ZeBiG geht an den Start

Ein Beitrag von Ulrich Hoinkes

Das IPN und die Kieler Universität haben das Zentrum für empirische Bildungsforschung in den Geisteswissenschaften (ZeBiG) aus der Taufe gehoben. Professor Ulrich Hoinkes, Sprecher des ZeBiG, berichtet vom Erföffnungssymposium und liefert spannende Hintergrundinformationen zu der neuen Einrichtung, die "wichtige Impulse für die Bildungsforschung" setzen will.

Am 25. Februar wurde das Zentrum für empirische Bildungsforschung in den Geisteswissenschaften, kurz ZeBiG, an der Kieler Universität mit einem Symposium offiziell eröffnet. Es ist eine gemeinsame Gründung der CAU und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). Professor Köller, Leiter des IPN, hatte am Vortag in einer Pressemeldung erläutert, dass das sogenannte Professionswissen von Lehrkräften als Grundlage eines erfolgreichen Unterrichts in den geisteswissenschaftlichen Fächern noch zu wenig erforscht sei. Um hier einen Anschluss an den Forschungsstand mathematisch-naturwissenschaftlicher Fachrichtungen zu erlangen, wurde das ZeBiG ins Leben gerufen.

Foto: Kiro Mohrfeldt

Auf dem Eröffnungs-Symposium: Angeregte Gespräche, spannende Präsentationen. Foto: Kiro Mohrfeldt

CAU und IPN haben es zunächst mit einer Anschubfinanzierung und 3 Doktorandenstellen ausgestattet. Auf dieser Basis unternimmt das ZeBiG derzeit den innovativen Versuch, in einem koordinierten Promotionsprogramm für die Fächer Germanistik, Romanistik und Ev. Theologie das von den Lehramtsstudierenden zu erlangende bzw. erlangte Fachwissen und fachdidaktische Wissen mit Hilfe quantitativ auswertbarer Messungen genauer zu beschreiben. Das Erstellen entsprechender Messinventarien ist gerade für die geisteswissenschaftlichen Fächer eine besondere Herausforderung, betonte Professor Ulrich Hoinkes, Sprecher des ZeBiG, in seiner Ansprache während der Eröffnungsfeier, da sie oft mit Bildungsinhalten zu tun haben, die nicht leicht in messbare Wissensstrukturen zu transformieren sind.

„Wichtige Impulse für die Bildungsforschung“

Zu der Feierstunde waren viele namhafte Vertreter der Universität, des IPN und der Landesregierung SH erschienen. Sie alle, unter Ihnen der Präsident und die Dekane der Fakultäten, gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das ZeBiG der empirischen Bildungsforschung in Kiel und über Kiel hinaus wichtige Impulse geben möge und dabei dazu beitrage, die Lehramtsausbildung in den Geisteswissenschaften nachhaltig zu verbessern.

Als Festredner war Prof. Dr. Drs. h.c. Jürgen Baumert eingeladen, ein international anerkannter Bildungsforscher, der dem ZeBiG die Wichtigkeit und Relevanz seines wissenschaftlichen Auftrags verdeutlichte. Dass die empirische Bildungs- und Unterrichtsforschung in Kiel auch in den Geisteswissenschaften bereits auf einem guten Weg ist zeigte dann das Eröffnungssymposium am Nachmittag desselben Tages, das einen guten Überblick über die Kieler Aktivitäten in diesem Forschungsbereich gab und weitere Perspektiven eröffnete.

In der näheren Zukunft wird es darum gehen, noch mehr Fächer in das ZeBiG einzubinden und durch die Einwerbung von Drittmitteln neue Projekte anzustoßen. Diese Projekte sollen nach dem Wunsch der Gründungsmitglieder dem Zentrum nach und nach eine bundesweit starke Position bei der Förderung der Professionalisierungsforschung zur Lehramtsaus- und -weiterbildung in den Geisteswissenschaften verleihen.

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