Videogestaltung zur Steigerung der Lernkompetenz

Eigene Filme als Prüfungsleistung - Ein Beitrag mit Videos

Videos drehen statt Hausarbeiten schreiben? Der Kieler Romanistik-Professor Ulrich Hoinkes und sein Team bieten an, alternativ zur schriftlichen Arbeit selbst konzipierte Filme einzureichen. Trotz des enormen Arbeitsaufwands haben die Studierenden offenbar Spaß am Dreh im Dienste der Wissenschaft. Ganz nebenbei bringt das Projekt auch einen überzeugenden Lerneffekt mit sich.

Sicher, Ulrich Hoinkes nimmt auch Hausarbeiten entgegen. Alternativ zur schriftlichen Prüfungsleistung dürfen Studierende bei ihm und seinen Team-Kolleg_innen aber auch selbst gedrehte, konzipierte und geschnittene Videofilme einreichen. Einzige Voraussetzungen: Die Jung-Regisseur_innen müssen dabei mindestens in Zweier-Teams zusammenarbeiten und Themen und Herangehensweise vorher genau abstecken.

Egal ob die Filme am Ende etwa provokant, darstellerisch oder analytisch-skriptoral ausfallen – vorausgehen soll in jedem Fall eine bewusste Entscheidung für das jeweilige Gernre in Absprache mit den Lehrbeauftragten. Zudem machen Ulrich Hoinkes und sein Team im Vorfeld die fachlichen Bewertungskriterien für die verschiedenen Filmtypen transparent.

 

Ulrich Hoinkes‘ Studentinnen Janika Wegener und Lena Rades haben beispielsweise gerade einen Film über den Lexikologen Gabriel Girards fertiggestellt. „Anders als bei vielen Hausarbeiten, die ich innerhalb von zwei Wochen zusammengeschrieben habe, werde ich die Inhalte dieses Films nie wieder vergessen“, fasst Jannika Wegener ihre Lernerfahrungen zusammen, „allein schon wegen der langen Textpassagen über Girards Werk, die wir uns beim Schnitt wieder und wieder angeschaut haben.“

Doch nicht nur deshalb ist der Lereffekt bei solchen Videoprojekt besonders groß. Für Ulrich Hoinkes‘ wissenschaftliche Mitarbeiterin Anja Mitschke ist es beispielsweise besonders spannend, zu beobachten, wie die Film-Ideen der Studierenden mit deren persönlichen Lebenserfahrungen zusammenhängen: „Sie nutzen Anknüpfungspunkte ihrer eigenen Lebenswelt auch, um sich selbst und ihren Kommilitonen abstrakte sprachwissenschaftliche Themen näherzubringen.“

Übrigens: Ulrich Hoinkes hat großes interesse an einer interdisziplinären Zusammenarbeit zum Thema. Wenden Sie sich diesbezüglich gern an ihn:

Kontakt

Das Lehrprojekt Videogestaltung zur Steigerung der Lernkompetenz wurde durch den PerLe Fonds für Lehrinnovation gefördert. Zur Kurzbeschreibung des Projekts gelangen Sie hier.

 

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