Forschendes Lernen mit Kunst & Keramik

Moderne trifft Heute: Studentisch kuratierte Ausstellung öffnet die Pforten

Erde – Ton – Kunst. Keramik heißt Vielfalt. Das durften Studierende der Kunstgeschichte im Sommersemester 2018 erfahren. In Seminarräumen und Ateliers entstand gemeinsam mit Kunstschaffenden eine Ausstellung.

Text: Lisei Martin
(Projektteilnehmerin)

Am 25. September um 19 Uhr eröffnet die Ausstellung Moderne trifft Heute im Museum Tuch + Technik in Neumünster, die unter der Leitung von Dr. Susanne Schwertfeger und der Künstlerin  sowie Künstlerischen Leiterin des Künstlerhauses Stadttöpferei NMS Danijela Pivašević-Tenner entstand. Sie ist das Ergebnis des gleichnamigen forschungsbasierten Seminars am Kunsthistorischen Institut der CAU. Sechs hauptsächlich keramisch arbeitende Künstler*innen präsentieren hier Arbeiten.

Im Vorfeld der Ausstellung beschäftigten sich Studierende mit der Moderne in Schleswig-Holstein (ca. 1900 – 1972): Eine Zeit des Umbruchs in Industrie und Gesellschaft. Aber auch eine Zeit der neuen Ideen, Formen und Visionen, die in der Keramik ihren Eindruck hinterließ. Gemeinsam mit zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern fragten die Studierenden nach dem, was von der Moderne heute übriggeblieben ist. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es? Was geschieht, wenn Moderne und Heute aufeinandertreffen?

Dazu besuchten die Teilnehmenden jeweils eine Künstlerin oder einen Künstler im Atelier, führten Interviews und lernten deren Arbeiten kennen, bevor sie gemeinsam ein Werk für die Ausstellung auswählten. Neben den kuratorischen Aufgaben schrieben sie an Texten für den Katalog. In diesem stellen sie nicht nur die Objekte vor, sondern kontextualisieren diese im Bezug zum Thema des Seminars.

Die Arbeiten der Künstler*innen werden ergänzt durch keramische Gegenstände, die stellvertretend den Wandel der modernen Epoche abbilden. Die beteiligten zeitgenössischen Künstler*innen sind Thomas Judisch, Lena Kaapke, Isabell Kamp, Danijela Pivašević-Tenner, Hannes Uhlenhaut und Maria Volokhova. Die Ausstellung wird bis zum 14. Oktober im Museum Tuch + Technik zu sehen sein.

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