Virtueller Study Buddy für den Studienbeginn

Interview: Ersti-App „Moin CAU“ startet mit digitalem Sommersemester 2021

Handlich und hilfreich: Mit der neuen WebApp „Moin CAU“ steht Erstsemesterstudierenden ein virtueller Study Buddy zur Seite, der sie beim Studieneinstieg unterstützt. Von den wesentlichen Ansprechpersonen und Online-Plattformen bis hin zu wichtigen Tools und Tipps fürs erfolgreiche Ankommen im Studium bündelt die Applikation die wichtigsten Informationen für einen gelungenen Start an der CAU – gerade zu Pandemiezeiten mit rein digitaler Lehre.

Umgesetzt wurde die neue WebApp von der Softwareentwickler-Agentur UXMA. Fotos: UXMA

Mit individualisierten Features wie To-Do-Listen oder Notizen, die sich in die App einbinden lassen, nebst interaktiven Karten zur besseren Orientierung auf dem Campus kann sie sogar Studierenden höherer Semester noch als nützliches Werkzeug dienen. Gefördert wurde die Entwicklung der Applikation aus Mitteln des Ministeriums für Bildung und Forschung unterv dem Förderkennzeichen 01PL17068 im Rahmen des  Projekts erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) und in Kooperation mit der zentralen Universitätsbibliothek der CAU.

Ab dem 15. April 2021 ist die neue App „Moin CAU“ unter folgendem Link abrufbar: moin.uni-kiel.de.

 

Warum haben Sie die neue App eigentlich entwickelt?

Marc Sinnewe: Natürlich stand ganz oben auf der Liste unserer Zielsetzungen, Studierenden den Einstieg ins Studium an der CAU nach Möglichkeit zu erleichtern. Dabei sollte unsere neue App zugleich möglichst handlich und intuitiv bedienbar ausfallen. Im Fokus standen Antworten auf Fragen, die Studierende unterwegs haben könnten. Was heißt es, an der Kieler Universität zu studieren? Wie organisiere ich mich im Studium? Welche Tipps gibt es für digitale Semester? Aber auch: Wie komme ich von A nach B – und wo finde ich beispielsweise barrierefreie Zugänge?

 

Catharina Jerratsch, Sie haben bereits viele Jahre in der Studieningangsphase mit Studierenden zusammengearbeitet. Trifft das die Bedarfe, die Sie dort beobachtet haben?

Catharina Jerratsch: Ja, absolut! Es ist eine unglaubliche Umgewöhnung von der Schule zum Studium. Auch wenn man in der Oberstufe schon eigenständig gearbeitet hat, wird man in der Schule dabei doch noch an die Hand genommen. Im Hochschulkontext wird man im Vergleich ins kalte tiefe Wasser geschmissen und muss plötzlich alles alleine herausfinden und organisieren.

Ich habe selbst nicht in Kiel studiert – aber auch aus Angestelltensicht finde ich sehr komplex, wofür ich mich beispielsweise in welchem Online-System wie und mit welchen Daten anmelden muss oder, speziell zurzeit, wie man online lernt. Da ist so eine App, die einem einen groben Überblick liefert, sehr hilfreich – gerade natürlich jetzt zu Coronazeiten, weil man nicht an der Uni sein und einfach jemanden aus einem höheren Semester danach fragen kann, wie die Dinge funktionieren.

 

 

Marc Sinnewe: Die Rückmeldungen, auf deren Basis wir die App gestaltet haben, kamen auch unmittelbar von Studierenden. Außerdem haben wir natürlich mit ganz vielen relevanten Einrichtungen der CAU gesprochen, deren Erfahrungswerte wir mit eingebunden haben. Hinzu kommt, dass unser Campus nicht ganz so klein und übersichtlich ist und dass die CAU sehr viel zu bieten hat. Das spiegelt auch unsere Website wider, die sehr umfangreich daherkommt. Genau deshalb ist es so hilfreich, eine leichte kleine Ergänzung für die Hosentasche dabeizuhaben, die mal eben die notwendigen Informationen auf einen Blick liefert.

 

Es birgt im Entwicklungsprozess wahrscheinlich einige Herausforderungen, all die vielen relevanten Informationen so zu bündeln, dass am Ende eine schmale, elegante Applikation entsteht…

Marc Sinnewe: Eine wesentliche Herausforderung für uns war der Faktor Zeit: Um ein Projekt in dieser Größenordnung binnen drei Monaten, die uns dafür zur Verfügung standen, auf die Straße zu bringen, mussten wir mit agilen Methoden arbeiten. Rückblickend betrachtet muss man sagen, dass die intensive Einbindung unserer drei wissenschaftlichen Hilfskräfte ganz wesentlich zum Gelingen des Projektes beigetragen hat. Die Hilfskräfte konnten die studentische Perspektive einbringen – und haben die Ersti-App zudem ganz schnell zu einem Herzensthema gemacht. Und das sieht man dem Ergebnis an: Dass es authentisch von Studierenden für Studierende ist.

Ergänzend findet noch ein Nutzer-Experience-Test statt, bei dem weitere Studierende nach erstmaliger App-Nutzung befragt werden. Deren Feedback wiederum wird anschließend final umgesetzt.

 

Catharina Jerratsch, auch Sie konnten schon erste Einblicke in die neue App erheischen – auch wenn sich die Applikation zurzeit noch in der finalen Testphase befindet. Wie ist Ihr Eindruck?

Catharina Jerratsch: Ich fand sie wirklich gut und unkompliziert in der Darstellung, ich glaube, da kann man sich intuitiv zurechtfinden. Jetzt bin ich sehr gespannt, wie das letzte Feedback umgesetzt wird. Noch viel gespannter bin ich aber, wie die App ab Mitte April von den neuen Studierenden angenommen wird.

 

Wie sind da Ihre Erwartungen, Marc Sinnewe? Wie könnte der Appstart laufen und wie ließe die Applikation sich womöglich auch noch weiterentwickeln?

Marc Sinnewe: Wir wollen die App zum Start des Sommersemesters 2021 veröffentlichen, auch und gerade weil das Sommersemester ein digitales bleibt. Da ist die App jetzt gerade eine besonders wertvolle Unterstützung, um etwas mehr Identifikation und Zugehörigkeit zu ermöglichen, denke ich.

Die Features und die Inhalte werden bis dahin natürlich vollständig sind. Aber: Wer weiß, was die Zukunft bringt? Es werden ja sicherlich immer mal neue Trends oder auch Herausforderungen in der Hochschulentwicklung auf uns zukommen. Deshalb ist die App auch so konzipiert, dass sich bei Bedarf ganz einfach weitere Themen oder Kategorien einbinden lassen. Sie ist also für die Zukunft gewappnet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.