Studentische Lehre zu „Robotik und Algorithmizität“

Kritisch-kreative Auseinandersetzung aus pädagogischer Perspektive

Robotik kommt bereits in alltäglichen Situationen zum Einsatz und beeinflusst mehr und mehr Leben, Arbeit und Freizeit. Roboter sind mittlerweile in Kinderzimmern, Schulen oder Pflegeheimen anzutreffen – und schon lange an einer Vielzahl von Produktionen beteiligt. Es gibt viele Standpunkte zum Thema, doch der Pädagogik scheint es noch an Auseinandersetzungen und an Haltungen zu fehlen. Deshalb legt es das studentisch geleitete Forschungsprojekt „Robotik und Algorithmizität“ darauf an, in der Pädagogik eine Bewegung hin zur kritisch-kreativen Auseinandersetzung mit Robotik anzustoßen. Sabrina Schönfeld aus dem Projektteam berichtet.

 Text: Sabrina Schönfeld, Tobias Joost
(Projektteam)

 

Welche Chancen und Risiken birgt Robotik in pädagogischen Kontexten? Und wie kann die Pädagogik die Technologie mitgestalten und kreativ nutzen? Durch die interdisziplinären Zugänge – aus Pädagogik, Informatik und Ingenieurswissenschaften –, die wir durch unsere eigenen Studienfächer mit einbrachten, konnten wir in unserem Forschungsseminar im Sommersemester 2018 ein wirklich breites Themenspektrum diskutieren.

Doch eins nach dem anderen: Die Vorbereitungen für unsere Lehrveranstaltung starteten bereits im Wintersemester 2017/18. Diesen Zeitraum nutzten wir sowohl für Organisatorisches und Vernetzungstreffen als auch für die Konzeptualisierung unseres Seminars. Dafür besuchten wir unter anderem die didacta in Hannover und den Landesfachtag der Informatik für Schleswig-Holstein und Hamburg. Außerdem wurden wir im Roberta-Regio-Zentrum der FH Kiel mit LEGO®-Robotern zu Roberta-Teachern ausgebildet. Die Roberta-Coaches Professor Gerhard Waller und Matthias Riedel sind wichtige Austauschpartner für unser Forschungsprojekt geblieben.

Auf Basis der neu erworbenen Kenntnisse und unserer Vorüberlegungen entwickelten wir schließlich das Konzept für ein Forschungsseminar, an dem Studierende verschiedenster Fachrichtungen (Pädagogik, Fachergänzung, Lehramt) teilnehmen können. Die Studierenden sollen dazu angeregt werden, sich bewusst mit (selbst) ausgewählten Aspekten aus den Themenbereichen Robotik, Algorithmizität und Digitalisierung auseinanderzusetzen, um sich im nächsten Schritt fragen zu können,  was diese in pädagogischen Kontexten bereits bewirken oder zukünftig bewirken könn(t)en.

Offenheit & Perspektivvielfalt als Voraussetzung

Während der Pilotveranstaltung im Sommersemester 2018 kristallisierten sich mehr und mehr eigene Ideen, Vorstellungen und Fragestellungen der Teilnehmenden heraus. Diese mündeten – je nach Interesse und Wahl des Themenschwerpunktes der Studierenden – in die Entwicklung eigener (Teil-)Forschungsfragen. Einerseits leisten diese Fragestellungen einen Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Robotik in pädagogischen Kontexten allgemein, andererseits sollen sie zur differenzierten Haltung der einzelnen Studierenden beitragen. Ein wertschätzender und offener Umgang mit allen Zugängen und Perspektiven auf Robotik, Algorithmizität und Digitalisierung ist Grundvoraussetzung, um die genannten Ziele zu erreichen. Daraus ergibt sich zudem die Möglichkeit, dass die für die Pädagogik bedeutsamen Aspekte der Diversität und Reflexion im Rahmen des Forschungsprozesses Raum finden.

Bei Beantragung, Planung und Umsetzung des studentischen Forschungsprojektes stand Herr Dr. Friedrich-Wilhelm Lehmhaus vom Seminar für Medienbildung (der CAU Kiel) uns stets mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem wird er das von uns konzipierte Forschungsseminar als verantwortlicher Dozent ab dem Wintersemester 2018/19 weiterführen. Für seine Unterstützung und sein Engagement möchten wir ihm an dieser Stelle (noch einmal) herzlich danken.

Projektpräsentation auf der StuKo in Bochum

Anfang Oktober haben Sabrina Schönfeld und Tobias Joost ihr medienpädagogisches Lehrprojekt zum Thema Robotik bereits bei der Studentischen Konferenz (StuKo) in Bochum präsentiert, die im Zeichen studentischer Lehre und studentischer Forschung steht. Hier Das Projektposter, das das Kieler Team dort präsentierte:

 

 

Übrigens: Im kommenden September/Oktober wird das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen – PerLe die StuKo in Kiel ausrichten!

Wer mehr über das Robotik-Projekt erfahren möchte, kann das Projektteam beim Tag der Lehre der CAU am 30. November 2018 persönlich kennenlernen! Auf der Methodenmesse: Lehrmethoden und -praxis  wird das Projekt mit einem eigenen Messestand vertreten sein.

 

Dieses Lehrvorhaben wird durch den PerLe-Fonds für Lehrinnovation gefördert.

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