Make what? MakeSense!

Eindrücke aus einem Sinnmacher-Workshop

Im November fand der erste MakeSense Hold-Up in Kiel statt – ein Sinnmacher-Workshop zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Dieser Teilnahmebericht aus studentischer Perspektive macht Appetit auf die Nachfolge-Veranstaltung am 12. Januar 2015.

Um 10:00 war das Café Impuls in der CAU Mensa 2 schon mit über 20 Teilnehmenden besetzt. Für die meisten von uns war es eine Pflichtveranstaltung, von der wir nicht allzu viel erwarteten. Auch das Thema Social Entrepreneurship, worum es ja schließlich gehen sollte, war nur einigen wenigen ein Begriff. Nicht einmal der Paritätische Wohlfahrtsverband Hamburg als Fallbeispiel versprach allzu Spannendes. Doch die anfängliche Lethargie verflog schnell als es darum ging, selbst aktiv zu werden.

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Die Workshopleiterin Frauke Godat vom Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) stellte uns die Herausforderung, den Paritätischen Wohlfahrtsverband für junge Menschen attraktiver zu machen. Zum Einstieg sollten wir dafür 100 Ideen sammeln. Mit Stift und Post-its bewaffnet versammelten wir uns um einen großen Tisch und beantworteten Fraukes Brainstorming-Fragen, mit denen wir uns Schritt für Schritt möglichen Lösungsansätzen näherten.

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Nach dem kollektiven Brainstorming haben wir uns in Kleingruppen zusammengetan, um an einem der zuvor entstandenen Lösungsansätze weiter zu arbeiten. Dabei war vor allem unsere Kreativität gefragt: Wir haben Rollenspiele eingeübt, Lösungsprototypen mit Playmais gebastelt und mit Lego gebaut, um anschließend unsere Lösungsvorschläge – lebhafter als bei einem gewöhnlichen Uni-Referat – in der Großgruppe zu präsentieren.

Hoch vom Sofa_1Kurz und knackig: Die Studierenden wollen junge Menschen mit Podcast Videos auf gesellschaftliche Missstände aufmerksam  machen und zum Handeln aufrufen. Hundebande_1Die Auftaktveranstaltung des Verbands soll  insbesondere junge Menschen anziehen, indem sich junge Initiativen wie das Projekt „Hundebande“ persönlich präsentieren.

Dabei hat zum Beispiel eine der Gruppen überzeugend dargestellt, wie man mit knackigen Podcast-Videos zu verschiedenen gesellschaftlichen Themen wie Alltagsrassismus, Homophobie und Diskriminierung das Interesse junger Menschen für Social Entrepreneurship wecken kann. Eine andere Gruppe hat gezeigt, wie das Erfahren über erfolgreiche Projekte, wie z.B. das Projekt Hundebande, einen dazu ermutigen kann, selbst aktiv zu werden und ein eigenes Projekt starten zu wollen. Darüber hinaus hatte eine weitere Gruppe die Idee, mit neuen pfiffigeren Veranstaltungsformaten, wie z.B. dem Power-Point-Karaoke, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband ein innovativeres Image zu verleihen.

Nach den Präsentationen haben wir den Hold-Up* mit einer Feedback-Runde beendet. Dabei fand es eine Kommilitonin besonders wertvoll, dass wir gemeinsam etwas erarbeitet haben, das anschließend auch Anwendung in der Praxis finden wird. Und auch ich habe das Gefühl, dass wir dazu beigetragen haben, den Paritätischen Wohlfahrtsverband in Zukunft für junge Menschen attraktiver zu machen.

*Über die HoldUps: MakeSense ist ein weltweites informelles Netzwerk von jungen Menschen, die zum Thema Social Entrepreneurship arbeiten (das unternehmerische Lösen von gesellschaftlichen Herausforderungen). Ziel eines Hold-Ups ist es, Lösungsansätze für die Herausforderung eines lokalen Social Entrepreneurship-Projektes zu entwickeln.

 

Kommende Termine

  • 12. Januar 2015, 15:00-18:00
  • 09. Februar 2015, 15:00-18:00

Veranstaltungsort: Impuls Coworking, CAU Mensa 2 (alte Bresterie), Leibnizstrasse 12

Maximale Teilnehmerzahl pro Workshop: 20

Anmeldung unter: fgodat@uv.uni-kiel.de

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