Methode: Clicker in der Lehre

Audience-Response-Systeme für Veranstaltungen mit vielen Teilnehmenden

Software herunterladen, Vorlesung mit Fragen konzipieren, Clicker austeilen – und los geht’s mit der interaktiven Lehre: Das elektronische Abstimm-System eignet sich nicht nur wunderbar zur Wissensabfrage oder zur Datenerhebung, sondern auch, um große Lehrveranstaltungen aufzulockern oder Lerninhalte zu vertiefen. Über den zentralen e-Learning Service der CAU können die Geräte unkompliziert ausgeliehen werden. Der Vorteil gegenüber Audience-Response-Systemen, die auf Smartphones der Teilnehmenden setzen, liegt auf der Hand: Es ist sichergestellt, dass wirklich alle ein Gerät erhalten und mitmachen können.

Text & Fotos: Johanna Rädecke (Studentin/PerLe)
& Marion Möller (elK.Medien – zentraler e-Learning Service an der CAU)

 

 

„Ich finde den Einsatz von Clickern in Vorlesungen total sinnvoll“, berichtet Medizinstudent Hauke. Befragt man Studierende zu dieser Variante der Audience Response Systeme, fällt das Feedback häufig positiv aus. „Durch solche Systeme erhält der Dozent oder die Dozentin ein direktes Feedback zu den Lehrinhalten“, meint beispielsweise auch Biochemiestudentin Eva.

In der Literatur findet man etwa 26 verschiedene Bezeichnungen für die Technologie (Schneider & Mustafic, 2015), das Prinzip jedoch ist in allen Fällen vergleichbar. Lehrende stellen den Studierenden eine Frage oder eine Aufgabe, die Antworten werden über ein technisches Hilfsmittel gegeben und über einen Empfänger registriert und verarbeitet. Dabei werden die Ergebnisse in Echtzeit aufgezeichnet und den Teilnehmenden zum Beispiel mittels Beamer als grafische Auswertung präsentiert.

 

 

Die Handhabung der von eInstruction konzipierten Clicker ist einfach: Software herunterladen, Vorlesung mit Fragen konzipieren, Clicker austeilen – und los geht’s mit der interaktiven Lehre. Die Geräte eignen sich einerseits zur Abfrage des Wissenstands der Studierenden, andererseits ermöglichen sie auch Evaluationen. So haben Dozentinnen und Dozenten schon vor der Lehrveranstaltungsevaluation am Ende des Semesters die Möglichkeit, sich bei den Studierenden zu informieren, wie ihre Veranstaltung aufgenommen wird.

 

 

In Großgruppenveranstaltungen wirkt der Einsatz von Clickern aktivierend und lockert das klassische frontale Lehrformat auf. In Verbindung mit anderen didaktischen Methoden lassen sich Diskussionen in Kleingruppen, Peer-Instructions oder sogenannte Murmelgruppen mithilfe von ARS anregen. Lehrende können sich zu Veranstaltungsbeginn einen kleinen Eindruck vom vorhandenen Vorwissen verschaffen, am Ende einer Veranstaltung oder zu Beginn der nächsten Wiederholdungfragen stellen und feststellen, ob bestimmte Defizite aufzuarbeiten sind.  Auch das gezielte Einüben des Fragenformats Multiple-Choice für Prüfungsvorbereitungen lässt sich mit ARS umgesetzen.

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verwalten die elk.Medien die Clicker-Systeme, die sich unkompliziert und einfach für jede Lehrveranstaltung ausgeliehen werden können. Videotutorials im OpenOLAT der CAU erklärt die richtige Handhabung.

 

 

Mehr zu Audience-Response-Systemen, …

  • … zu deren Einsatz und verschiedenen Anwendungsszenarien erfahren Sie bei e-teaching.org.

 

Literatur

  • Maison, W.: PiLLE&PiLLE REOLADED: Pharmazie Lehren und Lernen mittels E-Medien. In: Universität Hamburg Zentrale Organisationseinheit Universitätskolleg (Hrsg.) [o.J.].Das Lehrlabor: Förderung von Lehrinnovationen in der Studieneingangsphase. Universitätskolleg-Schriften Band 6, S. 79-81. URL: https://www.universitaetskolleg.de/publikationen/uk-schriften-006.pdf. [Zugriff: 05.09.2018]
  • Schneider, M. & M. Mustafic (Hrsg.) (2015): Gute Hochschullehre: Eine evidenzbasierte Orientierungshilfe. Wie man Vorlesungen, Seminare und Projekte effektiv gestaltet. Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2015.

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