Science Shows

Junge Forschung auf der Kieler-Woche-Bühne

Vorhang auf für Forschung im 10-Minuten-Takt: Bei Science Shows bringen Jungwissenschaftler_innen der CAU ihre Fachthemen auf die Bühne. Packend, pointiert und auf ein breites Publikum zugeschnitten. Dafür, dass der Transfer gelingt, sorgen Ulf Evert (Graduiertenzentrum) und Kate Simmons (Zentrum für Schlüsselqualifikationen) im Tandem-Coaching. Die nächsten Science Shows starten im Rahmen der Kieler Woche.

Egal, ob Landschaftsaufnahmen in Hollywoodfilmen oder 3-D-Untersuchungen an Krabben: Kieler Forschungsthemen sind bühnenreif. Das stellen die CAU-Science-Shows bereits seit vier Jahren regelmäßig unter Beweis. Getreu dem Motto „Fasse dich kurz, informiere und unterhalte das Publikum!“ wagen sich zur Kieler-Woche jetzt erneut junge Forscher_innen auf die Bühne des CAU-Zeltes, um ihr Publikum in fremde Wissenswelten zu entführen (Details zum Programm s.u.).

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„Wir finden es einfach wichtig, dass die Universität gegenüber der Gesellschaft offen ist“, erläutert Science-Show-Moderator Ulf Evert das Veranstaltungskonzept, „jede und jeder sollte die Möglichkeit haben, sich darüber zu informieren, was an der Kieler Universität gerade erforscht wird – und zwar in einer Weise, die verständlich ist und begeistern kann.“

Forschungsthemen, die sich nicht für die Bühne eignen, gibt es Everts Meinung nach nicht – „es kommt nur auf die richtige Darstellung an!“. Dafür, dass die Begeisterung für ein Projekt tatsächlich aufs Publikum überspringt, sorgt der Biologe gemeinsam mit der erfahrenen Theaterpädagogin Kate Simmons vom ZfS.

Die heiße Phase vor dem Auftritt

Vier Wochen vor dem eigentlichen Auftritt startet die heiße Phase  für die Vortragenden mit intensiven Coachings. Als Wissenschaftler unterstützt Evert seine Coachees bei der inhaltlichen Aufbereitung eines Themas: „Wir suchen gemeinsam nach passenden Kernaussagen. Häufig bietet es sich dabei an, einen Teilaspekt aus einem komplexen wissenschaftlichen Projekt heraus­zugreifen, und um diesen herum einen Erzählstrang anzulegen“, erläutert Evert das Vorgehen „außerdem bereiten wir gemeinsam Powerpointpräsentationen vor, die das jeweilige Forschungsprojekt anhand von Bildern und kurzen Videos veranschaulichen.“

Theaterexpertin Kate Simmons ist dagegen für die dramaturgische Umsetzung der Shows zuständig. Sie trainiert mit den Vortragenden nicht nur Stimme und Gestik, sondern hilft ihnen auch dabei, der Bühnenpräsentation eine persönliche Note zu verleihen. Ihre Ausgangsfrage lautet deshalb stets: „Warum brennst du eigentlich für Deine Arbeit?“

DSC_0468 DSC_0517 Johanna Mestorf & Samuel Reyher

Und wozu der Aufwand?

Das alles klingt nach harter Arbeit, macht aber Spaß – was die große Zahl von Wiederholungstätern unter den Vortragenden belegt. Außerdem sind die intensiven, individuell zugeschnittenen Coachings für die jungen Wissenschaftler_innen eine einmalige Gelegenheit:

  • Die Bühnenerfahrung stärkt das Selbstbewusstsein und schult einen souveränen Umgang mit heterogenem Publikum.

 

  • Das Sprech- und Präsentationstraining wird sich auch bei künftigen Vorträgen als hilfreich erweisen.

 

  • Die intensive Aufbereitung der Inhalte gibt den Vortragenden neue Perspektiven aufs eigene Forschungsvorhaben und zeigt ihnen vielfältige neue Zugänge zum eigenen Thema auf.

 

  • Die bewusste Auseinandersetzung mit der Begeisterung fürs eigene Fach und die Zufriedenheit nach einem erfolgreichen Auftritt spornen an.

 

Weil die Shows immer aus mehreren Einzelvorträgen bestehen, sind die Vor- und Nachbereitung ein aufregendes Gemeinschaftserlebnis – vergleichbar mit der Arbeit einer Theatergruppe. Die Teilnehmer_innen lernen voneinder und geben sich gegenseitig Feedback, um am Ende ein gelungenes Event auf die Bühne zu bringen.

„Jedem, der möchte, bieten Kate und ich zudem eine intensive Nachbesprechung inklusive Videofeedback an“, so Ulf Evert. Neue Teilnehmer_innen sind ihm immer willkommen, denn die Science Shows werden häufig gebucht. Zuletzt haben die Auftritte im Rahmen des Campusfests „summa cum laude“ (22. Mai),  bei der Medinight der Mediziner (18. Juni) und bei der Absolvent_innenfeier der Agrarier (19. Juni) stattgefunden.

Das Ziel der Initiator_innen: Eine curriculare Verankerung der Science Shows; „damit die Teilnehmenden im Zuge eines Coachings und Vortrags künftig auch ECTS-Punkte für ihre Leistung erhalten.“ Doch das ist Zukunftsmusik. Zur Kieler Woche heißt es fürs Science-Show-Team jetzt erst einmal wieder: Lampenfieber – und Bühne frei für die Forschung!

 

Termine für die Science Show im Kieler Woche-Zelt der CAU:

Sonntag, 21.06., 16:00 Uhr:
  • Dr. Ricardo Fernandes (Physiker & Archäologe, Leibniz-Labor für Altersbestimmung und Isotopenforschung): Fighting crime with FRUITS!
  • Dr. Lars-Hendrik Schilling (Anorganische Chemie): Frohen Petrow-Tag!

Moderation: Ulf Evert als Prof. Samuel Reyher

Samstag, 27.06., 16:00 Uhr:
  • Henry Weidemann (Kunsthistorik): Die Macht der Bilder – Landschaftsdarstellung in Hollywoodfilmen
  • Stephanie Köhnk (Spezielle Zoologie): Möbius‘ Erbe (3D-Untersuchungen an Krabben)
  • Danijel Kežić (Osteuropäische Geschichte): Planung und Bau der Eisenbahn Belgrad-Bar aus der Perspektive der Desintegration des Wirtschaftssystems in Jugoslwaien (1952-1976)

Moderation: Ulf Evert als Prof. Samuel Reyher und Prof. Karl August Möbius

 

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