Lehre an der Uni Kiel entwickelt sich weiter

Tag der Lehre 2016 – „Lehre wirkt weiter“

Lehrideen zum Mitnehmen: Am Freitag, 25. November 2016, bot der vierte Tag der Lehre an der Christian-Albrechts-Universität über 100 Gästen ein abwechslungsreiches Programm – mit inspirierenden Workshops zu aktuellen hochschuldidaktischen Themen und Konzepten, Methodenmesse und Podiumsdiskussion zur Lehrqualitätsentwicklung an der Kieler Uni.

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Quelle: Pressemeldung der CAU

Das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) blickt mittlerweile auf vier Jahre Arbeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zurück. Die bisher erzielten Erfolge hat PerLe beim Tag der Lehre präsentiert. Im Wissenschaftszentrum wurden den Besucher_innen Erfahrungen und Good-Practice-Beispiele aus der ersten Förderphase mitgegeben. Mit der Folgeförderung (2017 bis 2020) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wird PerLe weiterhin einen wichtigen Beitrag zu guter Lehre an der Uni Kiel leisten können. Passend dazu lautete das Motto der Veranstaltung „Lehre wirkt weiter“. CAU-Vizepräsidentin Professorin Ilka Parchmann sagte bei ihrer Begrüßung: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von PerLe haben Großes auf den Weg gebracht. Die zweite Förderphase wird eine Weichenstellung dafür sein, welche Initiativen die CAU in besonderer Weise prägen.“

In Workshops konnten Lehrende, Studierende und andere Interessierte aktuelle hochschuldidaktische Konzepte und Themen diskutieren. Das Konzept „Lernen durch Engagement“, das wissenschaftliche Inhalte mit gemeinnützigem Engagement verknüpft, kommt an der CAU beispielsweise verstärkt zum Einsatz. Momme Buchholz, Doktorand am Institut für Kriminalwissenschaften, berichtete: „In der Juristik werden Themen wie die Reform des Sexualstrafrechts diskutiert, die für die Gesellschaft wichtig sind.“ Viele Menschen hätten aber kein Verständnis für manche Urteile, gibt Buchholz zu bedenken. „Ich habe deshalb mit PerLe einen Workshop über aktuelle Rechtsprechung gestaltet. Es ist wichtig, Netzwerke mit beteiligten Akteuren wie Frauenverbänden, Anwälten und Justiz aufzubauen.“ Die Workshop-Teilnehmenden tauschten gegenseitige Erwartungen und Bedürfnisse mit Vertreterinnen und Vertretern aus gemeinnützigen Organisationen aus, um so gemeinsame Lehrprojekte für die Zukunft zu planen.

 

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Bei der Methodenmesse am Mittag stellten sich 16 innovative Lehrprojekte vor, acht Projekte wurden mit einer Urkunde für ausgezeichnete Lehre gekürt. Auch Professorin Kerstin Kremer aus der Biologiedidaktik erhielt eine solche Auszeichnung. Gemeinsam mit Studierenden und der Flensburger Phänomenta hat sie ein Format zur Kommunikation von Nachhaltigkeit am Beispiel „Virtuelles Wasser“ entwickelt. „Das komplexe Thema haben die Studiereden in kurzen Podcasts für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe zugänglich gemacht“, erklärt Kremer. Die Beteiligten können sich so vor Augen führen, wie viel Wasser bei der Produktion eines Steaks verbraucht wird und dieses Wissen in Alltagsentscheidungen einbringen. Den Tag der Lehre findet Kerstin Kremer wichtig, „weil sich die Teilnehmenden aus Universität und Gesellschaft vernetzen können“.

 

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Den Abschluss bildete eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema Qualitätsentwicklung in der Lehre an der Kieler Universität. Dabei wurden auch Fragen zur Digitalisierung diskutiert: Wie können E-Learning und Präsenzlehre kombiniert werden? Welche Formate sind für die CAU zielführend? Staatssekretär Rolf Fischer, CAU-Vizepräsidentin Professorin Anja Pistor-Hatam, Andrea Zoyke, Professorin am Institut für Pädagogik, Janne Ferretti, kommissarische Leiterin von PerLe, Fanny David aus dem Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) sowie Oliver Janoschka, Leiter der Geschäftsstelle des Hochschulforums Digitalisierung waren als Gäste geladen.

 

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