Werkstattvertrag in einfacher Sprache

Studierende entwickeln praktische Lösungen für mehr Teilhabe

Theoretische Aspekte der angewandten Linguistik vermitteln und zugleich auch in der Praxis erfahrbar machen: PD Dr. Alexander Laschs Lehrprojekt aus dem Sommersemester 2017 wollte beides. Unter dem Titel „Einfache Sprache* – Praktische Lösungen für die Herausforderungen des Bundesteilhabegesetzes“ setzte die Lehrveranstaltung dabei auf studentische Projektarbeit. Das Ziel: mit einer „Einfachen Sprache“ inklusive Zugänge zu Texten finden und damit selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Text: PD Dr. Alexander Lasch
Projektinitiator

In Kooperation mit der Stiftung Drachensee Kiel entstand im Rahmen der Germanistik-Veranstaltung „Themenfelder der Angewandten Linguistik“ und gefördert durch den PerLe-Fonds für Lehrinnovation und das BMBF eine Begleitbroschüre für einen Werkstattvertrag in einfacher Sprache*.

Der Clou: Neben einem Text zur Lektüre erarbeiten die Studierenden eine Hörversion für die Menschen, die mit den Erläuterungen in einfacher Sprache noch ihre Schwierigkeiten haben.

Der Gestaltung der Texte in einfacher Sprache lagen Ergebnisse zugrunde, die vorab empirisch gemeinsam mit dem Martinsclub Bremen e.V. erarbeitet worden waren. Außerdem haben die Studierenden im Projektverlauf das Feedback potentieller Nutzer_innen zur ersten Testversion des Werkstattvertrags eingesammelt, um das Schriftstück im Anschluss weiter zu be- und überarbeiten.

Hier können Sie einige Arbeitsergebnisse einsehen bzw. anhören:

 

* „Einfache Sprache“ wird hier als Begriff verwendet, um sich
vom Politikum „Leichte Sprache“ zu lösen.

Mittlerweile arbeitet Professor Alexander Lasch an der TU Dresden. Die Kernidee seines Lehrprojekts „Einfache Sprache – Praktische Lösungen für die Herausforderungen des BTHG“ konnte er dort weiterentwickeln und hat inzwischen gemeinsam mit Studierenden und Absolvent_innen die VERSO gGmbH für verständnisorientierte und barrierefreie Kommunikation gegründet.

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