Humanoide Roboter in der Hochschullehre

Innovative Lehrassistenz in Prof. Handkes jüngstem Lehrforschungsprojekt

Seit einigen Monaten sind an der Philipps-Universität Marburg zwei humanoide Roboter in der Hochschullehre im Einsatz. Anglistik-Professor Jürgen Handke testet die ungewöhnlichen Hilfsdozenten voller Pioniergeist.

Text: Antonia Nuding (PerLe)

Pepper und NAO heißen die beiden niedlichen Hilfsdozenten des Anglistik- und Computerlinguistik-Professors  Jürgen Handke, die im Zentrum des Lehrforschungsprojekts „H.E.A.R.T“ (Humanoid Emotional Assistant Robots in Teaching) stehen. Der Sprachwissenschaftler der Philipps-Universität Marburg experimentiert gern mit innovativen Lehrmethoden, vermittelt Lernstoff beispielsweise häufig online über Lernvideos auf YouTube.

Zielsetzung für sein aktuelles Projekts ist es unter anderem, das Hochschulpersonal langfristig zu entlasten, indem humanoide Roboter einfache Assistenz-Aufgaben übernehmen. Pepper und NAO könnten beispielsweise Definitionsfragen der Studierenden beantworten oder die Vorstellungsrunde eines Seminars anleiten. Allerdings befindet sich das Lehr-Experiment noch am Anfang, Programm und Setting werden stetig weiterentwickelt.

Doch können Roboter wirklich Co-Teaching-Aufgaben  an Hochschulen übernehmen? Und wäre das überhaupt sinnvoll und wünschenswert? Professor Handke  findet laut einem aktuellen Bericht im MERTON-Magazin des Stifterverbandes,  dass man über diese Fragen nicht nur reden, sondern den Einsatz der Roboter auch tatsächlich ausprobieren muss. „Wir wollen endlich Anwendungsszenarien für die Lehre schaffen, sie ausprobieren, evaluieren und hinterher entscheiden: brauchen wir sie [die Roboter] oder brauchen wir sie nicht“, so die Einschätzung des Fachmanns laut MERTON-Artikel weiter.

 

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