Methodentipp: Fishbowl

Für einen intensiven Austausch in großen Gruppen

fishbowl

Text: Ramona Dabringer

Kurzbeschreibung

Ein Fishbowl sorgt selbst in großen Gruppen für intensiven Austausch. Zu diesem Zweck diskutiert ein kleiner Kreis von Studierenden – wie im Goldfischglas – über ein vorgegebenes Thema, während die übrigen Teilnehmenden die Rolle des kritischen Publikums übernehmen.

Inhalt und Ablauf

Zunächst teilt sich das Seminar in mehrere Gruppen auf, die jeweils für ein vorgegebenes Diskussionsthema zuständig sind. Besonders geeignet sind offene oder polarisierende Themen, die vielschichte Argumente und Sichtweisen ins Spiel bringen. Die Diskutanten sind dazu angehalten, sowohl persönliche Meinungen einzubringen als auch Argumente, die bereits im Seminar erarbeitet worden sind, wieder aufzugreifen.

Ist eine Diskussionsrunde an der Reihe, nimmt sie in der Mitte des Raumes in einem Stuhlkreis platz. Die übrigen Studierenden verfolgen  die Diskussion wie Talkshowgäste – und mischen sich nicht ins laufende Gespräch ein. Erst im Nachhinein wird die Diskussion vom Publikum beurteilt. Dabei geht es unter anderem um  Verhalten, Mimik und Gestik der Diskutanten, um die Kommunikationsfähigkeit, aber auch um die eingebrachten Argumente und um den Ablauf der Diskussion selbst.

Varianten

  • Es ist möglich, vorab einen Moderator zu bestimmen, der die Diskussion leitet.
  • Optional kann ein Stuhl im Diskussionskreis freigehalten werden, damit sich Zuschauerinnen und Zuschauer (nach vorab festgelegten Regeln) ins Gespräch einklinken können.
  • Es kann hilfreich sein, vorab konkrete Beobachtungsaufträge im Publikum zu verteilen.
  • Gerade bei politischen Themen bietet es sich an, den Diskutierenden im Vorfeld feste Rollen zuzuweisen. Statt der persönlichen Meinungen, können sie z.B. die Ansichten eines bestimmten Politikers oder einer bestimmten Partei vertreten.

 

Link zum Nachlesen und Vertiefen

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