Politikwissenschaft goes „Democrazy“

Gefördert durch den PerLe-Fonds für Lehrinnovation

Raus aus dem Hörsaal – rein in die Polit-Debatte: Das Seminar „Democrazy 2013“ widmet sich den Verrücktheiten der modernen Demokratie. Mit intensiven Diskussionen, methodischer Vielfalt – und vielen Herausforderungen.

Democrazy: Seminartag in Leck. Foto: Künnemann

Democrazy: Seminartag in Leck. Foto: Künnemann

Massive Demonstrationen, schwindende Wahlbeteiligungen und weltweite Finanzkrise:  Steckt die Demokratie in der Klemme? Gemeinsam mit 20 Studierenden hat sich der Kieler Politikwissenschaftler Wilhelm Knelangen in diesem Wintersemester den Verrücktheiten der modernen Volksherrschaft gewidmet – „Democrazy 2013“ eben.

Frei nach dem Motto „Raus aus dem Hösaal – rein in die Polit-Debatte!“ fand das Seminar mit dem treffenden Namen an verschiedenen außeruniversitären Lernorten statt. Klassenfahrt-Stimmung inklusive. Die Studierenden durften sich im Nordkolleg Rendsburg und in der Nordsee-Akademie Leck völlig aus dem universitären Rhythmus ausklinken. Mit viel Raum für Diskussionen erarbeiteten sie theoretische Grundlagen und beschäftigten sich mit Grundversprechen der Demokratie wie Freiheit, Gleichheit und Beteiligung. Innovative Vermittlungsmethoden forcierten dabei immer wieder Perspektivwechsel und aktive Beteiligung – ganz im Sinne der Demokratie.

Wo soll´s hingehen? – Erwartungen an das Seminar „Democrazy 2013“

So ausgerüstet trafen sich die Seminarteilnehmer_innen anschließend mit rund 50 Studierenden aus Dänemark, Ost- und Mitteleuropa im dänischen Apenrade. Dort probierten sich die Kieler_innen schließlich selbst als Lehrkräfte aus. Sie testeten verschiedene Methoden der politischen Bildung und standen dabei etlichen Herausforderungen gegenüber – beispielsweise  radikalen Meinungen oder massivem Desinteresse.  „Das öffnet den Blick und die Studierenden erfahren, dass die politischen Debatten in Deutschland genau so auch in anderen Ländern geführt werden. Aber auch, dass es Unterschiede gibt“, erläutert der Initiator des Projekts, Dr. Wilhelm Knelangen.

Sechs der 20 Seminarteilnehmer_innen haben sich zu Korrespondenten-Teams zusammengeschlossen, die für „Einfach gute Lehre“ von den verschiedenen Stationen der Democrazy-Tour berichten. Im Fokus werden dabei Fragen des Lernens stehen. Etwa: Worin liegen die Vorteile außeruniversitärer Lernorte und spezieller Methoden? Und wo sind die Grenzen politischer Bildung zu verorten? Außerdem wird es um Skilehrer mit Motivationsproblemen gehen, um kollektive Morgenmeditationen und um deutsch-dänisches Kauderwelsch. Man darf gespannt sein.

Lesen, hören und sehen Sie in Kürze mehr vom Democrazy-Kurs auf http://www.einfachgutelehre.uni-kiel.de!

Das Seminar Democrazy 2013 wurde mit dem PerLe-Fonds für Lehrinnovation gefördert. 

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