Make Sense! Social Entrepreneurship an Schulen

Studierende entwickeln Lösungen für lokale Sozialunternehmen

Kreative Lösungen für lokale Sozialunternehmer_innen entwickeln, interdisziplinär zusammenarbeiten und dabei Einblicke in spannende Berufsfelder erhalten: Das ist das Prinzip der „MakeSense Hold-Ups“, die in diesem Wintersemester regelmäßig an der CAU stattfinden. Im Dezember war der Verein Campus Business Box zu Gast. Ein Bericht der Studentin Anne-Sophie Neuber, der gleich Lust auf den nächsten Hold-Up am 9. Februar macht.

Frederik Steinbock und seine Kollegen vom gemeinnützigen Verein Campus Business Box in Kiel hatten die Idee, Schüler_innen mehr Praxiserfahrung im Schulalltag zu ermöglichen. Statt wie bisher sozialunternehmerische Initiativen lediglich im Hochschulumfeld zu fördern, bietet Campus Business Box e.V. jetzt auch Social Entrepreneurship-Workshops an Schulen an. Die interaktiven Einheiten am Vormittag laden die Schüler_innen dazu ein, eigene Lösungswege zu entwickeln, um gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen. Das Feedback ist sehr positiv.

Im Dezember war für Campus Business Box der Zeitpunkt gekommen, das Vorhaben auf breitere Füße zu stellen – wodurch neue Herausforderungen entstehen: Wie lassen sich weitere Schulen für das Projekt gewinnen? Wie findet die Campus Business Box Unterstützer_innen? Und wie lassen sich Studierende zur Projektmitarbeit motivieren? Hier setzte der MakeSense Hold-Up im Dezember 2014 an.

Postkarten_Gruppe

Als Kreativ-Workshop folgen die regelmäßigen Hold-Ups auf dem CAU-Campus einem bewährten methodischen Konzept: Ein Social Entrepreneurship-Projekt präsentiert eine Herausforderung, vor der es gerade steht – und unterteilt diese in 10 Unterfragen an die Teilnehmer_innen. Die abstrakte Problematik soll so in greifbare Frageeinheiten gegossen werden. In einem Gruppenbrainstorming entwerfen die Workshopteilnehmer_innen widerum für jede der 10 Fragen 10 erste Lösungsideen. Es entstehen also 100 Ideen, mit denen sich die Gruppe Frage für Frage konkreten Lösungsansätzen nähert. Für die anschließende Kleingruppenarbeit wählen die Teilnehmenden besonders vielversprechende Ansätze aus und entwickeln sie weiter.

Für Frederik Steinbock von der Campus Business Box kamen sogar weit mehr als 100 Ideen, Anregungen und Kontakte zusammen. Drei Lösungsansätze wurden in Kleingruppen weiter ausformuliert. So zum Beispiel die Idee, mit einminütigen Kurzfilmen vor großen Vorlesungen für das Projekt zu werben. Eine andere Gruppe beschäftigte sich damit, wie sich eine längerfristige Projektmitarbeit neben dem Studium als universitäres Pflichtpraktikum anerkennen ließe. Die dritte Gruppe widmete sich der Entwicklung eines „Ideenmobils“, das von Schule zu Schule fährt, die Schüler_innen raus aus dem Klassenzimmer holt und spannende Impulse zum Denken und Handeln für sie bereithält.

Praktikum I

Frederiks Fazit lautet: „Studierende in den Ideenentwicklungsprozess mit einzubinden war bei diesem Projekt besonders spannend, da die Studierenden sich ja auch selber bei den Schulworkshops engagieren können – beispielsweise mit einer Referententätigkeit. Ihre Perspektive wird dabei helfen, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Programme zu entwickeln, mit denen sie beteiligt werden können.“

Studierende, die sich für das Projekt „Social Entrepreneurship an Schulen“ interessieren, es unterstützen möchten und darüber Praxiserfahrungen in den Schulen sammeln möchten, können sich direkt bei dem Campus Business Box e.V. melden. Dies gilt auch für Lehrer_innen, die mit ihrer Klasse, ihrem Kurs oder auch einer ganzen Jahrgangsstufe einen Workshop zum Thema Social Entrepreneurship durchführen lassen wollen.

Kontakt zur Campus Business Box e.V.

Harm Brandt & Frederik Steinbock
contact@campusbusinessbox.de
Tel: 0431 – 2602 442

MakeSense Hold-Ups: Konzept und Umsetzung an der CAU

Das weltweite, informelle „MakeSense“-Netzwerk hat hat es sich zum Ziel gesetzt, gemeinschaftlich Lösungsansätze für die Herausforderungen lokaler Social Entrepreneurship-Projekte zu erarbeiten. Ebenso gemeinschaftlich hat dieses Netzwerk Format und Methodik der Hold-Ups entwickelt. An der CAU organisiert Frauke Godat (PerLe – Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen) mit Unterstützung des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (ZfS) im laufenden Wintersemester regelmäßig MakeSense Hold-Ups – als dreistündige, fachbereichsübergreifende Berufsorientierungsworkshops für Studierende. Die Teilnehmer_innen erhalten mithilfe Problembasierten Lernens Einblicke in diverse Berufsfelder, lernen das Konzept Social Entepreneurship kennen und erleben interdisziplinäre, generationenübergreifende Teamarbeit.

 

Weiterführende Informationen & Termine

  • Der nächste MakeSense Hold-Up findet am 09. Februar zwischen 15:00 und 18:00 Uhr statt. Diesmal wird es darum gehen, ein Geschäftsmodell für öffentliche Komposttoiletten in Kiel zu entwickeln.
    Veranstaltungsort: Impuls Coworking, CAU Mensa 2 (alte Bresterie), Leibnizstrasse 12
    Anmeldung: fgodat@uv.uni-kiel.de
  • Allgemeine Informationen zu den Hold-Ups finden Sie im Blogartikel, mehr über die Sitzung im November (Fallbeispiel Paritätischer Wohlfahrtsverband Hamburg) erfahren Sie im Beitrag Make what? MakeSense!.

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