Stressfrei wissenschaftlich schreiben

Tipps & Tricks aus der „Langen Nacht der Hausarbeiten“

Wie schreibt man eine gute Hausarbeit? Was mache ich, wenn ich keine passende Literatur finde? Wie grenze ich mein Thema ein – und wie gelingt es, eine zielführende Fragestellung zu formulieren? Antworten auf Fragen wie diese erhielten Studierende am Donnerstag, 1. März, bei der fünften „Langen Nacht der Hausarbeiten“ an der Kieler Universität. Hilfreiche Tipps sowie weiterführende Links und Literaturhinweise der Referentinnen und Referenten des Abends haben wir hier für Sie zusammengetragen.

 Quelle: Pressemeldung

Foto: Farah Claußen/CAU

In der Universitätsbibliothek (UB) der Christian-Albrechts-Universität wurden in 20 Workshops und Vorträgen zwischen 16 und 23 Uhr gezielt Themen und Probleme des wissenschaftlichen Schreibens angegangen – wie zum Beispiel Arbeitsmethoden, Themeneingrenzung oder Stress und Selbstmanagement. Zudem standen Einführungen in Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi, EndNote oder LaTeX auf dem Programm. Informationen aus vielen Workshops nebst Empfehlungen und Beispieldateien der Referentinnen und Referenten finden Sie in der rechten Spalte. ⇒

„Knapp 350 Studierende aller Fachrichtungen und Semester haben unser Angebot wahrgenommen und sich allgemein über das Schreiben von Hausarbeiten informiert oder Lösungen für ihre individuellen Probleme erhalten“, berichtet Organisatorin und UB-Mitarbeiterin Frauke Michels-Grohmann. „Durch unsere vielen Partner können wir auf sehr viele Aspekte, die zu einer wissenschaftlichen Hausarbeit gehören, umfangreich eingehen. Wir vom Team der Langen Nacht in der UB freuen uns sehr, die Studierenden so unterstützen zu können.“

Versionenschreiber, Drauflosschreiberin oder doch eher Patchworktyp?

Bereits zum fünften Mal organisierte die UB zusammen mit dem Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) und dem Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) die Lange Nacht der Hausarbeiten. In diesem Jahr mit dabei waren auch das Englische Seminar, das Institut für Psychologie, Mitarbeitende anderer Fächer der Uni Kiel sowie die Fachhochschule Kiel.

Viele Studierende nutzten gleich zu Anfang das PerLe-Angebot des Schreibtypentests. Dort konnten sie herausfinden, ob eher das Versionenschreiben, das Drauflosschreiben oder das Patchworkschreiben zu ihnen passt. Wer den Test gern nachholen möchte oder Unterstützung und weiterführende Materialien zum Thema benötigt, kann sich gern auch noch im Nachhinein an Kati Lüdecke-Röttger (kluedecke-roettger@uv.uni-kiel.de) und Wiebke Omernik (womernik@uv.uni-kiel.de) von PerLe wenden.

 

 

Katharina studiert Ernährungswissenschaften im fünften Semester und bereitet sich gerade auf ihre Masterarbeit vor. Für sie war es die erste Lange Nacht der Hausarbeiten: „Ich brauche einfach ein paar Tipps, damit das Schreiben meiner Masterarbeit stressfrei bleibt.“ Da bot sich der „Stress und Selbstmanagement“-Workshop von Catharina Jerratsch und Jasmin Marquardt (PerLe) an. „Stress ist etwas ganz Individuelles. Jeder muss für sich selbst herausfinden, welche Stressoren ihn oder sie aus der Ruhe bringen können. Das kann zum Beispiel Zeitdruck sein“, erklärt Marquardt. „Mit gezielten Methoden des Selbst- und Zeitmanagements lassen sich die stressauslösenden Faktoren reduzieren.“

 

Katharina studiert Ernährungswissenschaften und möchte für das Verfassen ihrer Masterarbeit wissen, welcher Schreibtyp sie ist. Foto/Copyright: Farah Claußen/CAU

 

Studentinnen und Studenten stehen oft vor ähnlichen Herausforderungen. Judith, Bachelorstudentin (Deutsch und Wirtschaftswissenschaften), schreibt bald ihre Bachelorarbeit und braucht Anregungen: „Mir fällt vor allem die Themenfindung schwer und beim Zitieren möchte ich mich auch noch verbessern. Defizite erkennt man immer erst, wenn man gerade dabei ist, eine wissenschaftliche Arbeit vorzubereiten.“ Auch Jonas, Lehramtsstudent im ersten Bachelorsemester (Mathematik und Philosophie), brauchte einen Leitfaden. Bevor er seine ersten Hausarbeiten schreiben wird, informierte er sich darüber, wie man überhaupt eine wissenschaftliche Arbeit verfasst und was dabei zu beachten ist. „Wissenschaftliche Arbeiten sind ganz anders als das, was ich aus der Schulzeit kenne. Sie sind viel komplexer. Da möchte ich bei meiner ersten Hausarbeit natürlich gut vorbereitet sein und stressfrei an die Sache herangehen.“

Während des Vortrags „Themenfindung, Eingrenzung und genaue textuell-lineare Bearbeitung der Fragestellung in literatur- und sprachwissenschaftlicher Arbeiten philologischer Fächer“ von Benjamin Peter (PerLe) fragte Ingrid, Bachelorstudentin der Sozio-Ökonomik: „Was mache ich, wenn ich keine Fachliteratur zu meinem Thema finde?“ Auf solche Fragen hatte Peter sofort eine Antwort parat: „Versuchen Sie, verwandte Themenbereiche auszumachen und erweitern Sie Ihre Recherche durch andere Schlagworte“, rät Peter. Ingrid hat viel aus dem Vortrag mitgenommen, zum Beispiel wie man besser recherchiert oder was zu einer strukturierten Vorgehensweise gehört.

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