese für die Umsetzung unverzichtbar sind und ausschließlich für das Vorhaben verwendet werden.

 

Leider nicht förderfähig sind …

… Ausgaben, die der Grundausstattung des Antragstellenden zuzurechnen sind (PCs,

Drucker, iPads, Bürobedarf, etc.);

… Honorare für Personen, die an der CAU sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind;

… Einstellung von wissenschaftlichem oder administrativem Personal.

 

Förderungszeitraum

15.3.2015 bis max. 20.2.2016


Evaluation und Erfahrungsaufbereitung

Die Vorhaben sind von den Antragstellenden zu evaluieren, so dass die Erfahrungen fundiert weiterentwickelt werden können. Die Ergebnisse werden mit einem Projektbericht auf dem neuen CAU Blog Einfach gute Lehre veröffentlicht. Antragstellende verpflichten sich zudem an einem Vernetzungstreffen teilzunehmen, ihre Erfahrungen anderen Hochschulmitgliedern im Rahmen eines Workshops o.Ä. zur Verfügung zu stellen sowie ein abschließendes Poster über ihr Vorhaben zu erstellen.

 

Auswahl

Die Jury ist CAU-intern besetzt. Sie setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Beratungsgremiums des PerLe Teilprojekts „Qualitätsentwicklung in der Lehre“ und CAU-Mitgliedern, die in der vorangegangenen Ausschreibungsrunde gefördert wurden. Sie trifft ihre Entscheidung auf Grundlage der gegebenen Kriterien bis Mitte Februar.

 

 Beratung: Wie stelle ich einen erfolgreichen Antrag?

Wann ist ein Lehrformat im Sinne des Fonds innovativ? Was bedeutet es, den Fokus auf problemlösungsorientiertes Lernen in Forschung und Gesellschaft zu legen? Welche konkreten Unterstützungsmöglichkeiten können beantragt werden, welche gibt es über den Fonds hinaus?

Zu diesen Fragen findet am Fr, 14.11. von 10-12h bzw. am Mo, 24.11. von 15-17h ein Beratungsworkshop für alle Interessierten CAU-Mitglieder statt. Anmeldung vorab per E-Mail bei Frau Feldmann. Unabhängig vom Workshop können Sie sich gerne jederzeit mit Fragen zur Antragsstellung an Florin Feldmann (Tel: 2985; ffeldmann@uv.uni-kiel.de) wenden.

Zudem können Sie sich jederzeit spezifisch zu folgenden Lehr-/Lernformaten beraten lassen

  • Forschungsbasierte Lehre: Melanie Sauer (Tel: 5941, msauer@uv.uni-kiel.de)
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung: Mark Müller-Geers (Tel: 5954, mmueller-geers@uv.uni-kiel.de) Service Learning: Mark Müller-Geers und Frauke Godat (Tel: 5945 fgodat@uv.uni-kiel.de).

 

 

Antragsverfahren

Anträge sind unter Verwendung des Antragsformulars (zum Download) einzureichen. Bis zum 31. Januar 2015 muss die Antragszusendung per E-Mail eingehen (benötigt keine Unterschrift). Zudem ist bis spätestens Mitte Februar eine gedruckte, vom Antragstellenden und der Leitung der Einrichtung unterschriebene und abgestempelte Version über das Dekanat der jeweiligen Fakultät bei PerLe einzureichen.

 

Anschrift
Florin Feldmann
PerLe Teilprojektleitung „Qualitätsentwicklung in der Lehre“ (SP11)
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Koboldstr.4
24118 Kiel

ffeldmann@uv.uni-kiel.de

 

[1] Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01PL12068 gefördert. http://www.bmbf.de/de/15375.php.

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