Alle Artikel von Blogmoderatorin Antonia Stahl

Studieren im Corona-„Homeoffice“

Mit unglaublich wenig Bewegung auskommen und den kompletten Alltag nur in den eigenen vier Wänden meistern – das sind für den Lüneburger Studenten Tom Schmidt die beiden größten Herausforderungen seines Homeoffice-Studiums. In seinem Gastbeitrag beschreibt er Strategien, dank derer es sich besser mit der aktuellen Situation zurechtkommen lässt.

Text: Tom Schmidt

Moin! Mein Name ist Tom Schmidt, ich studiere den Masterstudiengang „Nachhaltigkeitswissenschaften“ an der Leuphana Universität Lüneburg und arbeite dort auch am Institut für Soziologie und Kulturorganisation in der Lehre. Kontaktieren kann man mich über tom.schmidt@leuphana.de.

Mein Blogbeitrag bietet ein paar Ansätze, um vor allem Strategien für zwei aktuelle Probleme zu entwickeln:

  1. Unglaublich wenig Bewegung durch das Studium im Homeoffice
  2. Der komplette Alltag spielt sich nur in den eigenen vier Wänden ab

 

Die folgenden Ansätze dienen als Anregung zum Ausprobieren. Nutzt sie teilweise, miteinander verbunden oder komplett und schaut, ob irgendetwas in den Alltag integrierbar ist. Mir hat vieles davon sehr geholfen, vor allem weil ich nicht nur durch meine Doppelrolle als Student und Tutor noch mehr vor dem Laptop sitze und Leistung erbringen muss, sondern weil ich gleichzeitig als Vater nicht nur zeitlich eingeschränkt bin, sondern auch nach den vielen Videokonferenzen leider nicht einfach abschalten und Nichtstun kann.

Vorweg eine Leseempfehlung. Um ein Gefühl zu bekommen, was mittel- bzw. langfristig so eine Art Alltag wie unserer aktueller mit uns macht, lohnt sich dieser Artikel von einer Astronautin, die für ein Experiment zwölf Monate lang in Isolation lebte.

So jetzt geht es aber los:

  • Ein Morgenritual hilft immer! Z.B. Wasser trinken, Zeitungsartikel lesen, 20 Minuten Podcast hören, im besten Fall auch ein schnelles Workout (eine Runde Liegestütz, Kniebeuge, Sit-ups, Yoga-Übungen gehen auch, Hauptsache der Kreislauf kommt in Schwung und erste Erfolgserlebnisse werden erreicht,  das tritt nämlich zum Beispiel bei 40 Kniebeugen-Wiederholungen, die jede_r aus dem Stand kann, in der Tat auf).
  • Aus meiner Sicht absolut empfehlenswert: Die derzeit kostenlose Mentaltraining-App www.mindance.de mit eigenem Trainingsplan, 10 Minuten Konzentrations- und Entspannungsübungen pro Tag reichen schon aus.
  • Wer es nicht lassen kann: www.freedom.to bietet einen gut funktionierenden Websiten- und App-Blocker für konzentriertes Arbeiten an.
  • Konzentrationsförderndes Homeoffice ist es erst dann, wenn es wie ein Office aussieht!
  • Da jetzt sowieso VIEL ZU VIEL vor dem PC gesessen wird, ist jede Ablenkung während der Arbeitszeit absolut verschenkt. Dann lieber unbedingt Freizeit einplanen.
  • Unbedingt zwischen Seminaren/Vorlesungen aufstehen und etwas anderes machen, im besten Fall kurz rausgehen oder mal wieder 40 Kniebeugen oder Ähnliches machen, sodass die Augen eine andere Perspektive bekommen und vor allem der Körper auch das Minimum an Aufmerksamkeit erhält.
  • Planung und Struktur waren schon immer wichtig, sind jetzt aber existenziell: Große Aufgaben in kleine Meilensteine mit eigenen Zeitslots unterteilen (Tipp: Die in dem Modul vorgesehene Vor- und Nachbereitungszeit als feste wöchentliche Arbeitszeit einplanen).
  • Achtung: Es gibt auch bzw. gerade in Corona-Zeiten wirklich nur maximal ZWEI Arbeitsslots (= Konzentrationseinheiten) pro Tag – im besten Fall Vormittag und Nachmittag mit einer langen Mittagspause dazwischen, keine Nachtschichten.
  • 10-Minuten-Regel für alles, was du machen musst: Wenn du etwas nicht willst, dann diszipliniere dich es wenigstens 10 Minuten lang zu erledigen. Danach kannst du schauen, ob du vielleicht doch die Aufgabe zu Ende machen willst, wenn du nun schon angefangen hast, oder sie nach hinten schiebst, aber dafür schon mal zumindest etwas geschafft hast.
  • Nur weil die Mensa zu hat, kann man sich trotzdem zum virtuellen Mittagessen mit Kommiliton_innen treffen ;-)!
  • Arbeite zwei bis drei Mal pro Woche für mindestens 30 Minuten an deiner Körperhaltung, vor allem über Eigenkörpergewichtstraining im Rumpf/Bauch oder Joggen/Walken. Es gibt unzählige Youtube-Videos oder Online-Trainingshilfen dazu. Ich habe (zu) viele ausprobiert und kann auf Nachfrage auch gerne ein paar Angebot empfehlen, die wirklich Sinn machen. Falls dies nicht gemacht wird, ist die Chance sehr hoch, dass Corona einem Haltungsschäden beschert. Wir als Menschen sind eben nicht dafür gemacht, den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen – auch nicht, wenn die giftige Dosis in Corona-Zeiten nochmal signifikant erhöht wird.
  • Mittagsschlaf schadet allgemein nicht, jetzt noch weniger. Darüber hinaus hilft gerade jetzt auch ausreichend regulärer Schlaf, mindestens 7 Stunden ohne Digital Devices ab 20 Uhr.
  • Aufmerksamkeitsfördernd für die vielen Online-Videokonferenzen ist es zum Beispiel während des Zuhörens einer körperliche Aktivität nachzugehen, für die man keine Konzentration/nur das Unterbewusstsein braucht, zum Beispiel etwas essen oder irgendetwas mit den Fingern machen (basteln, stricken, mit Physio-Bällen rumspielen). So bleibt die Konzentration des Ohres als dann einziges wichtiges Sinnesorgan konstant hoch.
  • Last, but not least: Versucht nicht 30 CP zu machen, sondern lieber 20. Wir leben in einer Ausnahmephase und lernen unter viel schwierigeren Extrembedingungen, da sollte der Erfolgsdruck nicht genauso hoch sein wie unter normalen Zeiten/Bedingungen!

 

Viel Erfolg und viel Spaß in diesem Semester!

 

Arts & Social Change

In light of the Public Climate School from May 25th to 29th participants can engage in an online field trip to Canada. Lecturer Sarah Abbott and students Amy Snider and Mika Abbott share work and reflect on experiences of the the multidisciplinary course "Engaging Climate Change: Creativity, Community, Intervention" at the University of Regina, Saskatchewan.

On Wednesday 27th May, 19-20:30 CET participants can engage in an online field trip to Canada. Follow the link for more information on how to register.

Course description:

„Engaging Climate Change: Creativity, Community, Intervention“, is a multidisciplinary course that explores climate change and environmental concerns, with a focus on resilience, community, Indigenous perspectives, science, artist engagements, local/global projects, and thinking outside the box in the face of change. Assignments are applied and/or artistic explorations of course themes.

Follow the link for a more detailed view on the Changing the Box assignment.

A public presentation of the students‘ work from the class, called „Field Trip: Changing the Climate,“ was held at the end of semester. Students presented on a range of topics and in various formats exploring climate and personal change, human impacts, Indigenous perspectives, reconciliation, and the interconnectedness between all species and Earth. Their work includes eco-friendly photography development, a singalong of an original composition, a primary educational school mini-unit, a personal reflection on being a climate activist, reconsideration of an essay from a new perspective, a carbon footprint survey, a motivational speech, considerations of animal and nonhuman welfare, audio art, video, digital photography, sculpture, and actions for change.

Amy’s art – Amys Kunst

Calving by Amy Snider

House on Fire by Amy Snider

Saskatchewan Glacier by Amy Snider

Amy’s Statement – Amys Gedanken

My work with the porcelain cup-shaped sculptures I’ve created is to represent the state of the world’s glaciers in the face of climate change: some of these pieces appear to be melting, others disintegrate in water while particles of clay “calve” off of them, and the ones in “Saskatchewan Glacier” are constructed of snowflake shapes barely holding together in the form of a cup. I’ve employed the archetype of the cup as it is a vessel associated with the act of drinking; nearly seventy percent of the world’s freshwater is currently held in ice, and a significant amount of the drinking water we have in the Canadian prairie, where I live, is what geologists refer to as “glacial wastage.”

The Saskatchewan Glacier, a glacial “toe” of the Columbia Icefield in Alberta, Canada, contributes to the inflow of lakes and reservoirs, our water sources for agriculture, hydropower, and industrial and municipal uses. Besides the economic implications of their disappearance, I mourn the loss of the glaciers, ancient rivers of ice whose beauty and water sustain me, and this work is my tribute to them. Using a medium that is geologically connected to them, my clay-based cups in “Saskatchewan Glacier” represent the fragility of the glaciers at this historical moment – the paper-thin branches of their porcelain snowflakes are barely touching one another, resulting in cups so fragile that a draft in a room could destroy them.

Many of these cups do not survive firing, and needless to say, the ones that do don’t hold water. During installation, many break, and their destruction, resulting in porcelain “snowflakes” on the gallery floor, further indicates the ephemerality of the glaciers they represent. While I produce more of these pieces for each show, what lasts of each is only the documentation of its existence; these pieces therefore participate “in the temporality that is not defined by the continued existence of something in time and space, but by the constant capacity to be updated, and even enriched as it is discovered by a receiver and being, thus to be conceived as an experience” (5). Through these cups and the performance of their own inevitable collapse, I hope to elicit a response in others that will nudge them towards greater awareness of the urgency needed to mitigate climate change.

Blanc, Nathalie and Barbara L. Benish. Form, Art and the Environment: Engaging in Sustainability Routledge, 2017.

 

Lecturer

Sarah Abbott is a Canadian filmmaker and associate professor at the University of Regina. She is currently in the last stages of completing an interdisciplinary doctorate degree in social sciences at Royal Roads University. Her dissertation research and resulting film aim to understand and share knowledge of the sentient intelligence of trees with public and academic audiences. Sarah has been teaching film production for 16 years, and is expanding her teaching areas. She developed and taught the first course dedicated to climate change for the Faculty of Media, Art, and Performance in Winter 2020. For more information about Sarah’s work, please visit her online.

Students

Amy Snider is a Masters of Fine Arts student at the University of Regina. Her multimedia sculptural work addresses climate change through conceptual representations of melting glaciers.

Mika Abbott is a photographer and printmaker born in Saskatchwan where she gained her Bachelor of Fine Arts from the University of Regina. The themes of Mika’s photography include climate crisis, identity, and how memory shapes our understanding of ourselves. Recently, Mika has begun punching holes into her photographs and layering them to create a new image and an alternative perception of reality. For more information about Mika’s work, please visit her online.

Virtuelle Exkursionen in der Europäischen Ethnologie

In vielen Fächern gehören Exkursionen zum Studienplan; aufgrund der aktuellen Beschränkungen können sie im Sommersemester 2020 jedoch nicht wie gewohnt stattfinden. In der Europäischen Ethnologie versucht Sven Reiß seinen Studierenden dennoch ein Angebot zu machen und hat Ende April die erste virtuelle Exkursion durchgeführt.

Text: Rebecca Such, Studentin

 

Igor Miske/Unsplash.com.

 

Im Fachbereich Ethnologie gehören Besuche von Museen und Ausstellungen zur gängigen Praxis. Sven Reiß, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Europäische Ethnologie/Volkskunde, wollte dieses Semester ursprünglich eine Exkursion ins Museum für Hamburgische Geschichte anbieten. Stattdessen fand die Exkursion am 23. April 2020 jetzt virtuell statt und die Studierenden besuchten die Ausstellung Tattoo-Legenden – Christian Warlich auf St. Pauli online.

 

Wie sind sie auf die Idee gekommen, die Exkursion virtuell durchzuführen?

Sven Reiß: Bereits bei den Vorbereitungen der an sich noch klassisch analog geplanten Ausstellung, wurde ich auf das digitale Angebot des Museums aufmerksam. Nachdem klar war, dass die ursprünglich geplante Exkursion aufgrund der Pandemie vermutlich nicht stattfinden kann und ich erste Anfragen nach den Möglichkeiten einer Verschiebung erhielt, habe ich mich mit dem Kurator Dr. Ole Wittmann in Verbindung gesetzt. Wir haben diskutiert, ob er sich vorstellen könne, uns auch digital die Ausstellung über einen virtuellen Rundgang näherzubringen.

 

Als wie groß würden Sie den Arbeitsaufwand für die Vorbereitung der Online-Exkursion von Dozent_innenseite einschätzen? In welchem Verhältnis steht das zu einer regulären Exkursion?

Sven Reiß: Anfangs braucht eine virtuelle Exkursion mehr Zeit bei der Planung. Nur simpel eine der vielen derzeit angebotenen digitalen Ausstellungen mit Studierenden zu besuchen, wäre doch ein wenig zu dünn. Ich habe zusätzlich angefangen, nach geeigneten digitalen Kommunikationsmöglichkeiten zu schauen und ein digitales Rahmenprogramm zu schaffen.

 

Welche Tools nutzen Sie für die Online-Exkursion?

Sven Reiß: Neben der vom Museum angebotenen Möglichkeit des digitalen 3D-Rundgangs, nutze ich BigBlueButton in der CAU-Fassung für eine Videokonferenz, um auch wirklich mit den Studierenden in Diskussionen zu kommen. Sollte es da während der Exkursion zu unvorhergesehenen technischen Problemen kommen, habe ich zur Absicherung noch einen Konferenzraum über Jitsi eingerichtet, da man sich dort zur Not auch per Telefon zuschalten kann. Ansonsten werden die Studierenden in Kleingruppen nach dem Ausstellungsrundgang noch mit ihrem üblichen Browser zu einigen Fragestellungen auf ethnografische Erkundungen gehen und sich dazu in eingerichteten Kleingruppenräumen („Breakout-Rooms“) bei BigBlueButton austauschen können.

 

Denken Sie, dass Onlineexkursionen auch über diese Ausnahmesituation hinaus Zukunft (in ihrem Fachbereich) haben?

Sven Reiß: Für die Annäherung an ethnografische Erkundung digitaler Kulturen könnte ich mir ein solches Format durchaus vorstellen, ansonsten freue ich mich bereits jetzt, mit den Studierenden wieder analog in unsere Forschungsfelder vor der Haustür aufzubrechen. Gerade mehrtägige Exkursionen lassen sich durch ein digitales Format nicht ersetzen.

 

Welchen Mehrwert erhoffen Sie sich eventuell für Ihre Studierenden aus dem Format – abgesehen davon, dass die Exkursion nicht einfach ausfällt?

Sven Reiß: Tatsächlich ist zunächst einmal der letzte Punkt für mich entscheidend. Studierende benötigen Exkursionsangebote dieses Semester, um Ihr Studium in der geplanten Zeit abschließen zu können. Aber diese haben durchaus etwas zu bieten: Als empirischer Alltagskulturwissenschaftler erscheint mir ein großer Mehrwert in der Sensibilisierung darin, wo und wie stark die analoge Welt längst digital geworden ist – eng verwobener Teil des Alltagslebens, den wir vielleicht bei bisher üblichen Exkursionen weniger deutlich wahrnahmen. Also Perspektiverweiterung. Unbedingt.

 

 

Für Dozent_innen, die ein ähnliches Format planen, hat Sven Reiß einige Tipps parat. Nach der Exkursion, die am 23. April 2020 stattfand, hat er die Liste freundlicherweise ergänzt:
  • Einfach machen, ausprobieren und währenddessen lernen, wie es geht.
  • Es ist außerdem wichtig, sich nicht in technischer Perfektion verlieren – aus jeder Exkursion kann man lernen und Neues mitnehmen
  • Bei möglichen virtuellen Ausstellungsbesuchen ausreichend Zeiteinplanen – nicht nur wegen möglicher technischer Probleme, sondern auch, weil ohne andere Museumsbesucher_innen Kuratoren_innen mehr Zeit haben, mit uns in aller Ruhe vor den einzelnen Objekten zu verweilen, zu erzählen und zu diskutieren.
  • Wie bei einer analogen Exkursion sollte man bei der Planung Zeit für eher informelle Austauschmöglichkeiten ohne Dozent_innen, generelle Abwechslung und vor allem Pausen nicht vergessen.

 

Tipps & Links für Studierende

COVID-19 krempelt für eine Weile alles um – auch im Studium. Hier haben wir ein paar hilfreiche Links und Unterstützungsangebote speziell fürs gemeinsame Lernen an der Uni in Zeiten von Corona zusammengetragen.

Diese Liste wird weiter ergänzt und überarbeitet. Gern nehmen
wir Anregungen auf  und reagieren auf Anfragen!


Das Hochschulforum Digitalisierung hat speziell für Studierende einmal im Monat eine Digital Happy Hour eingerichtet. Den Auftakt machte das Digital Hangout am Donnerstag, 16. April:

 



Die digitale Lehre zum Start des Sommersemesters 2020 bringt diverse Herausforderungen mit sich. Vor allem diejenigen, die bislang wenig mit e-Learning-Formaten zu tun hatten, müssen sich zwischen all den neuen Tools, Programmen und Möglichkeiten erst einmal zurechtfinden. Keine Sorge: Viele Lehrende stehen vor ähnlichen Problemen. Außerdem gibt es für die meisten e-Learning-Anwendungen inzwischen Tutorials, die Einsteiger_innen einen raschen Überblick über die wichtigsten Funktionen vermitteln. Hier ein paar nach Software sortierte Beispiele:

 


Auch jenseits klassischer Webinare oder die Videokonferenzen gibt es zahlreiche Tools, die das digitale Lernen und das gemeinsame Arbeiten online erleichtern. Hier einige gute Beispiele

 

  • Dieser Werkzeugkasten präsentiert verschiedene Möglichkeiten des kollaborativen Arbeitens im Internet. Auch wenn er auf die Arbeit mit Schhüler_innen zugeschnitten ist, lassen sich die vorgestellten Tools und Anwendungsszenarien wunderbar auf den Hochschulkontext übertragen.
  • Dem Thema Selbststudium mit digitalen Medien widmet sich ein ganzeses Kapitel dieser Publikation der TU Hamburg, die vor allem für Studierende in MINT-Fächern spannend ist (S. 18ff).
  • Für alle, die gern im OpenOLAT der CAU gemeinsam mit Kommiliton_innen kollaborativ arbeiten möchten, kann es sich lohnen, sich die folgenden Funktionen einmal genauer anzuschauen: Forum, 1:1-Chat oder Gruppenchat, Portfolio-Gruppenaufgabe,Wiki, Projektgruppen, Blog und Podcast, Kommentar- und Bewertungsfunktionen, Schnittstellen zu virtuellen Klassenräumen. Im Netz oder im OpenOLAT selbst finden sich zahlreiche Tutorials dazu

Die Kieler Universitätsbibliothek präsentiert auf ihren Seiten eine Reihe von E-Learning-Angeboten, die darauf abzielen, Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit Informationen zu erweitern, darunter Video-Tutorials zu verschiedenen Angeboten der UB selbst sowie eine Zusammenstellung von E-Learning-Angeboten und Lernmaterialien zum wissenschaftlichen Arbeiten.


Natürlich wirft die neue Lehr- und Lernsituation auch viele rechtliche Fragen auf – beispielsweise im Zusammenhang mit Datenschutz oder mit Prüfungen. Einige Antworten liefern beispielsweise …


Zusätzlich stellen die vorübergehend geschlossenen Bibliotheken Studierende vor Herausforderungen. Doch zahlreiche Bibliotheken und Datenbanken stellen aktuell erweiterte Angebote frei zur Verfügung. Bei der Literatursuche kann u.a. ein Besuch auf den folgenden Seiten hilfreich sein:

  • Im Zusammenhang mit der Corona-Krise hat die Microbiology Society alle Journals auf ihrer Plattform freigeschaltet.
  • Wegen der Corona-Krise gewährt das Projekt Muse zurzeit freien Zugang zu elektronischen Ressourcen.

 


Studierende, die sich aktuell gern sozial engagieren möchten, können das beispielsweise bei Corona School e.V.. Sie treffen bei dieser Initiative per Video-Chat auf Schüler_innen, unterstützen die Schulkinder bei Homeschooling-Aufgaben und entlasten deren Eltern. Gerade angehenden Lehrer_innen bringt dieses Konzept auch spannende berufspraktische Einblicke und Erfahrungen.

PERSPEKTIVEN: Schwerpunkt Zukunftsorientierung

Das eMagazin PERSPEKTIVEN des Projekts erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) nimmt aktuelle Themen der Hochschuldidaktik in den Blick. Inhaltlicher Schwerpunkt der ersten Ausgabe 2020 ist die Zukunftsorientierung im Studium. Darin rücken kompetenz- und praxisorientierte Lehrformate in den Fokus, die Studierende auf die Arbeitswelt von morgen vorbereiten.

 

Didaktische Hinweise für Ihre Lehrvideos

In diesem Sommersemester startet die Lehre in großen Teilen digital. Bei bestimmten Lehr-Lern-Inhalte eigenen sich Online-Präsentationen im Videoformat besonders. Doch für alle, die eigene Videos in ihre Lehrveranstaltungen einbinden möchten, lohnt es sich, vorab einige Überlegungen anzustellen.

Diese Zusammenstellung gibt Ihnen einen Überblick einige wesentliche Fragen rund ums Erstellen eigener Lehr-Lern-Videos. Für eine ausführlichere didaktische Beratung kontaktieren Sie sehr gerne das Beratungsteam des Projekts erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe).

 

  1. Legen Sie zunächst ein Thema, die Lernziele und die erwünschten Lernergebnisse fest. Komplexere Themen gilt es dabei auf eine zentrale Fragestellung herunterzubrechen (s. 4.). Tipp: Nehmen Sie beim Formulieren die Sicht der Studierenden ein (Die Studierenden sind nach Abschluss der Lerneinheit in der Lage, …)

 

  1. Überlegen Sie sich, wozu die Studierenden konkret in der Lage sein sollen, nachdem Sie Ihr Video gesehen haben. Was sollen die Studierenden aus dem Video mitnehmen? Aus welchen Gründen sollen die Studierenden das Thema bearbeiten?

 

  1. Berücksichtigen Sie das Vorwissen der Studierenden. Dies erleichtert die Auswahl eines Formats für die Darstellung der Inhalte (z.B. Dokumentation, Experteninterview, Visualisierung, Prozessdarstellung, Animation etc.). Welche Informationen brauchen die Studierenden, um die Inhalte zu verstehen und mit Ihnen arbeiten zu können?

 

  1. Didaktische Reduktion: Achten Sie auf Stoffmenge und Komplexität. Stehen das Thema, die Ziele und die Zielgruppe(n) fest, können die Inhalte präzisiert werden. Die Herausforderung besteht darin, die Komplexität der Inhalte zu reduzieren. Welche Inhalte (Theorien, Methoden, Wissen) sollen mit Bezug zu den Lernzielen vermittelt werden? Welche Inhalte müssen dafür im Video erklärt werden?

 

  1. Machen Sie sich Gedanken über Format und Stil des Videos: Wie soll das Video gestaltet werden? Soll der Inhalt in einer Geschichte erzählt werden, z.B. durch Storytelling? Soll der Inhalt möglichst neutral und nüchtern transportiert werden, z.B. durch eine Dokumentation? Sollen Expert_innen interviewt werden?
    Hierzu gehören auch Überlegungen zu den Sprecher_innen und den Visualisierungsaspekten (Einbindung von Grafiken, Illustrationen, Bildern, Schaubilder usw.)

 

  1. Halten Sie die einzelnen Einheiten möglichst kurz, aber trotzdem inhaltlich abgeschlossen und schlüssig.

 

  1. Binden Sie die Studierenden mit ein! Vergeben Sie im Zusammenhang mit der Videoeinheit Arbeitsaufträge an die Studierenden, zum Beispiel Rechercheaufgaben oder Analysen. Regen Sie Diskussionen über das Forum ihrer Lehrveranstaltung an. Wenn es in Ihrem Video um Faktenwissen geht, eignen sich auch Tests im Anschluss an die Videosequenz.
    Zudem können Sie Ihre Studierenden dazu anregen, selbst Erklärvideos zu bestimmten Themen der Lehrveranstaltung zu erstellen – beispielsweise als nachhaltige Alternative zum Referat. Die PerLe-Lehrveranstaltung Digitalisierung der Zukunft setzt regelmäßig auf studentische Videos als Seminarleistung. Hier finden Sie ein Beispielvideo, das im Seminar entstanden ist:

 

 

Weiterführende Links

  • Im OpenOLAT der CAU finden Sie viele weitere Hinweise & Tipps zur Video-Einbindung (Login erforderlich).

 

 

 

Einreichungsfristen verlängert

Die beiden aktuellen Ausschreibungen des Diversitätsfonds und des Aenne-Liebreich-Preises der CAU sind um einen Monat verlängert worden. Die Frist für die Antragseinreichung endet jetzt jeweils am 1. Mai 2020.

Zur Initiativen- und Projektförderung beraten Sie Kathrin Houda und Eddi Steinfeldt-Mertens vor der Einreichung Ihres Antrages gern.

 

Kathrin Houda
Referentin der Vizepräsidentin für Studienangelegenheiten, Internationales und Diversität
Sitz: Westring 383, R. 308
Telefon: +49 431 880-7544
Telefax: +49 431 880-1751
Eddi Steinfeldt-Mehrtens
Beauftragte_r für Diversität
Diversitätsbüro der CAU Kiel
Sitz: Hochhaus am Christian-Albrechts-Platz 4, R. 1410
Telefon: + 49 431 880-700

 

Beispiele für geförderte Maßnahmen finden Sie hier

 

Weitere Informationen unter

 

 

Online-Ressourcen für Lehrende der CAU Kiel

Hier finden Lehrende der CAU eine Übersicht mit Anregungen, Werzeugen und weiterführenden Links für ihre digital und medial gestützten Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2020. Die Liste wird laufend ergänzt und überarbeitet.

Liebe Lehrende,
Sie finden hier eine Liste mit Werkzeugen, mit denen Sie Ihre Lehre digital-medial gestalten können. Diese Liste wird kontinuierlich vom Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen (PerLe) ergänzt und weiterentwickelt. Die meisten der gelisteten Tools sind kostenlos oder es sind Lizenzen für die universitäre Lehre vorhanden, für die Studierenden entstehen selbstverständlich keine Kosten.

Leider können wir nicht garantieren, dass alle Tools vollkommen datenschutzkonform sind. Wir bemühen uns aber, Ihnen möglichst kostenfreie, open-source- und datenschutzkonforme Werkzeuge zu präsentieren. Einem Anspruch auf Vollständigkeit können und wollen wir dabei natürlich nicht genügen, es gibt im Web noch viele weitere populäre, sehr nützliche und intuitiv zu bedienende Tools.

Sollten Sie an kommerziellen Tools interessiert sein, für die aktuell noch keine Lizenz besteht, melden Sie sich gern bei eLK.Medien. Dort werden Anfragen gesammelt, um über mögliche neue Lizenzierungen auch im Zusammenhang mit datenschutzrechtlichen Fragen zu entscheiden.

Ihr Team der PerLe Lehr-Lern-Qualifizierung

 

 

PerLe berät zudem sowohl Lehrende als auch Studierende mit Lehraufgaben beziehungsweise Tutor_innen individuell. Hierfür hat das Projekt eigens ein neues Beratungsteam zusammengestellt, das Sie sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung von Lehrveranstaltungen in diesem besonderen Sommersemester unterstützt.
Unter anderem berät PerLe zu:
  • den didaktischen Einsatzszenarien und Lehrformaten, in denen die Tools aus der obigen Tabelle hilfreich sein können.
  • alternativen Tools und Umsetzungsmöglichkeiten passend zu den jeweiligen Lehrzielen einer Veranstaltung.
  • digitalen Betreuungsszenarien und Aktivierung der Studierenden.

Ansprechpersonen für die Beratung sind Sabine Reisas (sreisas@uv.uni-kiel.de) und Julia Sandmann (jsandmann@uv.uni-kiel.de).

 

Tipps & weiterführende Links

  • Im OpenOLAT der CAU finden Sie im Bereich Kurznachrichten (Login erforderlich) aktuelle Angebote rund um digitale Lehre an der CAU, darunter zum Beispiel Online-Schulungen und Online-Sprechstunden des zentralen eLearning-Services.
  • Weitere hilfreiche Links, Ansprechpersonen und Unterstützungsangebote für Lehrende der CAU zu Beginn des Sommersemesters 2020 finden Sie in diesem Blogartikel.
  • Das Zentrum für multimediales Lehren und Lernen der Martin-Luther-Universität in Halle hält auf seinem Portal Onlinebetrieb übersichtliche Informationen über eLearning-Tools für die Lehre bereit. In einer interaktiven Tabelle können Lehrende dort die passenden Werkzeuge für eigene Lehreszenarien finden – gefiltert nach individuellen didaktischen Anforderungen.
  • Auf www.e-teaching.org finden Sie zudem zahlreiche Wekzeuge, Tutorials, Themen-Specials und Anwendungsszenarien  digitaler Lehre.

Online-Kurse in die eigene Lehre integrieren

Das yooweedoo-Programm hat sich Empowerment für nachhaltige Entwicklung auf die Fahnen geschrieben: Es will jungen Menschen vermitteln, wie sie die Welt mit eigenen unternehmerischen Projekten verändern können. Zu diesem Zweck stehen frei zugängliche Online-Kurse zur Verfügung, die vom Crowdfunding über den Datenschutz bis hin zum Social Media Marketing wichtige Aspekte im Zusammenhang mit Social Entrepreneurship, gesellschaftlichem Engagement und Service-Learning-Projekten aufgreifen. Besonders in der aktuellen Situation sind alle Lehrenden herzlich dazu eingeladen, die bestehenden Online-Angebote in eigene Lehrveranstaltungen zu integrieren.

 

Lehrende können die yooweedoo-Kurse beispielsweise als Bausteine für ihre Lehre zu nutzen, die zum Start des Sommersemesters 2020 aufgrund der aktuellen Corona-Situation so spontan auf digitale Formate umgestellt werden muss.

 

Eine Übersicht der frei verfügbaren yooweedoo-Kurse:

  • Changemaker MOOC (Changeprojekte planen)
  • Gemeinnützigkeit
  • Crowdfunding
  • Kreativmethoden und & -techniken
  • Datenschutz, DSGVO
  • Haftung und Versicherung
  • Corporate Identity and Corporate Design
  • Social Media Marketing
  • Nachhaltige Entwicklung und Sustainable Development Goals
  • Teamentwicklung

 

Übrigens: Hinter dem yooweedoo-Programm stehen die Kiel School of Sustainability und die Zukunftsmacher Akademie.

PerLe unterstützt Ihre digitale Lehre

Die gut 1800 Lehrenden und die fast 27.000 Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) stehen zum Start des Sommersemesters 2020 vor ungewohnten Herausforderungen. Digitale Lehr- und Lernformate werden dabei helfen, so gut wie möglich mit der aktuellen Situation umzugehen. Das Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen der CAU (PerLe) unterstützt und berät Lehrende gern, sowohl zu mediendidaktischen Fragestellungen als auch zum optimalen Einsatz der passenden Tools.

 

Foto: Lisei Martin

 

Eine Zusammenfassung mit Informationen, Möglichkeiten, Links und Hinweisen vom Präsidium und dem Team digitale Lehre  der CAU finden Sie hier.

 

PerLe findet die für Sie passenden digitalen Lösungen zum Beispiel zu folgenden Fragen:

 

  • Welche digitalen Tools können Ihr Lehrveranstaltungsformat (wie z.B. Vorlesung, Seminar, Übung, Selbstlernphase, Exkursion, Projekt- und Gruppenarbeit, forschungsbasierte Lehre etc.) mediendidaktisch optimal unterstützen?
  • Wie können Studierende online aktiv eingebunden werden und kollaborativ zusammenarbeiten?
  • Wie lassen sich Selbstlernphasen unterstützen?
  • Wie lassen sich unter Berücksichtigung der Lernziele digitale Prüfungsformate durchführen?
  • Wie können Präsentationen online durchgeführt werden?

 

In digitalen Austauschformaten, die wir gemeinsam mit anderen Lehrenden organisieren können, lassen sich außerdem Best-Practice-Beispiele veranschaulichen und diskutieren.

PerLe bietet auch Lehrenden mit Erfahrungen im Bereich der mediengestützten Lehre die Möglichkeit die digitale Lehre vertieft zu betrachten. Mit den Qualifizierungsangeboten Qualifizierung – maßgeschneidert und Kollegiale Austauschformate können konkrete Anliegen bearbeitet, Handlungsoptionen abgeleitet und Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin mit Expertinnen und Experten sowie Kolleginnen und Kollegen diskutiert werden.

Melden Sie sich mit Ihren Anfragen bei:

 

 

Der zentrale eLearning Service der CAU informiert im OpenOLAT über aktuelle Angebote zur Lehrunterstützung in der Corona-Krise.

 

Ideen und Anregungen finden Sie auch in der Rubrik „Digitalisierung in der Lehre“ dieses Blogs. Und im Blogartikel Online-Ressourcen für Lehrende der CAU Kiel, den wir laufend für Sie aktualisieren.