Visualisierung für Lehrende und Lernende

Teil II: Folien und Overheadprojektoren

 Text: Ramona Dabringer
(Studentin/Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen – PerLe)

Die Grundidee zum Overheadprojektor (OHP) hatte Carl Zeiss bereits um 1930, doch erst im Jahr 1960 kam eine Version des Geräts auf den Markt, die im großen Stil vertrieben werden konnte. Seitdem haben Tageslichtprojektoren Generationen von Lernenden und Lehrenden begleitet. Vielen kommen Overheadprojektoren heute reichlich verstaubt vor; Relikte aus einer anderen Zeit. Vielleicht zu Unrecht, denn es gibt einiges, das für sie spricht.

 

Vorteile des Overheadprojektors:

  • Die notwendige Ausstattung bleibt überschaubar: Man braucht einen OHP, Folien und Folienstifte (gern in unterschiedlichen Farben, um Inhalte und Themen voneinander abzugrenzen).
  • So banal es klingen mag: Ein OHP ist in fast jeder Schule oder Universität  vorhanden, er lässt sich einfach und schnell von Raum zu Raum transportieren und man ist lediglich auf eine Steckdose angewiesen.
  • Genau wie bei den moderneren Flipcharts ist es möglich, einen Inhalt gemeinsam auf einer leeren Folien zu entwickeln, oder bereits vorgefertigte Folien aufzulegen.
  • Die Folien selbst können per Hand erarbeitet und beschriftet werden, gleichzeitig kann jeder neuere Drucker Bild und Text auf Folien bringen und dort mit großer Genauigkeit abbilden.
  • Ein klarer Vorteil gegenüber Whiteboards und Flipcharts ist die potenzielle Größe des projizierten Bildes: Der OHP kann Bilder auf hoch hängende, sehr große Leinwände werfen, was für die Lernenden eine große Erleichterung sein kann – speziell in großen Hörsälen mit vielen Anwesenden.

 

Tipps & Tricks

  • Es ist möglich, nicht nur standardisierte Folien zu benutzen, sondern zu variieren. Beispielsweise lassen sich mehrere Folien übereinander legen; damit kann man spielen, indem man gemeinsam zu erarbeitende Details, die das Bild komplettieren, auf neuen Folien als Overlays bereithält.
  • Ärgerlich ist es, wenn man viel Arbeit in die Anfertigung einer Folie gesteckt hat und sie dann verschmiert. Es gibt es ein paar Dinge, die man beachten kann, um dies zu vermeiden:

Es gibt spezielle Stifte für OHP, die wasserfest sind. Diese allerdings dürften nur auf der glatten Seite der Folie benutzt werden, sonst halten sie nicht.

Spezielle Folien für Tintenstrahldrucker sind aufgeraut. Der Druck haftete daran wirklich fest, allerdings muss man die Folien nach dem Bedrucken 24 Stunden lang trocknen lassen.

Laserdruckfolien sind im Gegensatz zu Tintenstrahlfolien glatt. Sie sind sofort wischfest und dementsprechend gekennzeichnet. Je nach Art des Druckers muss man also darauf achten, welche Folien man benutzt.

Stifte, die nicht wischfest sind, eigenen sich in keinem (!) Fall für eine Vorab-Beschriftung von Folien, sie verschmieren viel zu leicht.

 

Weiterführende Links:

 

Zum ersten Beitrag der Reihe Visualisierung für Lehrende & Lernende

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