Mehr als nur Fakten

Eine innovative Einführung in die Meteorologie

Die neu gestaltete Lehrveranstaltung „Einführung in die Meteorologie“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende aus Haupt- und Nebenfächern für die Meteorologie zu begeistern und eine Identifikation mit dem Thema im Rahmen ihrer Studienkompetenzen auszubilden. Die größte zu lösende Herausforderung besteht darin, der heterogenen Zuhörerschaft ein grundlegendes, physikalisch basiertes Verständnis des Klimasystems zu vermitteln, welches über reines Faktenwissen hinausgeht. Dadurch soll das neue Veranstaltungskonzept den Studierenden tragfähige fachliche Grundlagen vermitteln, auf die sie ihr weiteres Studien- und Berufsleben hindurch aufbauen können.

Text: Susann Tegtmeier (Projektinitiatorin)

Im Rahmen des Projektes wurden zu diesem Zweck aktive Lehrbausteine wie Übungen, Vorträge, Experimente, Fotoprojekte und Diskussionen eingeführt, welche wirkungsvoll das Vorlesungsmaterial mit konkreten, meteorologische Problemstellungen und aktuellen, klima-politischen Fragestellungen verknüpfen. Die neuen Experimente und Übungen helfen den Studierenden, die Bedeutung der physikalischen Grundgesetzte für das Klimasystem zu verstehen und zu verinnerlichen. So dient zum Beispiel das melting ice cubes experimt zur Veranschaulichung von Meeresströmungen, während sich Cloud in a bottle mit der Wolkenbildung beschäftigt. Die rege Beteiligung an freiwilligen Lehrbausteine wie dem Fotoprojekt, in welchem Bilder von optischen Phänomenen, Wolken und Wasser in der Atmosphäre gesammelt und dokumentiert wurden, machen deutlich dass sich die Studenten auch abseits des Vorlesungsmaterials, intensiv mit der Meteorologie beschäftigen.

Gruppenvorträge und Diskussionen zu tagesaktuellen Themen wie der UN-Klimakonferenz, geben den Studierenden die Möglichkeit, erstmals aktiv ihr erlerntes Wissen in Bezug zu gesellschaftlichen Herausforderungen zu stellen. Die lebhaften Fragerunden am Ende der Gastvorträge eines Meteorlogen und eines Klimakoordinators wiederum zeigen, dass zukünftige Berufsmöglichkeiten auch bei Studienanfängern bereits von großem Interesse sind. Alle Lehrbausteine bieten den Studierenden die Möglichkeit, die Vorlesung aktiv mitzugestalten und sich mit Studienanfänger aus anderen Fachbereichen zu vernetzen. Durch die Kombination von faktenbasiertem Wissen, Übungen, Experimenten, Vorträgen und Diskussionen wird aktiv ein meteorlogisches Denken sowie eine fachspezifische Wahrnehmung erlernt. Diese unterstützen die Identitätsbildung als Meteorolog/in, bzw. als Anwender/in der Meteorologie in einer anderen Disziplin.

Dieses Vorhaben wurde durch den PerLe-Fonds für Lehrinnovation gefördert.

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