„Max Reger – Zurück in die Zukunft“

Studierende eröffnen selbstkonzipierte Ausstellung über Komponisten

Ein Semester lang haben Studierende des Musikwissenschaftlichen Instituts der CAU an einer Ausstellung über den Komponisten Max Reger gearbeitet. Am Sonntag, 7. Februar, präsentieren sie nun die Ergebnisse ihres Projektseminars: Um 12 Uhr öffnet die Ausstellung „Max Reger – Zurück in die Zukunft“ im Kieler KirchenKAI der St. Nikolausgemeinde ihre Türen.

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Von Studierenden der Uni Kiel ersonnen und umgesetzt: das Projekt „Max Reger – Zurück in die Zukunft“. Foto: CAU

Anlässlich des 100. Todestages des Komponisten Max Reger ist die Ausstellung unter Leitung von Professorin Kathrin Kirsch als Teil einer groß angelegten Kooperation zwischen Chören, Orchestern, Konzertveranstaltern und dem Musikwissenschaftlichen Institut der CAU entstanden. Sie soll dem Kieler Publikum Max Reger in seinem schöpferischen Facettenreichtum näherbringen: „Regers Werke bilden eine wichtige Stimme in der um 1900 teils ideologisch geführten Debatte um ‚moderne‘ Musik und wirken heute besonders durch die Dichte der Satztechnik, die erweiterte Tonalität und nicht selten durch gezielt gesetzte Kontraste der Einfachheit“, erläutert Kirsch.

In Kirschs Projektseminar „Reger 2016“ haben Studierende vier Monate lang daran gearbeitet, der Kieler Öffentlichkeit solch wissenschaftliche Erkenntnisse über Regers Schaffen packend zu vermitteln. Dazu gehörte weit mehr als eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Stand der Forschung zu Leben und Werk des Komponisten: Die Studierenden hatten sowohl die Konzeption als auch die praktischen Umsetzung der Ausstellung selbst in der Hand. Parallel durften sie auch die Kieler Regerjahr-Homepage mitgestalten und eigene Texte zur Broschüre über das Regerjahr in Kiel beisteuern.

Von der Pressearbeit übers Netzwerken bis hin zur Projektumsetzung – die Praxisanbindung  stand in Kathrin Kirschs Projektseminar im Fokus. Die Professorin wollte dadurch problemorientiertes Lernen im Transferbereich zwischen Geisteswissenschaft und Kulturwirtschaft fördern. Außerdem möchte sie dazu beitragen, dass sich langfristig für Lehre und Berufsorientierung nutzbare Netzwerke aus der Universität ins Umland etablieren.

Von Schaffenkrisen, Reisen, Orgel-, Chor- und Liedwerken

Bis zur Ausstellungseröffnung am 7. Februar ist für die Studierenden allerdings noch viel zu tun. „Flyer müssen verteilt und die einzelnen Ausstellungsteile aufgebaut werden. Wir freuen uns schon jetzt auf die Reaktionen der Besucherinnen und Besucher, denn für viele von uns ist es das erste Ausstellungsprojekt“, sagt Studentin Anna Lena Möller.

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Max Reger im Portrait. Copyright: Czerny

Die in vier Teile gegliederte Ausstellung zeigt an vier Konzertorten in Kiel wichtige Stationen und Schaffensperioden des Komponisten. In St. Nikolai geht es um die Orgelwerke Regers, seine erste Kompositionszeit und seine erste Schaffenskrise. Im Kieler Schloss werden Regers Orchesterwerke und seine Zeit als Dirigent näher beleuchtet. In der Kirche St. Ansgar können Interessierte mehr über die kammermusikalischen Werke und die Reisen des Komponisten erfahren. Im KirchenKAI der St. Nikolausgemeinde stehen schließlich Regers Chor- und Liederwerke, der Krieg und der Tod des Komponisten im Fokus. Die Ausstellung ist zunächst vom 7. Februar bis zum 20. März zu sehen.

Weitere Informationen und Termine

 

Das Projektseminar „Reger 2016“  wurde mit dem PerLe-Fonds für Lehrinnovation gefördert.

Quelle: Pressemeldung der CAU

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