Digitale Kompetenzen für die Lehre nutzbar machen

Workshop – Tag der Lehre 2018

 

Ich arbeite seit 2016 als Koordinatorin für hochschuldidaktische Projekte mit dem Schwerpunkt Lehren und Lernen mit digitalen Medien (U.EDU – Medienbildung entlang der Lehrerbildungskette) im Rahmen des Förderprogramms „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“.

Sabine Gauch, Technische Universität Kaiserslautern
(Workshopreferentin)

Workshopthema

Studierende bringen bereits zahlreiche Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien an die Universität mit. Damit sie dieses Wissen für ihr Studium nutzen können, bedarf es der gezielten Förderung und Anleitung durch die Lehrenden.
Im Workshop wurden eingängige Studien und Ergebnisse aus Forschungsprojekten über digitale Kompetenz thematisiert. Die Teilnehmenden diskutierten eigene Erfahrungen und gehen der Frage nach, welche mediendidaktischen Kompetenzen zur Unterstützung ihrer Studierenden in der Lehre hilfreich sein können.

Zugang

Im Workshop wurden empirische Untersuchungen zum Medienhandeln Studierender präsentiert und mit den Teilnehmer_innen diskutiert, welche Implikationen dies für Lehrende hat. Dabei sollten insbesondere die Vorannahmen und Erfahrungen der Lehrenden im Fokus stehen, da diese die Motivation darstellen, sich mit dem Prozess der Digitalisierung in der Lehre auseinanderzusetzen.

Heiße Eisen

Kontrovers diskutiert wurden im Zusammenhang mit dem Workshopthema die Frage wie stark Lehrpersonen die Lehre an Studierende anpassen müssen – oder was ein „zeitgemäßer Medieneinsatz“eigentlich ist.

Highlights

Das Schlagwort Digitalisierung ist in vielen gesellschaftlichen Bereichen präsent, die Digitalisierung von Lehre in Schule und Hochschule politisch gewünscht. Vor diesem Hintergrund ist es zum einen wichtig, das geläufige Vorurteil „digital = besser“ zu hinterfragen. Zum anderen kann die Schnelligkeit der technischen Entwicklung  verunsichern. Auch hier hilft der zweite Blick – hinter die Verpackung der neuesten „tools“.

Fragen & Diskussion im Workshop

  • Das Plenum war sich relativ einig, dass die digitalen Kompetenzen der Studierenden nicht unbedingt dem entsprechen, was man bei Digital Natives erwarten würde. U.a. ging es um fehlende Programmierkompetenzen und unkritischen Umgang mit Quellen aus dem Netz.
  • Zugleich kam das Plenum überein, dass das Netz auch sehr gute Quellen liefert und intensives Selbstlernen ermöglichen kann.
  • Digitale Medien ermöglichen Aktivierung, Motivierung, kooperatives Arbeiten, Insividualisierung in heterogenen Gruppen und liefern ganz neue Reflexionstools.
  • Laut einer besprochenen Studie sind Lehramtsstudierende die am wenigsten technik- und medienaffine Studierendengruppe (vgl. Pressemitteilung der Bertelsmann-Stiftung). Die Workshop-Diskussion kreiste um mögliche Gründe hierfür.

 

Links & Materialien

Lehrmaterialien und Weiterbildungsangebote:
Publikationen:

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