Lernen und Forschen im Reallabor

Stadt-Raum-Bildung Stuttgart

Lernräume der Zukunft: Frauke Godat vom Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) war beim Abschluss-Symposium des Stuttgarter Reallabors Stadt-Raum-Bildung zu Gast. In ihrem Blogartikel stellt sie im Nachgang einige Methoden- und Projektbeispiele vor, die zeigen, wie Studierende im Reallabor gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteuren lernen und forschen.

Text: Frauke Godat
Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe)

Im Oktober 2018 hatte das Reallabor Stadt-Raum-Bildung zum abschließenden Symposium nach Stuttgart eingeladen. Im Rahmen von Förderprogrammen greift die Landesregierung Baden-Württemberg das Konzept Reallabore als zentrales und innovatives Instrument der Nachhaltigkeitsstrategie für das Bundesland auf. Baden-Württemberg hat seit 2015 insgesamt 14 Reallabor-Vorhaben mit rund 18 Millionen Euro gefördert.

Der noch junge Begriff der Reallabore in der deutschen Hochschullandschaft „steht für ein innovatives Forschungsformat und ein neues Modell der Kooperation von Wissenschaft und Gesellschaft. Während das klassische Labor ein abgeschlossener Raum ist, in dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter eigens hergestellten und kontrollierten Bedingungen etwas prüfen, testen und experimentieren, findet das Reallabor in der offenen, komplexen Lebenswirklichkeit des urbanen Raums statt“

Quelle: stadt-raum-bildung.de

 

Wir stellen hier anhand einiger Beispiele aus der Prozessarbeit im Reallabor Stadt-Raum-Bildung vor, wie zum Beispiel auch Studierende in Lehrveranstaltungen mit gesellschaftlichen Akteuren in Veranstaltungen Lernen und Forschen können:

  1. Partizipative Dialogformate wie z.B. ein World Café oder ein Fish Bowl bringen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven zusammen, vernetzen diverse Teilnehmer-Gruppen und ermöglichen gemeinsames Lernen. Je nach Prozessdesign lassen sich auch gemeinsam Forschungsfragen oder neue Ideen entwickeln.

 

 

  1. Stadtplaner entwickelten im Reallabor ein Brettspiel, um mit Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrern, etc. spielerisch beim gemeinsamen Bau einer Bildungslandschaft verschiedene Wünsche und Bedarfe im Dialog zu klären. Die Spielsituationen wurden aufgezeichnet und das Video- und Audiomaterial anschließend wissenschaftlich ausgewertet.

 

 

  1. Im Rahmen des Reallabores fand ein studentischer Ideenwettbewerb statt. Dies ist eine Möglichkeit im Seminar praxisorientiert zu arbeiten und die Ergebnisse der Seminararbeiten in Ausstellungen der (Fach)Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

 

Nach dem Besuch in Stuttgart ergibt sich für mich die Frage, wie sich die Qualitäten von Lernraumkonzepten in der Schule auf die Hochschularchitektur übertragen lassen – sicherlich ein spannendes Thema für ein interdisziplinäres Forschungsseminar mit Studierenden.

 

Kontakt

Frauke Godat
Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe)
Qualifizierungsangebote für Lehrende: Gesellschaft und Verantwortung
Telefon: +49 431 880-5945
fgodat@uv.uni-kiel.de

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