Studentische Sozialunternehmer in Bukarest

EU-Projekt „Social Entrepreneurship“

Bei dem EU-Projekt „Social Entrepreneurship for Local Change“ geht es darum, gesellschaftliche Veränderungen durch neuartige Geschäftsmodelle anzustoßen. Zu den internationalen Teilnehmer_innen zählen auch Studierende und Lehrende aus Kiel – vor Kurzem sind sie von ihrer ersten Station in Bukarest zurückgekehrt.

Quelle: Pressemitteilung

Im Rahmen des von der EU geförderten Projekts waren 40 internationale Studierende sowie Tutor_innen und Hochschulangehörige für zehn Tage an der Wirtschaftsuniversität Bukarest zusammengekommen. Zu den Teilnehmenden gehörten auch sechs Studierende der Kieler Universität.

 

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Der Seminarraum für die ersten Tage der Woche: ein DIY Coworking Space am Stadtrand von Bukarest. Foto: Ellen Fetzer

 

Mit dem Ziel, soziale und umweltbezogene Probleme mit unternehmerischen Mitteln zu lösen, entwickelten die Studierenden eigene Projektideen. Zu diesem Zweck unternahmen sie zunächst Exkursionen durch Bukarest, insbesondere zu den Außenbezirken der Stadt. Die urbane Peripherie eignet sich besonders, um neue Ansätze zu entwickeln, da hier häufig zugleich Versäumnisse der Stadtentwicklung und ungenutzte Potentiale sichtbar werden. Am Stadtrand der rumänischen Hauptstadt zeigen sich zum einen infrastrukturelle Probleme zum anderen eine starke bauliche Verdichtung in unmittelbarer Nähe des attraktiven Naherholungsgebiets rund um den Văcăreşti-See.

 

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Exkursion am Stadtrand von Bukarest. Mit der Methode Urban Safari werden Potenziale für sozialunternehmerische Ideen erkundet. Foto: Ellen Fetzer

Nach den detaillierten Bestandsaufnahmen widmeten sich verschiedene Arbeitsgruppen konkreten Themen – wie etwa der Entwicklung einer nachhaltigen Mobilität, einer nachhaltigen Nutzung des Sees oder der Erneuerung der vernachlässigten Gebäude. Die daraus entstandenen Überlegungen waren der Ausgangspunkt für  konkrete Geschäfts- und Dienstleistungsideen.  Mit dem Kreativprozess Design Thinking entwickelten die Studierenden innerhalb weniger Stunden erste Modelle für Produkte und Dienstleistungen. Diese konnten sofort mit Hilfe von Feedback und Rückmeldungen von Organisationen aus der jeweiligen Branche angepasst und verändert werden.

 

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Studentinnen und Tutoren aus Rumänien, Estland und Holland konstruieren ein erstes Modell für ein mögliches Produkt für ihr geplantes Upcycling-Unternehmen. Foto: Ellen Fetzer

Frauke Godat war als Dozentin aus Kiel mit vor Ort: „Es war wirklich beeindruckend, wie engagiert und motiviert die Studierenden in der Woche teilweise mehr als acht Stunden täglich konzentriert in den interdisziplinären Teams gearbeitet haben. Dabei wurde nicht nur Fachwissen zum Thema Social Entrepreneurship erworben, sondern sie waren auch stark in der interkulturellen Teamarbeit gefordert und Bukarest war für dieses Thema ein spannender Lernraum.“

Das Projekt wird im Rahmen des ERASMUS+ Programmes durch die Europäische Union gefördert und durch die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) koordiniert. Projektpartner seitens der Universität Kiel sind Juniorprofessorin für Entrepreneurship, Petra Dickel, und Frauke Godat vom Projekt PerLe. Begleitend zu der Arbeitsphase vor Ort nehmen alle Teilnehmer an einem Online-Kurs zum Thema Social Entrepreneurship teil (siehe Blogartikel Social Entrepreneurship for Local Change). Das neuartige Webangebot hat insgesamt 70 Teilnehmer aus mehreren Ländern angelockt. Weitere Treffen der Projektgruppe sind in dem bis 2018 geförderten Programm in wechselnden Ländern vorgesehen.

Kontakt

Frauke Godat
Tel.: +49 (0)431 / 880-5945
fgodat@uv.uni-kiel.de

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