SOS: Teddybärpo in Not!

Teddybärkrankenhaus lädt Kinder und ihre Kuscheltiere ein

Praxis am Plüschbären: Vom 19. bis zum 22. Mai öffnen Kieler Medizin- und Pharmazie-Studierende wieder die Zelte des Teddybärkrankenhauses. Kleine Kuscheltier-Mütter und -Väter sollen dort die Angst vorm Arzt überwinden. Und die Teddydocs sammeln wertvolle Erfahrungen im Umgang mit jungen Patient_innen.

Gefährlich aussehende Spritzen und fremde Menschen in weißen Kitteln machen nicht nur Kindern Angst. Der Gang in die Praxis ist aber gerade für die Kleinsten eine echte Bewährungsprobe. Damit sie die bestehen, laden Medizinstudierende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel zum vierten Mal seit 2011 zur Sprechstunde in das Teddybärkrankenhaus (TBK) ein. Vom 19. bis zum 21. Mai von 8 bis 18 Uhr und am 22. Mai von 8 bis 12 Uhr können die jungen Kuscheltier-Eltern ihr Lieblingsspielzeug mit in die vier Zelte auf dem Asmus-Bremer-Platz in der Kieler Innenstadt bringen, um spielerisch die Angst vor Ärztinnen und Ärzten zu überwinden.

teddy

Nachdem sich im letzten Jahr bereits mehr als sechzig Medizin- und Pharmaziestudierende der Uni Kiel beim TBK engagiert haben, werden sie in diesem Jahr zusätzlich von Kieler Zahnmedizinstudentinnen und -studenten unterstützt. So können die Kinder nicht nur in einem Behandlungs-, Röntgen- und Apothekenzelt, sondern auch in einem Zahnarztzelt Einblicke in aktuelle Methoden der Medizin gewinnen. Darüber hinaus ist der Rettungswagen ein beliebtes Highlight. Die 25-jährige Pharmaziestudentin Aylin Neumann hat im vergangenen Jahr den Knuddelbärmamas und -papas im Apothekenzelt Arzneipflanzen gezeigt und vielen Plüschtieren süße „Medizin“ und Bettruhe verschrieben. Sie ist vor allem vom Einfallsreichtum der Mädchen und Jungen begeistert: „Die Kinder haben mir fantasievolle Geschichten erzählt, was passiert ist. Ein Teddy hatte sich zum Beispiel den Po auf dem Herd verbrannt. Manche sind erst schüchtern, dann aber sind sie vom Traubenzucker und den gut riechenden Pflanzen begeistert. Mir hat die Abwechslung zum Unialltag gut gefallen.“

Das Projekt der Fachschaft der Medizinischen Fakultät der CAU orientiert sich an der in vielen deutschen Städten regelmäßig stattfindenden Aktion der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd). Sarah Hahn ist Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit beim TBK Kiel und erklärt die dahinter stehende Idee: „Kinder haben nur vor dem Unbekannten Angst. Über die Kuscheltiere können wir eine Vertrauensbasis schaffen. Im Teddybärkrankenhaus sind die Kinder in einer anderen Position und betreuen ihr Kuscheltier als ‚Eltern‘ statt in der Kinderrolle zu sein. Dadurch erleben sie es anders und sind viel mutiger.“

Quelle: Pressemeldung der CAU

Weiterführende Blog-Beiträge

  • Im Interview mit den beiden Organisatorinnen des Kieler Teddybärkrankenhauses, Julia Otto und Lisanne Mattuschka, erfahren Sie mehr darüber, was das Projekt den beiden Medizin-Studentinnen für ihren späteren Job bringt: Softskills am Plüschtier trainieren.
  • Auch der unterhaltsame Abschlussbericht Teddybärkrankenhaus Kiel 2013 veranschaulicht das Projekt

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