Soziale Implikationen des technologischen Fortschritts

Zur Winter School "Assistive Thinking" in der Medienpädagogik

Der Weg ist das Ziel: In der medienpädagogischen Winter School zum Thema "Assistive Thinking" standen Erkenntnisprozesse im Vordergrund. Die Studierenden entwickelten etwa einen "Remindoor" oder ein "Talk to me". Während der Designprozesse untersuchten sie, was im Rahmen technologischer Entwicklung als sozial wünschenswert gelten kann – und was nicht. Als Gerüst diente dabei das Konzept "Design als Untersuchung". Bildungsinformatikerin Sabine Reisas berichtet.

Verzahnung von Forschung, Lehre und Innovation

Ziel war es, die Thematik in interdisziplinäre Diskurse (z.B. Philosophie & Psychologie) einzubetten und so die Studierenden am wissenschaftlichen Austausch zu beteiligen. Eine besondere Rolle spielten in unserem Konzept daher auch die Keynote-Referenten. Um ein „Hineinwachsen in die Profession“ noch stärker zu befördern, wurden alle Interessierten und Mitarbeiter der CAU zu den Vorträgen eingeladen. Der Forschungs- und Praxisbezug wurde durch die Präsentation des – der Abteilung Medienpädagogik/Bildungsinformatik zugeordneten – EU Projekts Idea Garden [2] hergestellt.

Annahmen hinterfragen und soziale wie gesellschaftliche Implikationen reflektieren

Nachdem sich die Studierenden zu Arbeitsgruppen zusammengefunden und eine erste Gestaltungsfrage formuliert hatten, konnten die Gruppen mit Hilfe ethnographischer Methoden weitere Explorationen durchführen. Diese Phase war sehr wichtig, damit die später getroffenen Designentscheidungen theoretisch eingebettet werden konnten. Hierzu mussten die Studierenden auch den aktuellen Forschungsstand kennen. Erste Annahmen und Wirkmechanismen wurden explizit und damit hinterfragbar. Sie dienten als Grundlage, um verschiedene Handlungsalternativen entwerfen zu können. Für die darauf folgende Phase der Umsetzung und Erprobung von Prototypen bot es sich an, besonders spannende Handlungsalternativen auszuwählen. In diesem iterativen Prozess wurde stets neues Wissen generiert, das soziale und gesellschaftliche Implikationen reflektierbar macht. Die Gestalterinnen und Gestalter konnten so die Phänomene und komplexen Probleme besser verstehen und innovative Lösungsalternativen entwickeln.

Bildergalerie zur Entwicklung der Prototypen:

 

Artikulation von Wissen

Wichtig war es, den Studierenden Raum zur Artikulation der gewonnen Erkenntnisse zu geben. Daher wurden die Zwischenergebnisse in konstruktiven Feedbackrunden den Mitarbeitern der Abteilung und den Keynote Referenten präsentiert. Die regelmäßigen Präsentationsphasen forderten die Studierenden heraus, Argumentationslinien für die nachfolgende Projektdokumentation (Nachbereitungsphase) auf Stichhaltigkeit zu überprüfen und Hypothesen neu zu formulieren.

2 Gedanken zu „Soziale Implikationen des technologischen Fortschritts

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