»Ka-Ching!« Der Klang des Geldes

Call for Papers – studentisches Symposium der Musikwissenschaften

Unter dem Titel „»Ka-Ching!« Der Klang des Geldes“ findet Anfang November ein studentisches Symposium am Musikwissenschaftlichen Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt. Noch bis zum 15. April sind Studierende herzlich dazu eingeladen, Abstracts für eigene Vorträge beim Organisationsteam einzureichen. Inhaltlich kann es dabei sowohl um ökonomische und soziale als auch um ästhetische Aspekte von Geld und Musik gehen.

»Can you hear it ring, It makes you wanna sing, It’s such a beautiful thing ‒ Ka-ching!«

Wenn Pink Floyd oder Shania Twain das Übel einer kapitalistischen Gesellschaft besingen; wenn Marilyn Monroe im Film Gentlemen Prefer Blondes ihren besten Freunden, den Diamanten, ein Lied widmet; wenn sich in Wagners Ring, Puccinis La Fanciulla del West oder in Schrekers Schatzgräber die unheilvolle Opernhandlung an mythisch überhöhten Zahlungsmitteln entzündet, dann wird durch Musik die Bedeutung der »belebenden Wirkung des Geldes« (Brecht/Eisler) deutlich. Konzertbetriebe, Musiklabels und -verlage, private wie öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten und nicht zuletzt Künstler*innen erhalten sich durch Geld. Der Kulturbetrieb ist jedoch häufig von öffentlichen Subventionen abhängig. Dadurch können Musiker*innen und Kulturschaffende in eine Rechtfertigungsposition gedrängt werden, die nicht selten zu hitzigen Debatten über die Schließung von Spielstätten und die Auflösung von Orchestern führt. Ähnlich steht es mit den Kulturwissenschaften und musikbezogenen Forschungsprojekten, die ganz maßgeblich von Drittmittelfinanzierungen abhängig sind.

Durch diese Systeme stellen sich wiederum ästhetische Sinnfragen: Ist Musik in dieser komplizierten Gemengelage von wirtschaftlichen Einflüssen »frei« oder war sie vielleicht schon immer, sei es im kirchlichen Rahmen oder am Hofe, eng mit einem kapitalistischen Wertesystem verwoben? Und: ist das ein Problem?

Das studentische Symposium »Ka-Ching!« Der Klang des Geldes wird zwischen dem 7. und dem 10. November 2019 die Zusammenhänge von Musik und Geld auf unterschiedlichen Ebenen in den Blick nehmen. Die Veranstaltung findet im Rahmen einer seit 1986 laufenden Symposiumsreihe des Dachverbandes der Studierenden der Musikwissenschaft (DVSM e.V.) statt. Organisiert von einer eigens für diesen Zweck gegründeten studentischen Arbeitsgruppe und unterstützt von der musikwissenschftlichen Fachschaft sowie vom Studierendenparlament der CAU, richtet sich das Symposium  an (internationale) Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen. Ziel ist es, eine institutionsübergreifende Vernetzung fördern und dabei wissenschaftliche Diskurse in einer Peer-Group anzustoßen. Die Tagung bietet Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit, erste wissenschaftliche Vorträge vor einem Fachpublikum zu halten, sondern auch – auf organisatorischer Seite – erste Projektmanagement-Erfahrungen zu sammeln.

Wer sich beteiligen möchte, sendet ein Abstract für einen Vortrag (2000 Zeichen inklusive Leerzeichen) sowie eine Kurzbiographie (500 Zeichen inklusive Leerzeichen) bis zum 15. April an info@klangdesgeldes.de. Eine Rückmeldung erfolgt bis spätestens 13. Mai.

 

Mögliche Themenschwerpunkte der Vorträge könnten sein:

  • Musik und Wirtschaft (z. B. Verlage, Konzertbetriebe, Industrie, Vereine, Medien)
  • Sozioökonomie und Musiksoziologie (z. B. Publikum, Geschmack, Gender, Ästhetik, Aufführungspraxis)
  • Autonomie und Ästhetik (z. B. Auftragsarbeiten, Anstellungen, Mäzenatentum)
  • Geld in der Musik (z. B. in Opern, Liedern, Songs)
  • Geld und Musikforschung (z. B. wissenschaftliche Betriebe, DFG, Stiftungen)

 

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