Gemeinsam soziale Medien erforschen

Onlinelabor für Digitale Kulturelle Bildung lädt zum Mitmachen ein

Im Onlinelabor für Digitale Kulturelle Bildung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel rücken Instagram-Storys, Tweets und YouTube-Videos in den Blick: Nutzer*innen sozialer Medien sind dort ab sofort zum gemeinsamen Erforschen individueller Social-Media-Postings eingeladen. Auch Pädag_innen an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen sind herzlich in dem digitalen Labor willkommen und können gern gemeinsam mit Jugendlichen daran teilnehmen.

Text: Sabrina Thiele,
Onlinelabor für Digitale Kulturelle Bildung

 

Hier geht es zum vollständigen Impuls #behindthescenes des Onlinelabors.

 

„Es [das Onlinelabor] war nicht nur auf die Medien fokussiert, sondern es gab auch viele Hintergründe. Die Tiefe, was Soziale Medien bewirken, ist klar geworden, die Licht- und die Schattenseiten.”

Teilnehmerin des Onlinelabors (im Rahmen des Kontaktstudiums)

 

Menschen jeden Alters nutzen soziale Medien auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Wissenschaftliche Studien beschäftigen sich zwar damit, welche Plattformen genutzt werden oder diskutieren einzelne Phänomenen, wie das Selfie, aber setzen sich kaum mit den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten auseinander, die mit den Nutzer*innen variieren. Denn Selfie ist nicht gleich Selfie, sondern kann verschiedene Perspektiven auf das Selbst eröffnen sowie differenzierte Emotionen ausdrücken. Plattformen wie Instagram können mit verschiedenen Motiven genutzt werden, etwa, um damit Geld zu verdienen, um den Kontakt mit Freunden zu halten, um lediglich zu beobachten oder aus vielen anderen Gründen. Um diese Vielfalt sichtbar zu machen, braucht es die Erfahrungen und Expertise freiwilliger Onlinelaborant*innen. Mit ihrer Hilfe möchte das Team des Onlinelabors zum Verständnis dafür beitragen, welche ausdifferenzierten Praktiken und vielfältigen Kompetenzen sich sowohl in gestalterischer, als auch in technologischer und individueller Hinsicht, in Social-Media-Postings zeigen.

Auf der moderierten Onlineplattform können sich die Teilnehmer*innen jeden Alters, ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen, in explorativ-spielerischer wie auch kritisch-reflektierender Weise mit dem Einfluss sozialer Medien auf unsere Alltagskultur auseinandersetzen. Die Onlinelaborant*innen werden dabei aktiv in den Forschungsprozess eingebunden und haben die Möglichkeit, eigene Beispielen und Beobachtungen zu dokumentieren, mit anderen zu teilen und eigene Denkanstöße zu geben. Im Vordergrund steht dabei der Erfahrungsaustausch anhand thematischer Impulse, in Form ergebnisoffener Aufgaben, um die vielfältigen Möglichkeiten im Umgang mit sozialen Medien sichtbar zu machen. Die Impulse laden die Teilnehmer*innen zur Gestaltung individueller Beiträge ein und dienen als Anregung, um eigene Erfahrungen und Beobachtungen in und mit sozialen Medien zu reflektieren. Dabei kann es um das Auffinden von “digitalen Ritualen” rund um Festtage gehen, den Abgleich von Bildern vor und nach dem Posten oder die Diskussion von Tricks und Kniffen im Gebrauch sozialer Medien.

So funktioniert‘s

  1. Die Nutzer*innen des Onlinelabors erstellen und veröffentlichen ihre Beiträge zu einem Impuls.
  2. Die Beiträge werden von anderen Nutzer*innen gesehen, kommentiert und diskutiert.
  3. Durch die gemeinsame Reflexion der Beiträge ergeben sich neue Themen und Fragen.
  4. Das Team des Onlinelabors entwickelt ausgehend von entsprechenden Vorschlägen neue Impulse und stellt diese den Nutzer*innen wieder zur Verfügung.

 

Die Auseinandersetzung nimmt dabei Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Debatten zum Prozess der Digitalisierung wie auch der Bedeutung sozialer Medien. Zum Beispiel: Welche ästhetischen Strategien nutzen wir zur Idealisierung unseres Lebens in digitalen Medien? An welcher Stelle versuchen wir digitale Technologien kreativ auszutricksen? Was bedeutet es überhaupt, „influenced“ zu werden?

Das Onlinelabor richtet sich an alle Nutzer*innen sozialer Medien ab 16 Jahren. Interessierte Jugendliche und Erwachsene können sowohl privat, als auch Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder im schulischen und universitären Bereich mit sozialen Medien beschäftigen. Für Interessierte werden die bereits erstellten Impulse zum kostenlosen Download angeboten.

 

Kontakt: onlinelabor@paedagogik.uni-kiel.de

 

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