Lehre mal anders: Lernen im Flipped Classroom

Ein Beitrag von Alexander Lasch

Seit einigen Semestern stellt der Kieler Sprachwissenschaftler Alexander Lasch die Lehre auf den Kopf. In seinem Blog-Beitrag erklärt er, was ihn am Konzept des Flipped Classroom begeistert. Und wie er – bei aller Freiheit – sicherstellt, dass seine Studierenden gut vorbereitet in die Prüfungen gehen.

b) Exercise (Übung)exercise

Die Übungseinheit bildet idealerweise die erste Doppelstunde einer thematischen Einheit — im Inverted Classroom präsentieren Studierende zum einen die Ergebnisse der bearbeiteten Aufgaben und werden mit neuen Aufgaben konfrontiert, die in der Gruppe zu bewältigen sind – im „Aktiven Plenum“ (vgl. Abb. 3, CC-BY Oliver Tacke) greift nach der Introduction (der ‚Inputphase‘) auch das Prinzip Think, Pair, Share erneut.

c) Evaluation (Auswertung)

Die zweite Doppelstunde einer thematischen Einheit dient der Auswertung der Ergebnisse und einer Sicherung des für diese thematische Einheit relevanten Wissens. Anders als im ICM erfolgt diese nicht durch eigenständige Lernerfolgskontrolle durch die Studierenden selbst, sondern hat ihren Platz im Kontext einer Vorlesung oder eines Seminars (vgl. Abb. 1).

Klassische Lehrformate bieten hier die wichtige Möglichkeit zum Dialog und damit der Verständnissicherung. Dem ist, besonders in Einführungen, unbedingt der Vorzug zu geben (vgl. dazu auch die Diskussion um die Probleme, die Anna Maria Schäfer & Alexander Sperl  in ihrem Vortrag “Erfahrungen mit dem ICM – Wo können Probleme auftauchen?” auf der ICM 2012 dokumentierten).

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