Methode: Ein Glas Tee

Lerninhalte mit dem eigenen Leben verbinden & reflektieren

Text: Ramona Dabringer (Studentin/PerLe)

tee

Ablauf

Die Teilnehmer_innen der Lehrveranstaltung bilden einen Stuhlkreis. In die Mitte des Kreises wird ein Gegenstand platziert, der mit dem Seminarthema zusammenhängt. In einer ersten Runde äußern die Teilnehmer_innen ihre spontanen Assoziationen zu diesem Gegenstand. Dabei sind sie dazu angehalten, einen Bezug zu eigenen Erfahrungen oder zu ihrer persönlichen Lebenssituation herzustellen. Anschließend diskutieren und reflektieren sie die spontanen Äußerungen gemeinsam.

Tipps

  • Der Assoziations-Gegenstand will gut gewählt sein: Er sollte nach Möglichkeit Anknüpfungspunkte für jede/n Teilnehmer/in bieten.
  • Wichtig fürs Gelingen der Methode ist der Zweischritt von Spontaneität und Reflexion.
  • Eine positive, motivierende Stimmung ist hilfreich. Die einzelnen Assoziationen sollten nicht beurteilt werden, um den Fluss nicht zu stören.

 

Beispiel: Muttersprachlicher Türkischunterricht*

Aus einem Kurs für türkische Lehrer_innen, der auf muttersprachlichen Unterricht für türkische Schüler_innen vorbereitet:

In der Mitte des Stuhlkreises steht ein typisches türkisches Teeglas mit einem Glasuntersatz. Die Teilnehmer_innen benennen und beschreiben den Gegenstand, was nicht viel Zeit erfordert. Anschließend gehen sie dazu über, Bezüge zur Teekultur in ihrer Heimat herzustellen. Dabei erinnern sie sich an verschiedene Situationen, in denen sie in der Türkei Tee getrunken haben. Zudem schildern sie Kindheitserinnerungen an  Teezeremonien,  bei denen sie den Erwachsenen zugeschaut haben. Schließlich diskutieren sie,  wie sich Landestypisches – wie die Teezeremonie – sinnvoll nach Deutschland ‚rüberretten’ lässt.

* Quelle: Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schulen NRW (QUA-LiS)

 

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