Wissenschaftliches Schreiben leicht gemacht

Studentische Schreibwerkstatt am Geographischen Institut

Methodische Hilfestellungen beim individuellen Schreibprozess stehen im Fokus der Studentischen Schreibwerkstatt am Geographischen Institut. Im peer-to-peer-Verfahren begleiten die Teilnehmer_innen einander beim wissenschaftlichen Schreiben. Die Projektinitiatoren Jens Reda und Sebastian Ehret berichten.

Logo_Schreibwerkstatt

Logo: Sylvie Rham

Der Ausgangspunkt

Entstanden ist die Idee zur Schreibwerkstatt in einer Gruppe Studierender, die sich eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema Wissenschaftliches Schreiben am Geographischen Institut wünschten. In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen haben wir die ersten Ideen konkretisiert und letztlich einen PerLe-Förderantrag formuliert. Mit der finanziellen Unterstützung durch den PerLe Fonds war es uns möglich, die Schreibwerkstatt konzeptionell auszuarbeiten und anschließend durchzuführen. Aufgrund des positiven Feedbacks der Studierenden und Mitarbeiter_innen des Instituts konnte inzwischen eine Anschlussfinanzierung des Projekts durch das Geographische Institut sichergestellt werden.

Das Konzept

In diesem studentischen Lernformat werden weiterführende Themen des Wissenschaftlichen Schreibens thematisiert, die Studierende besonders beim Verfassen wissenschaftlicher Texte unterstützen sollen. Zu Beginn der Sitzungen, die derzeit im 14-Tage-Rhythmus stattfinden, können sich Studierende individuell in Arbeitsgruppen einteilen, in denen konkrete Themen gemeinsam mit anderen Studierenden erarbeitet und geübt werden. Studierende lernen dadurch, proaktiv mit eigenen Problemen und den Herausforderungen anderer umzugehen. Somit bietet die Schreibwerkstatt in jeder Phase des Schreibprozesses ein offenes Forum für den Austausch der Studierenden untereinander.

Konzept der Schreibwerkstatt

Grafik: Sebastian Ehret

Durch gemeinsames, problemorientiertes Lernen werden nicht nur wissenschaftliche Schreibkompetenzen und die Reflexion eigener Schreibprozesse, sondern auch Arbeits- und Zeitmanagement trainiert. Der/Die studentische Tutor_in nimmt eine Moderationsrolle ein und steht für Fragen zur Verfügung. So entsteht ein hierarchiefreier Lernraum. Durch den explizit nicht curricularen Aufbau ist der Ein- und Ausstieg jederzeit möglich.

Dieses dezentrale peer-to-peer Konzept lebt wesentlich von der Motivation und dem Kommunikationswillen der Teilnehmenden. Eine Werkstatt-Atmosphäre kann nicht durch verpflichtende Teilnahme oder hierarchische Dozent_innen-Studierenden-Verhältnisse entstehen. Daher ist es wichtig, die Studierenden für den Mehrwert der Schreibwerkstatt zu sensibilisieren und sie zur Teilnahme zu animieren. In diesem Bereich besteht derzeit noch Handlungsbedarf, da sich die Zahl der Teilnehmer_innen bisher leider nur im einstelligen Bereich bewegen. Eine noch direktere Kommunikation mit den Studierenden ist hier ein erster geplanter Schritt zur langfristigen Etablierung der Schreibwerkstatt am Geographischen Institut.

 Ausblick und Kontakt

Die Schreibwerkstatt wird im Wintersemester 2014/2015 in den Räumen des Geographischen Instituts fortgesetzt. Nähere Informationen sind im Univis und bei OLAT einsehbar (OLAT-Pfad: Vorlesungsverzeichnis ⇒ Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät ⇒ Geographie (verschiedene Studiengänge) ⇒ Studentische Schreibwerkstatt).

An einer Zusammenarbeit mit anderen Fachschaften oder Dozent_innen, die ähnliche Projekte zum Wissenschaftlichen Schreiben planen oder bereits durchführen, sind wir sehr interessiert. Auch bei sonstigen Fragen zu Inhalten, Ablauf oder ähnlichem können Sie sich jederzeit an uns wenden:

Sebastian Ehret, B.A.
eMail:ehret@geographie.uni-kiel.de
Tel: 0431 – 880 2921

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Geographisches Institut
Raum 217
Ludewig-Meyn-Str. 14
24098 Kiel

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