Jerewan-Erklärung

Europäische Minister_innen zurren aktuellen Bologna-Kurs fest

Flexible, transparente Lernpfade schaffen, die Studierenden-Zentrierung weiter ausbauen und Hochschul-Absolvent_innen gezielt auf den Arbeitsmarkt vorbereiten: So lauten zentrale Punkte der Jerewan-Erklärung, die auf der zweitägigen Bologna-Konferenz in Armenien verabschiedet worden ist.

Delegationen aus 48 Teilnehmerländern waren im Mai im armenischen Jerewan zusammengetroffen, um sich auf Arbeitsschwerpunkte zur Weiterentwicklung eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraumes zu verständigen. Zentrale Punkte des auf der Konferenz verabschiedeten Kommuniqués seien der Ausbau der Studierendenzentrierung der Lehre, die Schaffung flexibler und transparenter Lernpfade und die Förderung einer Hochschulbildung, die eine Beschäftigungsbefähigung der Absolvent_innen in sich schnell verändernden Arbeitsmärkten stärkt. Das besagt eine Pressemeldung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) anlässlich der Jerewan-Erklärung. Zugleich wird in der Erklärung die Forderung laut, Möglichkeiten digitalen Lehrens und Lernens stärker zu nutzen.

„Die deutschen Hochschulen haben hinsichtlich didaktischer Innovationen, der Verzahnung von Theorie und Praxis und der Stärkung der Problemlösungskompetenzen der Absolventinnen und Absolventen den richtigen Weg eingeschlagen – in dieser Auffassung hat uns die Jerewan-Konferenz bestärkt“, sagte HRK-Vizepräsident für Lehre und Studium, Lehrerbildung und Lebenslanges Lernen, Prof. Dr. Holger Burckhart. Besonders begrüße er die Forderungen nach mehr Inklusion an den Hochschulen sowie nach mehr Mobilität speziell von Lehramtsstudierenden, heißt es in der Pressemeldung weiter.

Über die Konferenz

Vertreter_innen der beteiligten Staaten treffen seit 1999 alle zwei bis drei Jahre zusammen, um gemeinsam aktuell Bilanz zum Bologna-Prozess zu ziehen und das Arbeitsprogramm für die kommenden Jahre festzulegen. Die nächste Bologna-Konferenz wird 2018 in Paris stattfinden.

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