Spielerische Ansätze für die Tutorienarbeit

Let’s play: BEAT-Vernetzungstreffen & Zertifikatsverleihung

Zweimal im Jahr veranstaltet das Qualifizierungsprogramm BEAT – BE A TUTOR ein Vernetzungstreffen für Tutorinnen und Tutoren der Kieler Universität. Auf dem Programm stehen dabei Austausch und Diskussion zu Fragen der tutoriellen Lehre sowie die feierliche Verleihung der BEAT-Zertifikate an alle, die das Qualifizierungsprogramm erfolgreich absolviert haben. Zusätzlich steht jedes dieser Treffen unter einem anderen Motto. Am 22. Februar lautete die Devise „Let’s play“.

Text: Mirjam Michel (Studentin/PerLe)

 

Gewohnheitsgemäß greifen Menschen auf Denkprozesse zurück, die sie erlernt haben. Die LEGO® SERIOUS PLAY®-Methode zielt darauf ab, neue Denkmuster durch die Visualisierung von Prozessen zu unterstützen – und hilft darüber hinaus,  Abstraktes in Worte zu fassen. Denn was sichtbar ist, wird im wahrsten Sinne des Wortes begreifbarer und lässt sich leichter beschreiben.

Zudem eignet sich die spielerische Herangehensweise ausgezeichnet dafür, das Eis zwischen den Teilnehmenden einer Veranstaltung zu brechen. Wie das konkret funktioniert, zeigt gleich die erste Übung des Nachmittags: Aus Lego-Steinen sollen die Studierenden in Dreier- und Vierer-Teams binnen kurzer Zeit einen Turm bauen; das Team mit dem höchsten Turm gewinnt. Als die Stoppuhr das Übungsende signalisiert, ist die Stimmung bereits ausgelassen.

 

Kreativ geht es weiter. Mit LEGO® SERIOUS PLAY®, Knete, bunten Pfeifenreinigern und PlayMais® – kleinen Maisbausteine, die sich durch Wasser miteinander verkleben lassen – illustrieren die Studierenden, wie sie sich ein gelungenes Tutorium vorstellen. Die Herangehensweisen fallen dabei ganz unterschiedlich aus: Während manche ihrem Einfallsreichtum freien Lauf lassen und einfach wild drauflos basteln, gehen andere methodisch vor. Entsprechend variieren auch die Ergebnisse stark: Von einem Fragezeichen, über das Buchstabieren des Wortes „Gelungenes Tutorium“, bis hin zu ausgeklügelten Konzepten, wie einem „Pürierstab des Wissens“ – einer Metapher für ein möglichst gleichmäßig verteiltes Wissen unter den Tutanden am Ende eines Tutoriums.

Das Ende des zweistündigen Vernetzungstreffens läutet die feierliche Verleihung der Abschluss-Zertifikate ein. Anschließend sitzen die Teilnehmenden bei Kaffee und Kuchen zusammen und tauschen sich weiter über ihre Tutorienarbeit aus oder lassen die just getesteten spielerischen Vermittlungsansätze Revue passieren. Marvin Groth, Tutor der Geschichtswissenschaften, ist begeistert: „Ich finde es klasse, etwas Unkonventionelles zu machen, was bisher erst Wenige versucht haben. Das gibt Studierenden die Möglichkeit, neue Wege zu bestreiten“. Auch für Katja Francke, Tutorin der Soziologie, war der Nachmittag gewinnbringend: „Es war interessant einmal eine ganz andere Methode kennenzulernen. Häufig ähneln sich Workshops, was die Materialien angeht. Oft wird zum Beispiel mit Flipcharts oder Moderationskarten gearbeitet. Umso schöner war es, mal etwas ganz Neues auszuprobieren.“ Sie kann sich durchaus vorstellen, in Zukunft solche spielerischen Methoden in die eigene Lehre einzubauen und zieht insgesamt eine positive Bilanz zum BEAT-Qualifizierungsprogramm – auch was die Atmosphäre anbelangt: „Es ist schon fast wie ein Zusammenkommen mit Freunden, denn viele Gesichter sieht man im Laufe des Programms immer wieder.“mit Freunden, denn viele Gesichter sieht man im Laufe des Programms immer wieder.“

Weiterführende Informationen

 

Kontakt und Anmeldung

  • tutors.perle@uv.uni-kiel.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.