„So viele Freiheiten wie möglich“

Professor Bork über Heterogenität & kreatives Lernen

27 Studierende aus neun Studiengängen und 14 verschiedenen Staaten: So bunt war die Zusammensetzung der Teilnehmenden aus Hans-Rudolf Borks Lehrveranstaltung „Terrestrial Ecozones and Ecosystems“ im vergangenen Sommersemester. Der Professor für Ökosystemforschung hat viel Erfahrung im Umgang mit heterogenen Studierendengruppen – und weiß, wie sich die unterschiedlichen Hintergründe der Teilnehmenden bereichernd fürs Seminar nutzen lassen. Im Videointerview berichtet er von seinen Ideen und Erfahrungen.

 

 

„Das spätere Berufsleben besteht nicht aus Vorträgen und Diskussionen, sondern vor allen Dingen aus Teamarbeit und dem Vertreten bestimmter Positionen.“

Professor Hans-Rudolf Bork

 

Seit fünf Jahren folgt Hans-Rudolf Bork in seiner regelmäßig angebotenen Lehrveranstaltung Terrestrial Ecozones and Ecosystems einem extrem offenen Lehrkonzept, das insbesondere auf die Kreativität der Teilnehmenden setzt. An dem Blockseminar können Studierende aller Fächer teilnehmen, häufig ist die Besetzung international. So auch im vergangenen Sommersemester, als  27 Studierende aus insgesamt neun Studiengängen und 14 verschiedenen Staaten an der Lehrveranstaltung teilnahmen.

Die enorme Heterogenität dieser Gruppe beschreibt Bork als außerordentlich „reizvoll und spannend“, aber auch als „herausfordernd“. Er begegnet ihr durch Kleingruppenarbeit in Dreier- und Viererteams mit viel Freiheit für eine kreative Auseinandersetzung mit den jeweils zu bearbeitenden Themen. Die einzige Prämisse: „Während der finalen Themen-Präsentationen müssen die Gruppen alle übrigen Seminarteilnehmenden zu jedem Zeitpunkt aktiv ins Geschehen mit einbinden“. Ein ungewöhnlicher Arbeitsauftrag, der die Studierenden weit weg vom klassischen Referat und hin zu sehr lebhaften Formaten führt; darunter Umfragen im Stadtgebiet, schauspielerische Einlagen oder Live-Schalten im Hörsaal.

 

„Ich denke, man sollte den Studierenden so viele Freiheiten wie möglich geben, ihre Ideen zu verwirklichen und dabei unbedingt auch unkonventionelle Zugänge zulassen. Meine Erfahrung ist: Das wird immer gut, weil die Studierenden sich mit ihren eigenen Projekten und Ideen identifizieren.“

Professor Hans-Rudolf Bork

 

Die Lehrveranstaltung Terrestrial Ecozones and Ecosystems findet jedes Semester statt und steht Studierenden aller Fachrichtungen offen. Mehr Informationen hält das UnivIS bereit (Kursnr. 060097 bzw. 060104).

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